25.09.2021 13:33 Uhr - 1. Bundesliga - PM HSG, red

"Prunkstück war heute die Abwehr": HSG Bensheim/Auerbach schlägt Zwickau souverän

Heike Ahlgrimm lobte die Abwehrarbeit ihrer Mannschaft.Heike Ahlgrimm lobte die Abwehrarbeit ihrer Mannschaft.
Quelle: Andrea Müller, Flames
Die HSG Bensheim/Auerbach feierte am Freitagabend im zweiten Heimspiel in der Weststadthalle den ersten Heimsieg der neuen Saison in der HBF. Vor 510 Zuschauern besiegte das Team von Trainerin Heike Ahlgrimm den Aufsteiger und Tabellenletzten BSV Sachsen Zwickau verdient mit 25:18 (15:9). Erfolgreichste Torschützinnen waren Lisa Friedberger mit 5/2 Toren bei den Flames sowie Chantal Wick und Petra Nagy mit jeweils 4 Toren bei Zwickau.

Unter den Augen von Bundestrainer Henk Groener sahen die Zuschauer einen etwas zerfahrenen Spielauftakt und nach gut 8 Minuten lag der Gast mit 2:3 in Führung. "Wir haben uns am Anfang sehr schwer getan, die Verunsicherung war noch da, denn wir wollten heute unbedingt gewinnen und die Niederlage gegen Neckarsulm wettmachen. Da haben wir am Anfang etwas übersteuert und zu viele Fehler gemacht", analysierte HSG-Trainerin Heike Ahlgrimm nach dem Spiel.

Gestützt auf eine konsequente Abwehrarbeit und eine bärenstarke Vanessa Fehr im Tor, nahm das Spiel der Bensheimerinnen Fahrt auf. "Prunkstück war heute die Abwehr, das hat jeder gesehen. Da haben wir wirklich gekämpft, da haben wir es dem Gegner sehr schwer gemacht", so Ahlgrimm. So war Gästetrainer Norman Rentsch nach dem 9:3 bereits gezwungen, seine zweite Auszeit zu nehmen (15.), weil seine Mannschaft zu diesem Zeitpunkt nur wenig entgegenzusetzen hatte.

"Wir haben von der ersten Minute an nicht die Durchschlagskraft und das Tempo in unser Spiel hereinbekommen und sind nicht so in die Lücken gestoßen, wie wir uns die ganze Woche vorbereitet haben. Das ist umso trauriger, weil wir viel in das Spiel investiert haben, weil wir natürlich diese Chance hier nutzen wollten, wie groß sie auch sein mag", war daher auch das Fazit Rentschs. Wenigstens ließ seine Mannschaft nicht weiter abreißen und mit 15:9 ging es in die Kabinen.

Die Geschichte der zweiten Halbzeit ist dann schnell erzählt. Bensheim setzte sich schnell weiter auf 18:9 ab, woraufhin das Spiel etwas vor sich hin plätscherte und der Abstand sich nicht mehr nennenswert änderte. "Vorne im Angriff haben wir leider ein bisschen zu viele Fehler gemacht. Trotzdem haben wir das ganze Spiel über sehr souverän geführt und immer den Vorsprung gehalten. Ich hätte mir gewünscht, dass wir nochmal so ein, zwei Tore draufsetzen, aber das ist jetzt auch Jammern auf hohem Niveau. Wir haben zwei Punkte, die tun gut und jetzt können wir weiter arbeiten?, war das abschließende Resümee von Heike Ahlgrimm.

Auf Gästeseite herrschte dann wenig verwunderlich etwas Ernüchterung. "Glückwunsch an Heike und an Bensheim. Ich glaube, sie haben verdient gewonnen", gratulierte Rentsch. "Hinten heraus haben wir versucht zu kämpfen und uns gegen die drohende Niederlage zu stemmen. Darin werden wir jetzt Hoffnung schöpfen und uns weiter konzentrieren, vor allem auch im Rückraum dieses Erstliganiveau zu erreichen. Da machen wir unseren Mädels einen kleinen Vorwurf", so Rentsch weiter.