18.09.2021 10:53 Uhr - 1. Bundesliga - dpa, PM Vereine

"Mit Leidenschaft, Emotionen und Herzblut": THC mit starkem Auftritt gegen Metzingen

Anika Niederwieser traf fünf Mal.Anika Niederwieser traf fünf Mal.
Quelle: Thüringer HC
Der Thüringer HC besiegt den TuS Metzingen in eigener Halle deutlich. Nach einem eher holprigen Start erkämpfen sich die Thüringerinnen einen Halbzeitvorsprung und ziehen dann unwiderstehlich davon. Trainer Herbert Müller sieht den THC, den er sich wünscht und hätte trotzdem mehr gewollt.

Nach einer eindrucksvollen Vorstellung haben die Handballerinnen des Thüringer HC ihren ersten Heimsieg in dieser Bundesliga-Saison gefeiert. Gegen die zuvor noch verlustpunktfreie TuS Metzingen gewann das Team von Trainer Herbert Müller am Freitagabend unerwartet deutlich mit 31:23 (13:10). Beste Werferinnen des THC waren Anika Niederwieser und Lamprini Tsakalou mit jeweils fünf Treffern.

Die Thüringerinnen fanden nur schleppend ins Spiel und gerieten schnell in Rückstand, während die Metzingerinnen einen starken Start erwischten. Immer wieder schaffte es die Mannschaft von Edina Rott mit hohem Tempo in der ersten und zweiten Welle zu einfachen Toren zu kommen. Bis zum 7:4 lief aus Sicht des TuS Metzingen alles nach Plan.

"Bis zur 15. Minute haben wir guten Handball gespielt. Dann kam der Bruch. Wir haben den THC zu leichten Toren eingeladen. Wir haben gewusst, dass es keine Überraschung werden würde", gestand Edina Rott, fügte aber auch hoffnungsvoll hinzu: "Wir haben eine junge Mannschaft und brauchen noch Zeit. Was wir können, werden wir noch in anderen Spielen zeigen."

Den Impuls zur Wende gab THC-Trainer Herbert Müller dann mit der Einwechslung von Rinka Duijndam, die die bis dato glücklose Petra Blazek im Tor ablöste. Die Niederländerin zeichnete sich sofort mit starken Paraden aus. Auch im Angriff wuchs nun das Selbstbewusstsein des THC.

Den zwischenzeitlichen 4:7-Rückstand wandelten die Gastgeberinnen so in eine 13:10-Pausenführung um. Nach dem Wechsel hielten sie das Tempo hoch. Beim 23:13 führten die Thüringerinnen erstmals zweistellig, erst in der Schlussphase ließen sie es ein wenig lockerer angehen.

"In den ersten sechs bis sieben Minuten haben wir den Handball gespielt, denn ich nicht sehen wollte. Dann haben wir 48. Minuten den THC gesehen, den ich mir wünsche. Wir haben es geschafft, die Stärken von Metzingen zu unterbinden. Das war Handball mit Leidenschaft, Emotionen und Herzblut", fasste Müller zufrieden zusammen. Ganz zufrieden war er dann aber doch nicht: " Als wir plus 11 Tore hatten, wollte ich mehr, wir haben dann aber zu viel liegen lassen."