13.09.2021 18:27 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

Meenzer Dynamites sehen sich nach Krimisieg über TVB Wuppertal "auf einem guten Weg"

Saskia WagnerSaskia Wagner
Quelle: Handball Mainz 05
Auch im ersten Auswärtsspiel gab es für die Handballerinnen des TVB Wuppertal keine Punkte. Beim 23:25 (11:15) gegen Bundesliga-Absteiger 1. FSV Mainz 05 lag das Team von Dominik Schlechter, wie schon gegen Nürtingen immer wieder in Schlagweite, verpasste es in den entscheidenden Situationen jedoch, die Gastgeberinnen ernsthaft in Gefahr zu bringen. Am Ende war der Mainzer Trainer Florian Bauer glücklich über die beiden Punkte: "Heute zählt zunächst nur der Sieg".

Die Wuppertalerinnen konnten zunächst mit 2:0 in Führung gehen - Michelle Stefes verwandelte sicher zwei Siebenmeter für den TVB. Ab der 14. Spielminute beim Stand von 4:5 änderte sich aber das Bild: Gestützt auf eine souverän operierende Kristin Schäfer im Tor, wurden die Angriffsaktionen der Dynamites effektiver und es folgte ein 4:0-Lauf zum 8:5 (18.).

Auf Beyeröhder Seite gab es dann den nächsten verletzungsbedingten Ausfall zu beklagen - Nika Matavs konnte nicht mehr weitermachen, sodass sich nun die Möglichkeiten im Rückraum der Handballgirls auf ein Minimum reduzierten. Mainz fand immer besser ins Spiel und zog bis zur Pause auf 15:11 davon.

Im zweiten Durchgang zeigten die Handballgirls dann erneut große Moral und ließen sich von den Hausherrinnen nicht abschütteln. In der 41. Spielminute konnte der TVB durch einen Treffer von Mona Bratzke sogar auf 16:18 verringern. Überhaupt waren die beiden Außenspielerinnen Insa Weisz und Mona Bratzke an diesem Abend äußerst erfolgreich und erzielten zusammen 11 (5/6) Treffer für die Handballgirls.

Allerdings gelang es nicht, den Abstand weiter zu verkürzen und damit die Gastgeberinnen mehr unter Druck zu setzen. Mainz konnte sich wieder befreien und stellte den alten Vier-Tore-Vorsprung wieder her. In der Schlussphase des Spiels konnten die Handballgirls erneut bis auf zwei Tore verkürzen (23:21/54.Min.).

Doch auch diesmal bewahrten die Gastgeberinnen die Nerven - Torhüterin Nina Kolundzic und die beste Mainzerin Saskia Wagner sorgten mit dem Treffer zum 25:21 für eine Vorentscheidung. Mona Bratzke und Anna Lena Bergmann, die sich trotz anhaltender Fußbeschwerden erneut durchbiss, konnten nur noch die Treffer zum 25:23-Endstand erzielen.

Nach dem Spiel kommentierte Trainer Dominik Schlechter die knappe Niederlage: "Die Mädels haben hier alles gegeben und in puncto Einsatz kann ich meinem Team überhaupt nichts vorwerfen. Der zusätzliche Ausfall von Nika war dann einfach für uns nicht mehr zu kompensieren und neben den mangelnden Alternativen in der Offensive, hatten wir auch im Deckungszentrum heute einige Schwächen, die Mainz ausnutzen konnte".

Florian Bauer war nach der Auftaktniederlage in Leipzig zufrieden. "Heute zu Hause vor Zuschauern zu spielen war endlich wieder schön. Anfangs hat uns etwas der Zugriff gefehlt, aber im Laufe des Spiels sind wir doch immer mehr in unser Tempospiel gekommen und haben es auch in kritischeren Phasen geschafft, dagegen zu halten und weiter erfolgreich zu scoren. Gerade auch Saskia Wagner ist hier immer wieder vorangegangen. Unter´m Strich bin ich froh über die Punkte und denke, dass die Mannschaft auf einem guten Weg ist."