14.09.2021 08:46 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

HSV Solingen-Gräfrath zieht gegen Herrenberg vor der Pause entscheidend weg

5/1 Tore von Rebecca Rott reichten Herrenberg nicht5/1 Tore von Rebecca Rott reichten Herrenberg nicht
Quelle: Daniel Bamberger, Kurpfalz Bären
Mit einer Woche Verspätung ist der HSV Solingen-Gräfrath in die neue Saison gestartet und landete gegen die SG H2Ku Herrenberg einen 32:22-(15:8)-Heimerfolg. Das angesetzte Spiel der Gräfratherinnen am ersten Spieltag bei Werder Bremen wurde Corona beding kurzfristig abgesagt und wird voraussichtlich am 29.09.21 nachgeholt.

Beiden Teams war eine gewisse Nervosität anzumerken. Die "Kuties" traten nach der 25:32-Niederlage der Vorwoche etwas verunsichert auf, gingen aber schnell 1:0 durch Lea Neubrander in Führung. Der HSV glich postwendend durch Neuzugang Jule Polsz aus. Danach sahen die knapp 250 Zuschauer in der Klingenhalle viele technische Fehler. Klarste Torchancen wurde von den gut aufgelegten Torhüterinnen Natascha Krückemeier (HSV) und Lea Waldenmaier (H2KU) vereitelt. Erst in der achten Spielminute fiel wieder ein Treffer durch Rebecca Rott. "Wir haben hier schon vier klare Chancen vergeben, da hätte es durchaus 4:1 oder höher für uns stehen müssen", ärgerte sich Kuties-Coach Mike Leibssle.

HSV-Trainerin Kerstin Reckenthäler reagierte, nahm die erste Auszeit, beruhigte ihre Spielerinnen und brachte Merit Müller auf Rechtsaußen. Müller harmonierte prächtig mit der gut aufgelegten Cassy Nanfack und erzielte die HSV-Führung zum 7:5 (14.). Herrenberg reagiert seinerseits mit der Auszeit und konnte verkürzen.

Es blieb spannend, doch das Team von Trainerin Kerstin Reckenthäler fand sich immer besser zurecht, erkämpfte sich in der Abwehr die Bälle und im Angriff zog Lara Karathanassis klug die Fäden und erzielte in der stärksten HSV-Phase zwischen der 20. und 30. Minute selbst drei Treffer, auch den zum 15:8-Halbzeitstand. "Die zeitlichen Abläufe haben oftmals nicht gestimmt, so dass wir keinen richtigen Zugriff auf den Gegner bekamen", so Leibssle.

Ausgeglichen begann die zweite Spielzeit. Mit einer offensiveren 5:1-Deckung der Gäste sollte der Angriffsmotor der Solingerinnen ins Stocken gebracht werden. Im eigenen Angriff wollte man mehr in die Schnittstellen der gegnerischen Abwehr vordringen.

Als Herrenberg aufholte (20:16, 43.) übernahmen Kapitänin Mandy Reinarz und Torjägerin Vanessa Brandt die Verantwortung und trafen fast nach Belieben. HSV-Torhüterin Lisa Fahnenbruck hielt zwei Siebenmeter gegen Neubrander und Rott und die junge Kreisläuferin Nele Weyh (im Spezialistenwechsel mit der unermüdlich kämpfenden Carina Senel) zeigte im Angriff welch großes Potenzial in ihr steckt und erzielte zwei Treffer. Mike Leibssle probierte es zwar ab der 45. Minute mit der siebten Feldspielerin als taktisches Mittel, aber auch dies brachte keine Wende der Partie.

Über 24:16 (48., Brandt) und 30:19 durch Neuzugang Hannah Kamp (54.) kam der HSV zum letztendlich überzeugenden 32:22-HSV-Heimerfolg. "Ich bin froh und stolz meine Mannschaft, dass wir den ersten Saisonsieg einfahren konnten", fiel Trainerin Kerstin Reckenthäler nach der Partie ein Stein vom Herzen. Gleichzeitig blickte sie auch sorgenvoll in die Zukunft, ob das Spiel am kommenden Sonntag in Leipzig stattfinden wird. Nach einem Corona-Fall beim HC wurde die aktuelle Partie des HC bei den Ketscher Bären abgesagt.

Solingen-Gräfrath: Natascha Krückemeier, Lisa Fahnenbruck, Sena Gün; Mandy Reinarz (2), Vanessa Brandt (12/7), Cassy Nanfack (6), Lara Karathanassis (4), Franziska Penz, Sandra Münch, Hannah Kamp (1), Merit Müller (3), Jule Polsz (1), Carina Senel, Luca Tesche, Nele Weyh (2) und Jette Clauberg (1/1).

Herrenberg: Laura Waldenmaier, Sophia Holzner; Svenja Graebling, Marie Thiwissen (2), Aylin Bok (1), Ronja Bühler (3), Maileen Seeger, Rebecca Rott (5/1), Lea Neubrander (8/3), Marie-Christine Beddies (2), Tanja Padutsch (1), Maxime Luber, Sarah Neubrander.