13.09.2021 08:53 Uhr - 1. Bundesliga - PM HSG

HSG Blomberg-Lippe bezwingt Buchholz 08-Rosengarten

Steffen Birkner feierte mit seiner Mannschaft einen Sieg trotz Startschwierigkeiten.Steffen Birkner feierte mit seiner Mannschaft einen Sieg trotz Startschwierigkeiten.
Quelle: Michael Schmidt
Am zweiten Spieltag der 1. Bundesliga trafen die HL Buchholz 08-Rosengarten in der Lemgoer Phoenix Contact Arena auf die HSG Blomberg-Lippe. Vor 647 zugelassenen Zuschauern lieferten sich beide Mannschaften ein spannendes Duell auf Augenhöhe, das erst in den letzten sieben Minuten des Spiels mit 27:23 zu Gunsten der Heimmannschaft entschieden wurde.

Spannung pur lieferte das Duell der HSG gegen die Handball Luchse bereits in der vergangenen Saison. Bis am Samstag jedoch überhaupt etwas passierte, mussten alle Beteiligten eine halbe Stunde länger warten, als angedacht. Die Gäste aus Niedersachsen gerieten bei der Anreise in einen Stau, wodurch sich der Anwurf verzögerte.

Als die Begegnung dann endlich beginnen konnte, trumpfte zunächst allerdings nur ein Team auf, nämlich das von Luchse-Trainer Dubravko Prelcec. Weder im Angriff kam der HSG-Express ins Rollen, noch fand die Abwehr rund um Kamila Kordovská und Co. einen Zugriff.

So mussten sich die Fans in der Arena verdutzt die Augen reiben, als sie nach elf gespielten Minuten auf die Anzeigetafel blickten und dort einen 1:7-Rückstand gegen das Heim-Team erkennen mussten. HSG-Trainer Steffen Birkner hatte zu diesem Zeitpunkt bereits genug gesehen und nahm früh seine erste Auszeit. Die kurze aber bestimmte Ansage des gebürtigen Stralsunders verfehlte seine Wirkung nicht.

In der Folge gelang es den Blombergerinnen den Schalter umzulegen und sich Tor für Tor zurück in die Begegnung zu kämpfen. Nach 20 gespielten Minuten gelang HSG-Spielmacherin Nele Franz von der Siebenmeter-Marke der 8:8-Ausgleich. Sinnbildlich für die verschlafene Anfangsphase war sowohl Franz als auch Kordovská zuvor beim Siebenmeter an der stark aufgelegten Gäste-Keeperin Zoe Ludewig gescheitert. Trotz der großen Aufholjagd musste Blomberg-Lippe mit einem knappen 9:11-Pausenrückstand in die Kabinen gehen.

Nach der Pause schafften Nele Franz und Laetitia Quist den Ausgleich zum 11:11, doch Kim Berndt brachte Rosengarten wieder mit 11:12 in Front. Die erste Führung der HSG in der 37. Minute wurde von Natalie Axmann prompt zum 14:14 egalisiert. Es blieb ein Spiel auf Augenhöhe, aber je länger das Spiel dauerte umso mehr bekamen die Gäste Probleme, gegen die nun viel kompaktere Abwehr von Blomberg zu Toren zu kommen.

Entschieden wurde letztlich die Partie für die Heimmannschaft von Lisa Rajes und der in der zweiten Halbzeit überragenden Laetitia Quist, die mit ihren knallharten Würfen aus dem Rückraum von der gegnerischen Abwehr nicht mehr gestoppt werden konnte. Bei nachlassenden Kräften und einer Drei-Tore- Führung für die HSG drei Minuten vor Beendigung der Partie versuchte Gästetrainer Dubravko Prelcec durch kurze Deckung das Ruder noch einmal herumzureißen, aber aufgrund der nachlassenden Kräfte seines Teams musste er die 27:23 Niederlage akzeptieren.

"Wir wussten, dass es eine sehr anspruchsvolle Aufgabe wird und ein ganz hartes Stück Arbeit vor uns liegt. Die erste Viertelstunde haben wir leider weder im Angriff noch in der Abwehr stattgefunden. In dieser Phase lief nichts, wie im Vorfeld besprochen. Wir haben uns dann alle mal ordentlich geschüttelt und es anschließend deutlich besser gemacht. Mein Team hat ab der 15. Spielminute große Moral bewiesen und sich schnell wieder herangekämpft", resümierte HSG-Trainer Steffen Birkner und fügte hinzu: "Wir haben noch eine Menge Arbeit vor uns in den nächsten Wochen."

Dubravko Prelcec, der Trainer der HL Buchholz 08-Rosengarten, zeigte sich zufrieden: "Trotz der Niederlage bin ich mit dem Auftritt meines Teams sehr zufrieden. Wir haben mutig gespielt und die Mädels waren lange Zeit auch in der Lage, meine Vorgaben erfolgreich umzusetzen. Sie haben das Tempo verschleppt und die Angriffe voll ausgespielt. Zum Schluss reichte dennoch die Kraft nicht mehr, was bei der prekären Personallage auch nicht verwunderlich ist. Glückwunsch an meinen Kollegen Steffen Birkner zum Sieg und zur Verpflichtung der großartigen Laetitia Quist."