11.09.2021 08:48 Uhr - 2. Bundesliga - red mit Material Vereine

2. Handball Bundesliga Frauen: Drei Top-Duelle am Samstag

Lena Heimes feierte mit Lintfort einen guten EinstandLena Heimes feierte mit Lintfort einen guten Einstand
Quelle: Martin Zilse, TuS
Volles Programm im Unterhaus, auch Werder Bremen und Solingen-Gräfrath starten in die Saison. Geprägt wird der Spieltag von zwei Topspielen, denn Spitzenreiter Waiblingen empfängt den Zweiten Lintfort, der Dritte Kurpfalz Bären hat den Vierten aus Leipzig zu Gast und auch der Siebte Nürtingen und der Sechste Berlin haben vor dem direkten Aufeinandertreffen schon Pluspunkte auf der Habenseite. Noch ohne Pluspunkte sind die drei Aufsteiger, aber auch die Erstliga-Absteiger Göppingen und Mainz sind in Kellerduellen unter Zugzwang.

Nimmt man die Tabelle als Maßstab, dann tritt der Zweite beim Ersten an. "Aber das ist natürlich nach dem ersten Spieltag kein realistisches Bild" schmunzelt TuS Trainerin Bettina Grenz-Klein. "Waiblingen hat sich extrem gut verstärkt und stellt für mich eine der besten Mannschaften der Liga. So weit sind wir definitiv nicht", erklärt Grenz-Klein.

Der VfL hatte sehr deutlich beim erklärten Aufstiegsfavoriten aus Göppingen gewonnen. Lintfort hatte die Pflichtaufgabe gegen Aufsteiger Aldekerk souverän gelöst. "Wir werden in diesem Spiel sehen, wo wir wirklich stehen. Der leichte Auftakt gegen Aldekerk ist definitiv kein Maßstab für unsere Leistungsstärke. Ich sehe Waiblingen als sehr schweren Gegner und bin gespannt, wie sich mein Team verhält, wenn der Gegner dominiert" erwartet Grenz-Klein von ihrer Mannschaft auch cleveres Verhalten, wenn es Rückstände geben wird.

Die Kurpfalz Bären waren von den Erstliga-Absteigern der einzige, der punkten konnte. Der HCL hatte unter anderem Mainz mit 27:19 die Grenzen aufgezeigt. "Leipzig spielt einen schnellen und dynamischen Handball, sie haben gut ausgebildete Spielerinnen in ihren Reihen und werden in dieser Saison eine gute Rolle in der Liga spielen", urteilt Bären-Trainerin Franziska Steil und betont: "Wir haben zuletzt immer von unserer Athletik ab Minute 40 profitieren können, dass wird gegen Leipzig anders, denn diese Mannschaft ist topfit und kann über 60 Minuten enorm hohes Tempo gehen."

"Wir sind gewarnt und werden versuchen an der guten Defensivleistung aus der letzte Woche anzuknüpfen. Für ein gutes Spiel müssen wir im Positionsangriff noch konzentrierter zu Werke gehen." fasst HCL-Trainer Fabian Kunze zusammen. Er kann bis auf die Langzeitausfälle Julia Weise und Nina Reißberg, auf seinen gesamten Kader zurückgreifen. "Entscheidend wird sein, wie wir den Gegenstoß sowie die erste und zweite Welle des HCL in den Griff bekommen. Gelingt uns das, haben wir viel erreicht", so Steil.

Auch Nürtingen und Berlin sind jeweils mit einem Sieg gestartet. "Berlin ist klarer Favorit", betont TGN-Coach Simon Hablizel. "Wir haben uns letzte Runde extrem schwergetan." Beide Aufeinandertreffen waren klare Angelegenheiten für die Berlinerinnen, die den Aufstieg in die 1. Bundesliga letztlich nur um ein einziges Tor verpassten. Jetzt nimmt das Team von Susann Müller einen erneuten Anlauf, um den Sprung ins Oberhaus zu schaffen. "Wir wollen mit einer starken Abwehr und wenig Fehlern die Partie so lange als möglich ausgeglichen halten", so der TG-Coach.

Mainz und Göppingen unter Zugzwang




Beim Blick in den Tabellenkeller der punktlosen Teams sind auch die Erstliga-Absteiger Mainz und Göppingen unter Zugzwang. Die Dynamites empfangen den TVB Wuppertal. Bei den Bergischen ist neben den bereits verletzt ausfallenden Jule Kürten, Katharina Hufschmidt und Lea Flohr auch der Einsatz von Linkshänderin Anna-Lena Bergmann mehr als fraglich. "Mainz wird nach der Niederlage in Leipzig alles dafür tun, um gegen uns zurück in die Spur zu kommen. Ein Kader mit viel Qualität, der wie wir durch Verletzungen sehr gebeutelt ist. Dennoch ist Mainz am Samstag eindeutig in der Favoritenrolle", so TVB-Coach Dominik Schlechter.

"Mit Wut im Bauch haben wir eine sehr ordentliche Trainingswoche absolviert und weiter hart an uns gearbeitet. Bei unserem Gast müssen wir versuchen, die robuste 6:0-Abwehr auseinander zu spielen. Wir wollen sie in viele Seitwärtsbewegungen bekommen, so dass wir selbst in die Tiefe gehen können. Die Kreise des guten Rückraums müssen wir außerdem einschränken, Aktionen frühzeitig unterbinden. Ansonsten müssen wir einfach in unser Spiel reinkommen, unsere Schnelligkeit wieder finden um so unsere Stärken ausspielen zu können", gibt 05-Coach Florian Bauer als Marschroute aus.

Aufsteiger MTV Heide hat nach dem Derby beim TSV Nord Harrislee nun mit Frisch Auf Göppingen einen großen Namen zu Gast. "Wir müssen uns von Spiel zu Spiel steigern", hatte MTV-Coach Helge Thomsen schon vor der Saison über seine Mannschaft gesagt.

Saisonauftakt für Bremen und Solingen




Die Nordfrauen aus Harrislee müssen nach dem erfolgreichen Saisonstart hingegen zum ESV Regensburg. Die Bunkerladies haben sich bei der knappen Niederlage in Berlin schon gut präsentiert. Optimierungspotenzial sieht Trainer Szücs in der Wurfquote und dazu sollte sich sein Team auch die ein oder andere Zeitstrafe sparen. Neben Anika Bissel und Sophia Peter muss das Team nun auch noch Spielmacherin Anna Fuhrmann ersetzen, die sich gegen die Spreefüxxe eine Blessur an der linken Hand zugezogen hat und ein paar Wochen ausfallen wird.

Solingen-Gräfrath startet nach der abgesagten Partie in Bremen am letzten Spieltag nun dieses Wochenende mit einem Heimspiel gegen Herrenberg in die Saison. Die Werder-Handballerinnen sind hingegen an der niederländischen Grenze beim TV Aldekerk zu Gast. "Wir haben in der letzten Woche sehr gut trainiert und die Stimmung ist gut. Wir sind froh, das es endlich losgeht", so Werder-Cheftrainer Robert Nijdam vor dem Spiel beim Aufsteiger. Die Spielverlegung vom letzten Wochenende spielt für Nijdam keine Rolle: "Es ist wie es ist, wir sind jetzt voll auf Aldekerk fokussiert."

Ein einfaches Spiel erwartet Nijdam gegen den Aufsteiger aber nicht: "Mit Mariel Beugels haben sie eine sehr schnelle Spielmacherin und es wird das erste Heimspiel für Aldekerk in der zweiten Liga sein, da wird viel Euphorie im Spiel sein." Neben den Langzeitverletzten Naomi Conze, Sarah Seidel und Chiara Thorn wird auch Patricia Akalovic gegen den TV Aldekerk nicht im Kader stehen.

2. Spieltag, 2. Bundesliga Frauen




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Pl. Team Sp. TD Pkt.
1VfL Waiblingen 1 12 2:0
2TuS Lintfort 1 11 2:0
3Kurpfalz Bären (A) 1 8 2:0
4HC Leipzig 1 8 2:0
5TSV Nord Harrislee 1 7 2:0
6Füchse Berlin 1 3 2:0
7TG Nürtingen 1 2 2:0
8HSV Solingen-Gräfrath 76 0 0 0:0
9SV Werder Bremen 0 0 0:0
10TVB Wuppertal 1 -2 0:2
11ESV 1927 Regensburg (N) 1 -3 0:2
12MTV Heide (N) 1 -7 0:2
13SG H2Ku Herrenberg 1 -8 0:2
141. FSV Mainz 05 (A) 1 -8 0:2
15TV Aldekerk 07 (N) 1 -11 0:2
16Frisch Auf Göppingen (A) 1 -12 0:2