08.09.2021 22:14 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

Leistungssteigerung nach der Pause: Borussia Dortmund schlägt VfL Oldenburg

Jennifer Gutierrez erzielte sieben Treffer für die DortmunderinnenJennifer Gutierrez erzielte sieben Treffer für die Dortmunderinnen
Quelle: Stummbillig, BVB
Borussia Dortmund hat ihr erstes Heimspiel gegen den VfL Oldenburg mit 30:20 (14:12) gewonnen. Vor 200 Zuschauern feierten die Borussinnen um Trainer André Fuhr den zweiten Sieg im zweiten Saisonspiel, für Oldenburg war es nach den positiven Corona-Test vor dem Auftakt gegen den Buxtehuder SV der erste Auftritt in der neuen Spielzeit. Die Gäste bereiteten dem amtierenden Meister zunächst einige Probleme, doch nach einer mühsamen ersten Hälfte folgte beim BVB in Halbzeit zwei eine erhebliche Leistungssteigerung.

Borusia Dortmund startete im ersten Heimspiel der Saison zunächst ordentlich, bis zum 4:2 durch Jennifer Gutiérrez Bermejo lief es so, wie es die Schwarzgelben es sich vorgestellt hatten. Danach verlor der BVB allerdings den Faden - unnötige Ballverluste, vergebene Chancen. Allein das Umschaltspiel klappte wie von Fuhr gefordert. Die Oldenburgerinnen, die auf ihre drei mit Corona infizierten Spielerinnen verzichten mussten, trafen vor allem in Person von Katrin Pichlmeier immer wieder aus dem Rückraum.

Nach drei Pfosten-Treffern der Borussinnen und der zweiten Zweiminuten-Strafe für Alina Grijseels - eine davon durch einen Wechselfehler - lag der BVB in Minute 18 mit 6:9 zurück und wenig später mit 8:11. "Wir haben unsere Tore in der ersten Halbzeit nicht gemacht", sagte BVB-Spielerin Mia Zschocke nach dem Spiel. Erst drei Minuten vor der Pause glich Dana Bleckmann zum 11:11 aus - ein ganz wichtiger Treffer für den BVB in dieser hektischen Partie, in der BVB-Torfrau Madita Kohorst immer wieder mit Paraden glänzte. Als Alina Grijseels mit dem Pausenpfiff per Siebenmeter zum 14:12 traf, war die schwarzgelbe Welt auf dem Papier wieder in Ordnung.

Offensichtlich hatte André Fuhr in der Pause auch die richtigen Worte gewählt. In Hälfte zwei war der BVB kaum wiederzuerkennen: Merel Freriks erhöhte nach wenigen Sekunden auf 15:12, zum ersten Mal an diesem Abend führte der BVB mit drei Toren. Als Alina Grijseels zum 19:14 (37.) und drei Minuten später zum 20:14 traf, war die Vorentscheidung gefallen. Der BVB spielte seine Überlegenheit aus, führte drei Minuten vor Schluss mit 27:19. Mit dem Schlusspfiff sorgte dann Tina Abdulla mit ihrem vierten Treffer zum 30:20-Endstand.

"Wir haben im Angriff zu schnell abgeschlossen und zum Ende der ersten Halbzeit nicht mehr ganz so aggressiv gestanden wie noch zu Beginn des Spiels. Da war ein bisschen mehr drin. Ich hätte die Führung oder das Unentschieden gerne in die zweite Halbzeit mitgenommen", blickte Oldenburgs Coach Niels Bötel auf die erste Halbzeit zurück. Für das Nachlassen der Kräfte bei seinem Team im zweiten Abschnitt zeigte der Trainer Verständnis: "Mit so wenig Wechselmöglichkeiten ist es schwierig, die richtigen Entscheidungen zu treffen, wenn man müde wird. Die Konzentration hat uns am Ende ein wenig gefehlt, um noch einmal heranzukommen."

"Dass wir mit der ersten Halbzeit nicht zufrieden waren, ist, glaube ich, niemandem entgangen. Wir hatten keine gute Chancenauswertung, waren übereifrig in Abwehr und haben es phasenweise einfach nicht gut gemacht", erklärte Fuhr nach dem Spiel. "Es war wichtig, dass wir das Spiel vor der Halbzeit gedreht haben - und dass wir jetzt einen guten Start hatten: Wir haben jetzt 4:0 Punkte und 18 Tore plus, ich bin zufrieden." Jetzt gilt die Konzentration der Borussinnen der Champions League: Am Samstag empfangen die Schwarzgelben um 16 Uhr in der Helmut-Körnig-Halle den ungarischen Vertreter FTC-Cargo Rail Hungaria. Für Oldenburg geht es in zehn Tagen im ersten Heimspiel gegen die HSG Bensheim/Auerbach weiter.