06.09.2021 10:38 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

Erfolgreicher Re-Start für Kurpfalz Bären, Blanke-Verletzung schockt Herrenberg

Lea Neubrander (6 Tore) und Lara Eckhardt (9/3)Lea Neubrander (6 Tore) und Lara Eckhardt (9/3)
Quelle: Daniel Bamberger, Kurpfalz Bären
Erfolgreicher Neustart für die Kurpfalz Bären nach dem Abstieg aus der 1. Handball-Bundesliga. Gegner SG H2Ku Herrenberg trauert allerdings weniger dem 25:33 (13:15) in Ketsch nach, sondern vor allem der schweren Schulterverletzung von Leistungsträgerin Annika Blanke.

Das Spiel war noch keine sieben Minuten alt, als sich die Spielmacherin der H2Kuties im linken Rückraum Richtung Tor durchtankte. Von der Seite geschoben, ging Blanke zu Boden und blieb mit schmerzverzerrtem Gesicht liegen. Schiedsrichter und Spielerinnen waren sich der Schwere der Verletzung sofort bewusst. Nach bangen Minuten des Wartens und Behandelns konnte Annika Blanke zwar zur Bank zurückgehen, wurde jedoch noch während der Partie in eine Klinik nach Schwetzingen gebracht.

Ersten Information noch in der Halle zufolge könnte es sich um eine Schulterluxation handeln. Gästetrainer Mike Leibbsle konnte dies nach Spielende jedoch noch nicht bestätigen. "An Spekulationen werde ich mich nicht beteiligen. Wir warten ab", so Leibssle. Im Laufe des Sonntags bewahrheiteten sich dann allerdings diese Befürchtungen.

Bis dahin war das Konzept der Kuties aufgegangen, mit schnellen Ballpassagen wurden die Schnittstellen der offensiven Ketscher Abwehr vor allem durch Lea Neubrander und Marie Beddies bespielt. Was folgte, war ein eigener Torabschluss, ein Abspiel auf außen oder ein Siebenmeter.

Die gastgebenden Bären lagen aufgrund einer schlechten Chancenverwertung gegen die stark haltende Laura Waldenmaier und schwacher Abwehr mit 1:4 zurück. Bei den Bären setzte ein gehaltener Siebenmeter von Katarina Longo einen Impuls, Herrenberg haderte mit der Roten Karte gegen Tanja Padutsch nach einem Foul im Gegenstoß an Lara Eckhardt beim Stand von 7:9 .

Beim 11:10 übernahmen die Hausherrinnen die Führung und konnten sich dann noch vor der Pause durch Cara Reuthal auf 15:13 absetzen. Und nach dem Seitenwechsel drehte der Erstliga-Absteiger dann richtig auf, löste sich gleich zum 19:13 und baute die Führung sukzessive zum 33:25-Endstand aus.

"Wir haben viel gekämpft, die Abwehr hat sehr gut gearbeitet und im Abschluss waren wir konsequent. Katharina Longo hat uns nach ihrer Einwechslung sehr geholfen und Sophia Sommerrock hat zusammen mit Lena Feiniler und Sina Michels eine überragende Leistung gezeigt. Es hat Spaß gemacht mit der Mannschaft. Sie hören uns Trainerinnen zu und setzen das um, was wir wollen", so Bären-Trainerin Franziska Steil.