20.08.2021 14:27 Uhr - 1. Bundesliga - PM TuS, red

TuS Metzingen mit neuem Kooperationspartner aus der zweiten Liga

Anna Albek wurde mit einem Zweitspielrecht ausgestattet. Anna Albek wurde mit einem Zweitspielrecht ausgestattet.
Quelle: Tobias Baur, TuS
Für die Spielzeit 2021/22 haben sich Erstligist TuS Metzingen und Zweitligist SG H2Ku Herrenberg auf eine Zusammenarbeit verständigt. Dabei werden drei Spielerinnen aus Metzingen nun auch für Herrenberg auflaufen. Das Konzept bleibt gleich wie beim bisherigen Kooperationspartner.

In der letzten Spielzeit war der Kooperationspartner der "Tussies" noch die TG Nürtingen. Nach dem Trainerwechsel im Laufe der letzten Saison schlug der Zweitligist eine neue Philosophie und Ausrichtung ein, die sich nicht mehr mit dem Konzept vereinbaren ließ.

Daher kam die Anfrage aus Herrenberg für Manager Ferenc Rott genau richtig, denn trotz des Partnerwechsels ist er weiterhin von der Grundidee des Kooperationsmodells überzeugt: "Die tolle Entwicklung von Laetita Quist und Katarina Pandza haben letzte Saison gezeigt, wie wertvoll Spielzeiten für unsere jungen Spielerinnen sind. Beide konnten Praxiserfahrung sammeln und sich Selbstvertrauen holen. Das hat sich dann schon während der Runde auch für unsere erste Mannschaft ausgezahlt", so Rott.

"Der Unterschied zur dritten Liga und unserer zweiten Mannschaft ist einfach zu groß, die Zusammenarbeit mit einem Zweitligisten ist ideal. Auch wenn wir nun aufgrund der Zielausrichtung mit einem anderen Verein zusammenarbeiten, bleibt die Grundidee gleich: wir wollen junge Talente fördern und an die Bundesliga heranführen", fügte der Manager der Metzingerinnen hinzu.

Trainer in Herrenberg ist ein alter Bekannter in Metzingen, Mike Leibssle war bereits 2009-2013 Co- Trainer bei Edina Rott. Seit 2018 ist er nun Cheftrainer in Herrenberg und belegte in der abgelaufenen Saison den dritten Platz in der zweiten Liga. Der zweifache Familienvater ist sehr erfreut über die Möglichkeit mit Metzingen zu kooperieren und sieht auch für Herrenberg viele Vorteile.

"Für uns wäre es nicht möglich Spielerinnen mit solcher Qualität zu verpflichten bzw. würde diese Spielerinnen gar nicht erst zu uns wechseln. Gerade jetzt mit unseren Verletztensituation bin ich sehr froh, dass wir auch auf Metzingen zugehen können. Außerdem geht es ja bei einer Kooperation um mehr, als nur um das Ausleihen von Spielerinnen. Wir tauschen uns auch zu Trainingsmethoden oder Auslösehandlungen aus, können auch unsere Spielweisen noch mal aus ganz anderen Blickwinkeln beleuchten. Ich kenne mich in Metzingen ja noch sehr gut aus und bin gerne in der Öschhalle", so Leibsle.



Von Seiten der "Tussies" sind Anna Albek und Britt van der Baan mit einem Zweitspielrecht für Herrenberg ausgestattet. Beide sollen zusätzlich zu den Einsätzen bei der ersten Mannschaft, immer nach Absprache, weitere Spielmöglichkeiten in Herrenberg bekommen. Außerdem wird Rebecca Rott zunächst für Herrenberg auflaufen. Da die Rückraumspielerin noch minderjährig ist, ist ein Zweispielrecht im Aktivenbereich von den Regularien her nicht möglich. Die Jugendnationalspielerin bleibt aber weiterhin Spielerin der "Tussies" und wird im Jugendbereich, vor allem in der A- Jugendbundesliga, für Pink spielen.

Für Manager Ferenc Rott ist das der richtige Schritt für seine Tochter: "Nach der langen Verletzungspause am Rücken und der anschließenden Schädel-OP möchten wir, dass Rebecca langsam und gezielt wieder aufgebaut wird. Sie kennt ja bisher eigentlich nur uns und Metzingen, ein anderes Umfeld ist für Sie auch eine neue Herausforderung. Wir denken es ist für Sie der beste Weg wieder 100% fit zu werden und vor allem um ausreichend Spielpraxis zu bekommen. Trainieren wird Sie natürlich weiterhin auch in Metzingen."

Britt van der Baan und Rebecca Rott konnten bereits am 19. August erstmalig im Testspiel gegen Neckarsulm für Herrenberg auflaufen. Bereits im Sommer wechselte die Metzinger A-Jugendspielerin Ronja Slawitsch im aktiven Bereich von Nürtingen nach Herrenberg. Leider zog sie sich vor kurzem in der Vorbereitung ein Kreuzbandriss zu. Welche Spielerinnen aus Herrenberg bei den "Tussies" mittrainieren ist aktuell noch offen, bereits mehrfach im Training war Torhüterin Laura Waldenmaier. Ein offener und permanenter Austausch von beiden Seiten wird im Rahmen der Kooperation immer mal wieder für Veränderungen sorgen, je nach Situation des jeweiligen Vereins.

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