30.07.2021 09:45 Uhr - 2. Bundesliga - PM TVB, WD, jae

TVB Wuppertal mit Test gegen deutschen Meister zufrieden

Am Ende steht für die Handballerinnen aus Wuppertal eine 24:30-Niederlage gegen den BVB. Trainer Schlechter ist zufrieden, warnt aber vor einer schwierigen Saison. Ziel ist der Klassenerhalt.

Der erste Auftritt vor eigenem Publikum nach rund zehn Monaten war für die Handballerinnen des TVB Wuppertal ein gelungener. Bei der 24:30 (12:15)-Niederlage gegen den Deutschen Meister Borussia Dortmund wurde der Zweitligist am Mittwochabend in der Buschenburg vom Publikum mit Beifall bedacht. "Das war richtig laut und für alle erstmal wieder ungewohnt, woran wir uns wieder gewöhnen müssen", sagte Dortmunds Trainer André Fuhr. Er betonte, gerne zu "Nachbarn" wie dem TVB zu kommen, statt irgendwo in die Ferne zu reisen. Auf der anderen Seite war es für einige im Wuppertaler Team von Trainer Dominik Schlechter sogar eine Premiere, in der Buschenburg von Zuschauern angefeuert zu werden. "Ein sehr cooles Gefühl, wieder etwas von der Tribüne zu hören. Das pusht einen natürlich auch noch mal extra", sagte Kreisläuferin Zoe Stens.

Auch ohne die fünf in Tokio bei Olympia weilenden und sechs noch nicht spielberechtigten Akteurinnen war die Dortmunder Mannschaft in ihrem ersten Testspiel zu stark für den TVB. Dennoch wäre es dem BVB-Trainer lieber gewesen, wenn sein Team seine Überlegenheit - ohne die Leistung des TVB zu schmälern zu wollen - auch ergebnistechnisch noch mehr auf die Platte gebracht hätte. Dominik Schlechter dagegen freute sich, dass seine Mannschaft auch ohne drei fehlende Stammspielerinnen gegen den höherklassigen Gegner so ein Ergebnis herausspielen konnte. Doch überbewerten wollte er die Leistung nicht. "Wir wissen, welche Qualitäten der BVB hat. Es ist für jede Spielerin auf dem Feld ein tolles Erlebnis, das wir als Motivation und Rückenwind mitnehmen. Wir lassen uns aber nicht blenden und wissen, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben", sagte Schlechter.

Mit aufkeimender Begeisterung und einer damit verbundenen Erwartungshaltung geht Schlechter eher nüchtern um. "Dass die Fans jetzt schon ihre Freude an der jungen Mannschaft haben und ihr eine gute Platzierung zutrauen, ist schön. Das Engagement und die Nähe zu den Fans wollen wir auch immer erwarten. Doch sportlich ist für uns auch der Klassenerhalt ambitioniert genug", sagte der 30-Jährige, der keine leichte Spielzeit vor seinem Team sieht. Ein besonders gutes Gefühl konnte die neue, junge Rückraumspielerin Lea Flohr mitnehmen, die mit sieben Treffern beste TVB Schützin war und nur von Dortmunds Mia Zschocke (9) übertroffen wurde.

Dominik Schlechter gab seiner Mannschaft nach der Partie vier Tage frei. Am 11. August (20 Uhr) wird mit Bayer Leverkusen dann der andere Bundesliga-Nachbar zur offiziellen Saisoneröffnung in die Buschenburg kommen.