02.06.2021 19:40 Uhr - 1. Bundesliga - cie

Auswärtstore entscheiden Relegationskrimi: Luchse Buchholz-Rosengarten jubeln in Berlin

Nach dem Einzug ins Pokalfinale konnten die Handball-Luchse heute auch über den Klassenverbleib jubelnNach dem Einzug ins Pokalfinale konnten die Handball-Luchse heute auch über den Klassenverbleib jubeln
Quelle: Michael Schmidt
Zum Ende der Saison stand für die Handball-Luchse aus Buchholz-Rosengarten und die Füchse Berlin noch nicht fest, in welcher Liga sie in der kommenden Spielzeit antreten werden. Die Entscheidung fiel in der Relagation - und in dieser auch erst in den letzten Sekunden. Die Spreefüxxe hatten das Hinspiel in Buchholz für sich entschieden, doch der Pokalfinalist schlug im Rückspiel zurück und egalisierte das 22:24 mit einem 27:25 - in der Addition stand nach den beiden Duell somit ein 49:49 zu Buche. Aufgrund der mehr erzielten Auswärtstore durften aber die Luchse jubeln, sie sicherten sich um Haaresbreite den Klassenverbleib während die Füchse eine weitere Saison in der 2. Bundesliga spielen müssen.

Im Hinspiel schienen die Handball-Luchse aus Buchholz-Rosengarten ihrer Favoritenrolle, die sie sich nicht zuletzt nach dem Einzug ins Pokalfinale erarbeitet hatten, gerecht zu werden. Doch nach einem 14:10 zur Pause verloren die Gastgeberinnen den Faden und mussten am Ende nach der 22:24-Niederlage mit einer Hypothek von zwei Toren zum heutigen Rückspiel nach Berlin reisen. Und diese zwei Treffer gerieten von der ersten Minute an in den Fokus: Dank der Paraden von Zoe Ludwig konnten Evelyn Schulz und Kim Berndt den Rückstand mit einem schnellen 2:0 ausgleichen und beim 5:0 lag nun der Erstligist seinerseits in der Addition mit drei Treffern in Front. Doch nach dem ersten Treffer nach gut neun Minuten fanden dann auch die Berlinerinnen ins Spiel.

Die Gastgeberinnen legten nach einer Auszeit von Trainerin Susann Müller die Nervosität ab und nach einigen Minuten zur Stabilisation begannen sie dann die Aufholjagd: Die Führung der Luchse schrumpfte, beim 8:6 war der Gesamtvergleich wieder ausgeglichen, beim 9:8 führten die Gäste zwar weiterhin - doch Berlin war zu diesem Zeitpunkt in der 1. Liga. Die Bedeutung der Partie war greifbar, trotz des Drucks gab es auf beiden aber auch sehenswerte Aktionen, wobei sich auch beide Torfrauen auszuzeichnen wussten. Kurz vor der Pause wechselte die Führung dann nach einem Hattrick der erfahrenen Nina Müller sogar zu den Berlinerinnen, doch Melissa Luschnat besorgte für die Luchse dann den 12:12-Halbzeitstand.

Nach Wiederbeginn schienen die Füchse nun die Weichen für den Aufstieg zu stellen, die Luchse hatten nun ihrerseits einen Fehlstart erwischt und waren mit 12:16 in Rückstand geraten. In der Addition fehlten nun bereits sechs Treffer für den anvisierten Klassenverbleib, doch nach einer Dreier-Serie war die Hälfte davon wieder aufgeholt und nach einer Fünferserie lagen dann die Gäste beim 21:18 nicht nur im Spiel sondern auch in der Addition in Front. Auch die Rote Karte gegen Kim Berndt stoppte die Luchse nun nicht, beim 24:20 schien das Pendel zu Gunsten des Erstligisten auszuschlagen.

Die Füchse gaben sich nicht auf, beim 25:23 für die Luchse war der Gesamtvergleich wieder ausgeglichen - allerdings sprachen die mehr erzielten Auswärtstreffer bereits zu diesem Zeitpunkt für das Team aus Buchholz, das mit den Treffern von Evelyn Schulz zum 26:23 und 27:24 Kurs hielt. Nina Müller gelang zwar gut zehn Sekunden vor dem Ende noch der 25. Treffer für die Gastgeberinnen - doch dieser war zu wenig: Angesichts des 27:25-Erfolgs und des 49:49 in der Addition jubelten die Luchse nach einem packenden Relegations-Krimi dank der mehr erzielten Auswärtstore über den Klassenverbleib.

Stenogramme Relegation




Rückspiel:

Füchse Berlin - HL Buchholz-Rosengarten 25 : 27 (12:12)


Stenogramm folgt ...

Hinspiel:

HL Buchholz-Rosengarten - Füchse Berlin 22:24 (14:10)


HL Buchholz-Rosengarten:
Kadenbach 6/3, Nielsen 4, Inacio 4, Herbst 3, Borutta 2, Kücükyildiz 1, Luschnat 1, Berndt 1

Füchse Berlin:
Svirakova 7, Gouveia 4, Tolic 3, Dekker 3, Boeters 1, Svarrer Hansen 1, Baßiner 1, N. Müller 1, Höbbel 1/1, Wagenlader 1, Kunde 1

Strafminuten: 10/12
Disqualifikation: N. Müller (Füchse Berlin, 43.)
Schiedsrichter: Otto/Piper

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