29.05.2021 11:42 Uhr - 2. Bundesliga - PM Verein, red

VfL Waiblingen verpflichtet Nachwuchstalent vom TuS Metzingen

Maren Keil wechselt vom TuS Metzingen zum VfL Waiblingen.Maren Keil wechselt vom TuS Metzingen zum VfL Waiblingen.
Quelle: Heiko Potthoff (VfL Waiblingen)
Zweitligist VfL Waiblingen hat vom Bundesliga-A-Juniorinnenteam des TuS Metzingen für die kommende Saison 2021/2022 das 15-jährige Handballtalent Maren Keil verpflichtet. Das teilte der Verein in einer Pressemitteilung mit Keil ist der fünfte Neuzugang für den VfL für die kommende Spielzeit und unterschrieb einen Drei-Jahres-Vertrag, wie Peter Müller, Vorstandsmitglied des VfL, mitteilt. Die Linkshänderin bekommt zudem ein Zweitspielrecht für den Drittligisten SG Schozach-Bottwartal.

Keil startete ihre noch junge Sportlerkarriere mit vier Jahren beim Waiblinger Nachbarverein SC Korb. Über den VfL Waiblingen und die Hbi Weilimdorf-Feuerbach kam das Handballtalent 2019 zur TuS Metzingen. Dort spielte sie zuletzt mit den A- und den B-Juniorinnen in der Jugendbundesliga. Die A-Jugend des TuS scheiterte dabei erst vor Kurzem im Achtelfinale um die Deutsche Meisterschaft an der SG BBM Bietigheim. Die Halbrechtsspielerin traf in den beiden Partien gegen die SG BBM siebenmal für ihr Team.

Darüber hinaus gehört die Zehntklässlerin an der Elite-Sportschule des Schickhardt-Gymnasiums in Stuttgart auch dem Kader der U17-Juniorinnen des DHB an. VfL-Trainer Thomas Zeitz sagt: "Ich freue mich, Maren in dieser Phase zu begleiten." Er freue sich, dass der VfL mit Maren Keil ein Nachwuchstalent aus der Region gewinnen konnte. "Maren und ihre Familie sind mit dem Handball und der Region stark verwurzelt."

Zeitz sieht bei der Linkshänderin sehr gute Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Handballkarriere: "Maren ist sehr talentiert und ehrgeizig. Ich freue mich darauf, mit ihr zu arbeiten, sie in dieser Phase der Entwicklung zu begleiten und die nächsten Schritte mit ihr zu gehen."

Der Waiblinger Trainer will aber bewusst nicht gleich zu viel Druck und Verantwortung auf die Schultern von Keil legen. "Das mit der SG Schozach-Bottwartal vereinbarte Zweitspielrecht bietet Maren die Chance, Spielpraxis in der 3. Liga zu sammeln. Davon profitieren alle Beteiligten. Ich danke daher auch den SG-Verantwortlichen für die guten Gespräche und die tolle Zusammenarbeit."

Der VfL hat das Erstzugriffsrecht auf das junge Nachwuchstalent, Keil wird also primär mit dem Waiblinger Team trainieren. "Maren soll aber so oft es der Spielplan beider Teams zulässt, viele Partien mit der SG bestreiten. Ich bin sicher, dass sie auch in unserer Mannschaft ihre Einsatzzeiten bekommt. Wir wollen Maren mit den beiden Spielberechtigungen sukzessive weiterentwickeln und für die 2. Liga aufbauen", sagt der Tigers-Coach.

Maren selbst weiß um die große Herausforderung, der sie sich mit großem Dank und viel Ehrgeiz stellen will. "In Waiblingen habe ich mit den sehr guten Rahmenbedingungen und einem tollen Trainer, sehr gute Chancen, mich persönlich wie handballerisch weiterzuentwickeln. Es ist zudem ideal, dass ich mit der SG Schozach-Bottwartal bei einem ebenfalls ambitionierten Verein Erfahrungen in der 3. Liga sammeln kann."

Den schon etwas Älteren am Waiblinger Handball Interessierten dürfte auch Marens Mutter Bea Keil noch in guter Erinnerung sein. Damals noch unter ihrem Mädchennamen Bea Orlitz spielte sie ab 1995 mehrere Jahre beim VfL Waiblingen in der Regionalliga. Zu ihren Mannschaftskameradinnen gehörten u. a. Anke von Wagner und Kati Voigt. Später ging Bea noch viele Jahre für den SC Korb auf Torejagd.

Die Keils sind eine in der Waiblinger Region verwurzelte Handballerfamilie. Auch die beiden Brüder von Maren jagen dem kleinen runden Leder nach. Der ältere Maximilian besucht das Handball-Internat des VfL Gummersbach und spielte in der Saison 2019/2020 beim VfL II in der 3. Liga Nord-West.

Mama Keil ist nicht nur wegen ihrer Kinder auch heute noch mit dem Handball und der Region verbunden. Die frühere VfL-Spielführerin arbeitet auf der Geschäftsstelle des Handballbezirks Rems-Stuttgart. "Und den Papa haben wir mittlerweile auch vom Handball überzeugt", äußert sich Bea Keil augenzwinkernd über ihren früher Fußball spielenden Ehemann. "Er hat sich auch schon mal ins Handballtor gestellt."