24.05.2021 08:27 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

"Super Job in der Abwehr" bringt Bayer Leverkusen den Heimsieg über VfL Oldenburg

Svenja Huber gegen Julia RennerSvenja Huber gegen Julia Renner
Quelle: Spielbilder Werkselfen TSV Bayer 04 Leverkusen / Jörg Dembinski
Der TSV Bayer 04 Leverkusen hat den neunten Heimsieg der Saison gefeiert. Im Bundesliga-Klassiker gegen den VfL Oldenburg gewannen die Werkselfen nach einer klaren offensiven Steigerung in der zweiten Halbzeit am Ende deutlich mit 32:26 (12:12) und revanchierten sich somit für die Hinspielniederlage aus dem Januar.

"Wir haben in der ersten Halbzeit einen super Job in der Abwehr gemacht gegen das Sieben-gegen-Sechs des VfL, allen voran Svenja Huber, die da permanent gestört hat. Allerdings belohnen wir uns nicht im Angriff durch zu viele technische Fehler und weil wir das leere Tor nicht treffen", analysierte Bayer-Trainer Martin Schwarzwald eine erste Hälfte, bei der sein Team zwischenzeitlich bereits mit vier Toren in Front lag (8:4/15.), aber durch die angesprochenen Fehler den VfL nicht abschütteln konnte.

Kathrin Pichlmeier hatte den VfL mit 1:0 in Führung gebracht, danach liefen die Oldenburgerinnen lange Zeit einem Rückstand hinterher. Doch sowohl das 1:3 als auch das 4:8 und 8:10 glichen die Gäste aus. Dabei agierte das Bötel-Team im Angriffsspiel mit zusätzlicher Feldspielerin, drei Spielerinnen verschafften sich ihren Platz am Kreis. In der Defensive ging man dazu Mitte der ersten Halbzeit in eine 5:1-Deckung über. Nach 27 Minuten gelang es Pichlmeier den VfL wieder in Front zu bringen (12:10) - in die Halbzeitpause ging es aber mit einem Remis. "Leverkusen konnte wieder auf einige Spielerinnen mehr zurückgreifen und sie haben gezeigt, was für Qualität in ihnen steckt", sagte VfL-Coach Niels Bötel nach der Partie.

Obwohl Schwarzwald in der Halbzeitpause mehr Konzentration im Angriff angemahnt hatte, startete die zweite Hälfte erneut mit technischen Fehlern, sodass die Gäste aus Oldenburg mit zwei schnellen Toren optimal aus den Startlöchern kamen. Doch anschließend lief es für die Werkselfen endlich besser. Nachdem die Leverkusenerinnen mit einem Zwischenspurt auf 23:17 (42.) davonzogen, war eine Vorentscheidung gefallen.

"Über die Zeit war es schwer, die Konzentration hochzuhalten", resümiert Bötel. "Da bleibt es dann nicht aus, dass der eine oder andere Pass nicht dahingegangen ist, wo er hin sollte." Der Oldenburger Rückstand wuchs weiter an - und war am Ende nicht mehr aufzuholen. "Leverkusen hat am Ende verdient gewonnen", konstatierte der VfL-Coach.

"Den Vorsprung bringen wir bis zum Ende durch. Die Abwehrleistung war heute sensationell und Svenja Huber hat mit ihren zehn Feldtoren eine ganz starke Leistung geboten. Das gilt auch für Mia Zschocke, die schon das vierte Spiel in Folge in Abwehr und Angriff 60 Minuten durchgespielt hat. Großer Respekt für Mia, die uns leider verlässt, dass sie bis zum Ende alles für das Team gibt. Das macht eine große Spielerin aus", so Schwarzwald, dem mit Zoë Sprengers, Annefleur Bruggeman und Hildigunnur Einarsdottir endlich wieder mehr Alternativen als zuletzt zur Verfügung standen.

Die Saison schließen die Oldenburgerinnen mit 30:30 Punkten ab - ob der siebte Tabellenplatz, den die Huntestädterinnen derzeit noch inne haben, auch zum Ende noch Bestand hat, wird sich nach noch ausstehenden Nachholspielen der Konkurrenz aus Bensheim und Leverkusen feststehen. Für Niels Bötel gilt aber, unabhängig vom Tabellenplatz: "Wir können aber auch so stolz auf diese Saison sein."

Für Einarsdottir war es nicht nur wegen ihrer vier Tore ein gelungener Abschied aus Leverkusen. Die Kreisläuferin absolvierte ihr letztes Spiel im Trikot der Werkselfen, da sie in der kommenden Woche an einem Eignungstest für den Polizeidienst in Island teilnehmen wird und somit nicht für die beiden Partien gegen Bietigheim zur Verfügung stehen wird.

TSV Bayer 04 Leverkusen - VfL Oldenburg 32:26 (12:12)




Leverkusen: Fehr, Graovac; Thomaier (4), Hinkelmann, Sprengers (2), Zschocke (5), Kämpf (2), Bruggeman (3), Einarsdottir (4), Lopes (1), Huber (11/1), Krüger

Oldenburg: Renner, Reese; Fragge (5), Teiken (2), Reinemann (4), Weyers, Buhl, Pichlmeier (7/3), Kannegießer, Behrend (4), Knippert (4)

SR: Dinges/Schmack (Stutensee/Stuttgart)
Strafminuten: 8:2 (Hinkelmann, Kämpf, Bruggeman, Lopes - Reinemann)
Siebenmeter: 1/2 ; 3/4 (Huber scheitert an Reese/42. - Reinemann scheitert an Graovac/15.)

Spielfilm:
0:1 (2.), 3:1 (9.), 3:3 (10.), 4:4 (11.), 8:4 (15.), 8:8 (19.), 10:8 (23.), 10:12 (29.), 12:12 (HZ)
12:14 (32.), 14:14 (33.), 15:15 (35.), 17:15 (36.), 18:17 (38.), 23:17 (42.), 23:18 (42.), 25:19 (46.), 27:21 (49.), 27:23 (52.), 30:24 (57.), 32:26 (EN)