20.05.2021 19:10 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

Solingen unterliegt Berlin nach tollem Kampf

Melina Fabisch verletzte sich am Knie. Melina Fabisch verletzte sich am Knie.
Quelle: HSV Solingen-Gräfrath 76
Nach 14-tägiger Quarantäne war der HSV Solingen-Gräfrath gleich dreimal innerhalb von sechs Tagen gefordert. Zwei Tage nach dem 32:23-Erfolg gegen den HC Leipzig unterlag das Team von Trainerin bei den Füchsen in Berlin mit 26:32 (16:16). Dabei zeigten die Solingerinnen, die die Reise in die Hauptstadt ohne Mandy Reinartz, Merit Müller, Lisa Fahnenbruck und Laura Winkelhoch antreten mussten, eine kämpferisch starke Leistung

Die Gastgeberinnen kamen etwas besser in die Partie und führten schnell durch Lisanne Krujswijk und Anais Gouveia mit 2:0. Doch angetrieben von Torjägerin Vanessa Brandt und Allrounderin Cassy Nanfack drehte Solingen das Ergebnis und ging mit 6:3 in Führung, erhöhte durch einen Doppelschlag von Melina Fabisch sogar auf 8:4. Berlins Trainerin Susann Müller zog die grüne Karte und stellte insbesondere ihre Rückraumspielerinnen neu ein. Mit Erfolg: Nur drei Minuten benötigte der Favorit bis zum 8:8-Ausgleich.

Trainerin Kerstin Reckenthäler reagierte und nahm ihrerseits die Auszeit, stoppte den Berliner Lauf. Führung durch Nanfack, Ausgleich durch Tolic. Schrecksekunde für Solingen als Melina Fabisch sich das Knie verdrehte und mit starken Schmerzen vom Feld getragen werden musste. Doch auch das steckte der HSV (erst einmal) weg und hielt bis zum 14:14-Pausenstand die Begegnung offen.

Berlin nutzte die Solinger Schwächephase nach der Pause aus und zog schnell auf 18:14 davon. Die Gäste kämpften aufopferungsvoll, doch der Substanzverlust angesichts der Quarantäne-Pause und der dünnen Personaldecke war unverkennbar. Über 24:17 (45.) kamen die Füchse letztendlich zum 32:26-Erfolg.

Solingens Trainerin war dennoch nicht unzufrieden mit der Leistung ihrer Schützlinge: "Ich bin stolz auf meine Mannschaft, die bis zum Ende toll gekämpft hat. Jetzt müssen wir schnell wieder zu Kräften kommen, um am Samstag beim Saisonfinale in Freiburg zu bestehen." Eine MRT-Untersuchung im Wuppertaler Helios-Krankenhaus wird am Donnerstag nähere Aufklärung über die Schwere der Verletzung von Melina Fabisch bringen.