15.05.2021 18:16 Uhr - DHB-Pokal - jun

"Sehr konzentriert gespielt - ohne viel Schnickschnack": Die Stimmen zum zweiten Halbfinale beim OLYMP Final4

Markus Gaugisch steht mit Bietigheim im Finale. Markus Gaugisch steht mit Bietigheim im Finale.
Quelle: Michael Schmidt
Die SG BBM Bietigheim steht erneut im Finale um den DHB-Pokal. Im zweiten Halbfinale am Samstag setzte sich der Tabellenzweite der Handball-Bundesliga Frauen (HBF) mit 27:23 gegen die TuS Metzingen durch. Trainer Markus Gaugisch lobte auf der anschließenden Pressekonferenz die Leistung seiner Mannschaft, währen Edina Rott enttäuscht feststellte: "Wir hatten uns vorgenommen, Bietigheim zu ärgern, aber das hat nicht gereicht, um weiterzukommen."

Markus Gaugisch (Trainer SG BBM Bietigheim):
Wir haben vorne sehr konzentriert gespielt, ohne viel Schnickschnack. Wir haben das Spiel breit gemacht und versucht, unsere Stärken im Eins-gegen-Eins auszuspielen und das ist uns über weite Strecken des Spiels gut gelungen. Das war sicherlich ein Plus.

Auf der anderen Seite hatten wir uns vorgenommen, das Tempospiel von Metzingen zu unterbinden, was lange sehr gut funktioniert hat. Am Ende hat uns die Qualität von Silje Brøns Petersen in der zweiten und dritten Welle wahnsinnig Schwierigkeiten bereitet, weil sie diesen ersten Kontakt an der Deckung gewonnen hat. Insgesamt haben wir aber sehr wenig Gegenstoßtore kassiert und ihnen damit eine Stärke genommen.

In der Schlussphase könnten wir das Spiel schon zumachen, aber bringen einige glockenfreie Bälle nicht im Tor unter. Es war in dieser Phase wichtig, dass wir die Ruhe bewahrt haben; obwohl Metzingen auf zwei Tore herankam, aber wir haben trotzdem unsere Idee weitergespielt - und Amelie Berger hat dann das entscheidende Tor gemacht.

(Über die Favoritenrolle) Natürlich hatten wir sicherlich den Favoritenstatus, aber den hatte Blomberg im anderen Halbfinale auch - und sie sind damit nicht so hundertprozentig durchgekommen. Rosengarten ist eine Mannschaft, die wahnsinnig gefährlich ist. Jetzt ist wichtig, dass wir regenerieren - und dann freuen wir uns auf die Aufgabe. Und, bevor die Frage kommt: Natürlich sind wir auch im Finale in der Favoritenrolle, aber wir haben an Blomberg gesehen, was passieren kann. Ich mir daher sicher, dass wir hochkonzentriert in dieses Spiel gehen werden.

Edina Rott (Trainerin TuS Metzingen):
Wir haben uns vorgenommen, Bietigheim zu ärgern, aber das hat nicht gereicht, um weiterzukommen. In der ersten Halbzeit waren wir nervös und haben Chancen wie Siebenmeter oder freie Würfe vergeben, was gegen Bietigheim quasi doppelt zählt. Mitte der erste Halbzeit war dann auch eine Phase, in der wir keine Lösungen gefunden haben und sie dann ein paar Tore weggegangen sind. In der Abwehr haben wir die ganze Zeit versucht, gegenzuhalten, aber das hat uns viel Kraft gekostet. Wir haben gewusst, dass wir 60 Minuten eine Topleistung brauchen, aber das hat heute nicht funktioniert.

Amelie Berger (Spielerin SG BBM Bietigheim):
Ich war sehr froh, dass wir mit einem Puffer in die Halbzeit gehen konnten. Diese Plus-Vier-Tore haben uns sicherlich in der 40. bis 50 Minute so ein bisschen gerettet, weil sie dafür gesorgt haben, dass das Spiel nicht gekippt ist. Dass wir nur drei technische Fehler in der ersten Halbziet hatten, spricht dafür, dass wir super konsequent in die Aktionen reingegangen sind.

(Über die Favoritenrolle) Ein Pokal ist dafür da, um eigene Gesetze zu schreiben - und im ersten Halbfinale hat man gesehen, dass alles möglich ist. Ich bin froh, dass wir unsere Favoritenrolle gerecht geworden sind und freue mich auf das Spiel morgen gegen Rosengarten.

Laetitia Quist (Spielerin TuS Metzingen):
Wir haben es uns selbst schwer gemacht und vorne viele Bälle verloren. Wir wissen, dass so etwas gegen einen Gegner wie Bietigheim sofort bestraft wird - und so ist es dazu gekommen, dass wir dem Rückstand die ganze Zeit hinterhergelaufen sind. Wir haben trotzdem daran geglaubt und bis zum Ende gekämpft, sodass es noch einmal eng wurde. Da hätten wir den Sack zumachen und noch mehr in der Abwehr arbeiten müssen, aber das hat leider nicht so geklappt, wie wir es wollten.

Lena Degenhardt (Spielerin TuS Metzingen):
Wir waren oft dran, ich hatte immer das Gefühl, dass wir es vielleicht noch drehen können. Am Ende machen wir dann den ein oder anderen Fehler zu viel und Bietigheim bringt es dann eiskalt zu Ende. Wir haben gut gespielt, leider hat das nicht für das Finale gereicht.