15.05.2021 16:05 Uhr - DHB-Pokal - Felix Buß

Zweiter Finalist: SG BBM Bietigheim setzt sich im Pokalderby gegen Metzingen durch

Xenia Smits im Wurf. Xenia Smits im Wurf.
Quelle: Michael Schmidt
Im zweiten Halbfinale des OLYMP Final 4 wurde die Mannschaft gesucht, die am Sonntag um 17 Uhr (live Sport1) gegen HL Buchholz 08 Rosengarten das Endspiel um den DHB-Pokal bestreiten wird. Mit der TuS Metzingen und der SG BBM Bietigheim trafen vor leeren Rängen in der Stuttgarter Porsche-Arena zwei Lokalmatadoren und HBF-Topteams aufeinander. Bietigheim war dabei, nach geringer Anlaufzeit, oftmals einen Schritt schneller und zieht mit dem 27:23 (15:11)-Sieg ins Endspiel ein.

Metzingen hatte Anwurf und ging im Rückraum mit Katarina Pandza, Silje Brøns Petersen und Maren Weigel ans Werk. Auf Bietigheimer Seite bildeten Kim Naidzinavicius, Xenia Smits und Karolina Kudłacz-Gloc die Rückraumreihe. Tamara Haggerty und Danick Snelder wurden in den ersten Siebenen am Kreis eingesetzt. Nicole Roth und Valentyna Salamakha ließen sich alsbald die ersten Paraden notieren. Roth startete etwas besser, drei Reflexe ermöglichten Pandza das 3:1 (6.).

Ab der zehnten Spielminute konnte Bietigheim das Timing in den Aktionen sichtlich verbessern. Naidzinavicius verkürzte zunächst auf 4:3, Kudłacz-Gloc konterte zum 5:4, ehe Weigelt den nächsten von der TuS verlorenen Ball zurück erkämpfte. Während Pandza nach einem Schlag von Schulze behandelt werden musste, setzte sich der Abwärtstrend bei Metzingen fort. Die SG BBM nutzte die meisten gegnerischen Fehler. Naidzinavicius und Smits drehten die Führung beim 6:7 (14.).

Bietigheim ließ sich mit der soliden Deckung auch von einer Metzinger Auszeit nicht aufhalten. Lauenroth konterte nach 22 Minuten zum 8:12, der ersten Vier-Tore-Führung. Die TusSies fanden kaum mehr Lücken und liefen sich häufig fest. Nach 24 Minuten schaffte es Degenhardt einmal schnell vor das Bietigheimer Tor und erkämpfte einen Siebenmeter, den Zapf aber an Salamakha vergab. Etwas später, quasi mit dem Halbzeit-Pfiff, verzeichnete die SG-Torhüterin ihre achte Parade.

Beim Stand von 11:15, aus Metzinger Sicht, ging es in den zweiten Durchgang. Am Kräfteverhältnis änderte sich zunächst wenig, Bietigheim schien weiterhin oftmals einen Schritt schneller auf den Beinen zu sein. Naidzinavicius traf beim 13:17 (34.) schon zum siebten Mal und schien den klaren Bietigheimer Vorsprung allmählich zu zementieren. Einige Zeit nach dem 14:19 (38.) war dann eine SG-Auszeit fällig. Treffer von Pandza und Petersen setzten Bietigheim beim 19:22 (45.) unter Druck.

Mit einem 4:2-Lauf binnen fünf Minuten hatte Metzingen das Schluss-Drittel eingeläutet und wirkte jetzt positiver gestimmt, vielleicht auch, weil mit Pandza, nach etlichen Fehlversuchen, eine sichere Siebenmeter-Schützin gefunden war. Bietigheim, das beim 20:25 abermals mit fünf Toren vorne lag, gab Naidzinavicius eine Pause, und Anna Loerper kam in ihrem drittletzten Spiel zum Einsatz. Nochmals brach eine Phase an, in der die TuS Metzingen, Pandza und Roth vorneweg, aufdrehte.

Als Pandza auf 23:25 (54.) verkürzte und Roth zum dritten Mal in Serie parierte, kehrte nochmals Spannung ins zweite Halbfinale ein. Erneut musste Bietigheim mehrere Minuten auf einen Treffer warten, ehe Amelie Berger beim 23:26 (56.) den Bann brach. Die SG-Spielerinnen hatte, wohl im Gefühl des sicheren Sieges, recht früh etwas die Zügel schleifen lassen. Dann war es Anna Loerper, die mit ihrem Wurf zum 23:27 in der Schlussminute die Fronten klärte. Bietigheim steht im Finale.

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