06.05.2021 17:13 Uhr - 1. Bundesliga - red mit Material Vereine

Buxtehude feiert Pflichtsieg gegen Kurpfalz Bären - Leun: "Mit 20 Gegentoren bin ich sehr zufrieden"

Lone Fischer ist mit ihrem 292. Bundesliga-Spiel nun Rekordhalterin des BSV.Lone Fischer ist mit ihrem 292. Bundesliga-Spiel nun Rekordhalterin des BSV.
Quelle: Stefan Michaelis
Der Buxtehuder SV hat das Auswärtsspiel bei den Kurpfalz Bären erwartungsgemäß gewonnen. Beim Schlusslicht setzte sich das Team deutlich mit 29:20 durch. Kapitänin Lone Fischer absolvierte ihr 292. Bundesliga-Spiel und ist jetzt BSV-Rekordspielerin. Bereits am Sonntag steht die nächste Auswärtspartie an. Dann ist der BSV im Nord-Derby zu Gast beim VfL Oldenburg.

Von Beginn an profitierte der BSV von der offensiven Spielweise der Gäste. Die Kurpfalz Bären spielten durchgehend mit der siebten Feldspielerin. Ohne Torhüterin bei den Gastgeberinnen konnte der BSV nach Ballgewinnen leichte Tore erzielen. Allein Meret Ossenkopp, die alle ihre sieben Treffer im ersten Durchgang warf, profitierte dreimal vom leeren Tor. Aber auch wenn die Torfrau der Kurpfalz Bären rechtzeitig zurück war, kamen die Gäste per Tempogegenstoß zu Torerfolgen. Zudem verwandelte Lone Fischer in ihrem 292. Bundesliga-Spiel für den BSV, mit dem sie jetzt alleinige Rekordspielerin des Vereins ist, zwei Siebenmeter.

Auf der Anzeigetafel machte sich das Umschaltspiel des BSV allerdings erst nach einer Viertelstunde bemerkbar. Die Defensive der Gäste stand besser und provozierte weitere Ballverluste des Gegners. Die zwischenzeitliche 9:8-Führung wuchs innerhalb von sechs Minuten auf 14:8 an(22.). Nach einer kurzen Schwächephase verkürzte Ketsch auf 13:16. Mit zwei Toren in Folge sorgte Lynn Schneider mit dem 18:13-Pausenstand wieder für den alten Abstand.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit war bei den Gastgeberinnen Johanna Wiethoff stark, die durch ihre zahlreichen Paraden dafür sorgte, dass Buxtehude erst nach über fünf Minuten zu ihrem ersten Treffer kam. Die Bären hatten zu diesem Zeitpunkt eine gute Phase und konnten auf 16:19 in der 38. Minute anschließen. Christina Völker, aufgerückt von den Juniorbären, erzielte gleich zwei Treffer in ihrem ersten Spiel in der 1. Bundesliga. Auch Katja Hinzmann trug sich erstmals nach ihrer Fingerverletzung in die Torschützenliste ein.

Im zweiten Abschnitt hatten beide Mannschaften anfangs Probleme im Angriff. Buxtehude verwarf mehrere klare Torchancen. Auch die Kurpfalz Bären fanden kein Durchkommen. Es dauerte beinahe sechs Minuten, ehe Ketschs Cara Reuthal per Siebenmeter das erste Tor der Halbzeit warf. Nach einem weiteren Tor der Gastgeberinnen nahm BSV-Trainer Dirk Leun deshalb eine Auszeit.

Nach sieben schier endlosen Minuten brach Liv Süchting den Torbann. Auch für die nächsten beiden BSV-Tore war sie verantwortlich. Doch offensiv war nun ein Bruch im Spiel. Es kam kein Spielrhythmus zustande. Dies war aber nicht weiter von Bedeutung, dass Ketsch ebenfalls Probleme hatte und mehrere Bälle völlig unbedrängt ins Seitenaus warf oder an einer immer stärkeren Katharina Filter (zwölf Paraden) scheiterte. Nach 17 gespielten Minuten in Halbzeit zwei stand es somit 21:16 für den BSV, was ein 3:3 nach dem Seitenwechsel bedeute.

In der Schlussphase konnte der Vorsprung noch ein wenig ausgebaut. Den letzten BSV-Treffer erzielte Rechtsaußen Luisa Scherer zum 29:19, ehe Ketschs Cara Reuthal per Siebenmeter den 29:20-Endstand erzielte. Beim BSV durfte Linksaußen Madita Probst in den letzten Minuten erste Einsatzzeiten in der Bundesliga sammeln. Der BSV überholte dank des Erfolges Leverkusen und belegt nun Rang neun.

BSV-Trainer Dirk Leun sagte nach dem Spiel: "Mit neun Toren Unterschied ist es ein klarer Sieg. Mit 20 Gegentoren bin ich sehr zufrieden, auch wenn wir noch mehr Tore hätten werfen können. Es war eine gute Leistung, wir haben auf alle taktischen Varianten vom Gegner Lösungen gehabt. Kathi hat sich in der zweiten Halbzeit auch gesteigert und die Bälle von außen gehalten."

"In der ersten Halbzeit haben wir zudem kein Ball auf das leere Tor verworfen und sind mit einer klaren Führung in die Pause gegangen, dass ist in unserer Situation nicht selbstverständlich. Jetzt müssen wir regenerieren und haben dann zwei Tage Zeit, um uns auf Oldenburg vorzubereiten", so Leun weiter.