03.05.2021 13:25 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

Werder Bremen erkämpft sich Auswärtspunkt beim HC Leipzig

Naomi Conze erzielte den AusgleichstrefferNaomi Conze erzielte den Ausgleichstreffer
Quelle: Hansepixx, SVW
In einem hart umkämpften Spiel sichern sich die Werder-Handballerinnen mit dem letzten Wurf des Spiels einen Punkt beim HC Leipzig. Über weite Strecken des Spiels hatte Leipzig die Nase vorne, doch, Werder zeigte Kampfgeist und macht sich so mit einem 26:26-Unentschieden auf die Heimreise.

"Es fühlt sich aktuell tatsächlich wie ein verlorenes Spiel an. Ich denke das wir uns nach anfänglichen Problemen gegen eine gute Bremer Mannschaft sehr gut durchsetzen konnten. Ein großes Kompliment gilt dabei unserer Deckungsarbeit sowie unserem Angriffsspiel, welches mit zunehmender Spieldauer immer besser funktioniert hat", bilanzierte Leipzigs Coach Fabian Kunze.

Die Anfangsphase der Partie gehörte dem SV Werder, mit 4:1 (8.) lagen die Grün-Weißen vorne und hätten die Führung sogar noch ausbauen können. Doch es war wie von Werder-Trainer Robert Nijdam vor dem Spiel schon befürchtet ein sehr zerfahrenes Spiel, in dem die Gastgeberinnen immer besser ins Spiel fanden und die Fehler des SV Werder bestraften. Beim 6:6 (13.) kam Leipzig durch einen verwandelten Siebenmeter von Laura Majer zum Ausgleich.

Bremen blieb bis zum 8:9 (21.) dran, danach folgten aber fünf Minuten ohne eigenen Treffer und Werder geriet mit 8:12 in Hintertreffen. Zur Pause hieß es dann 11:14 aus Bremer-Sicht, die sich das Leben häufig selbst schwer machten. Nach der Pause legte Leipzig direkt zwei Tore nach. Die Werder-Damen taten sich im Angriff weiterhin schwer und scheiterten ein ums andere Mal an der stark aufspielenden Anja Kreitczick im HCL Tor.

"Wir gehen verdient auf +5, auch Anja Kreitczick macht das gut im Tor. Auch unser Innenblock bestehend aus Nina Reißberg und Stefanie Hummel funktionierte heute sehr gut. Da haben wir gut gearbeitet. Nach vorn hatten wir leider etwas zu oft das ´Wurfpech´ und haben die gegnerische Torhüterin zu oft angeworfen", so Kunze und ergänzt: "Dazu kriegen wir insgesamt zu viele Siebenmeter gegen uns, da unsere Abwehr oft den ´berühmten Schritt´ zu spät kommt."

Nach dem 15:21 (41.) konnte Bremen durch drei schnelle Treffer in Folge auf 18:21 (43.) verkürzen. Zunächst baute Leipzig die Führung wieder aus, doch Bremen blieb bissig und verkürzte beim 22:24 (54.) auf zwei Treffer. Leipzig schien nun nervös zu werden, leistete sich einen einfachen Ballverlust und Naomi Conze konnte in das leere Tor zum 23:24-Anschlusstreffer einwerfen.

In der Schlussphase hatten beide Mannschaft die Chancen auf einen entscheidenden Treffer, doch beide Teams scheiterten im Abschluss. Beim Stand von 25:26 in der letzten Spielminute, verteidigte Bremen clever und hatte so noch die Chance auf den Ausgleich. Denise Engelke fand die Lücke in der HCL-Deckung, wurde aber hart angegangen und so blieb Werder drei Sekunden vor dem Ende nur noch ein Freiwurf. Diesen verwandelte Naomi Conze mit der Schlusssirene zum umjubelten 26:26-Endstand.

"Leider machen wir in der Schlussphase zu viele individuelle Fehler nach vorn und sind in der Abwehr eben diesen Schritt zu spät am Gegner, sodass wir leider unglücklich noch den Ausgleich mit der Schlusssirene bekommen", so Kunze. Werder-Coach Robert Nijdam lobte nach dem Spiel die mentale Stärke seiner Mannschaft: "Es war kein gutes Spiel von beiden Mannschaften. Man hat gesehen, dass der Rhythmus fehlte, aber meine Mannschaft hat klasse gekämpft. Wir haben uns nicht aufgegeben und so einen ganz wichtigen Punkt geholt."

"Im Vergleich zum Hinspiel im Januar hat das gesamte Team aber eine deutliche Steigerung hingelegt. Dass es am Ende ´nur´ zu einem Unentschieden reicht, ist bitter, auch wenn viele andere Teams in der 2. Handball-Bundesliga froh wären, wenn sie gegen Bremen unentschieden spielen würden", so Kunze abschließend.