30.04.2021 08:58 Uhr - 2. Bundesliga - PM SG 09 Kirchhof

Kirchhof in Harrislee zum Siegen verurteilt: "Wir müssen brennen"

Ida EvjenIda Evjen
Quelle: Dirk Krug, SG09
Jetzt helfen nur noch Siege. Siege, um zunächst zumindest den Relegationsplatz zu sichern. Siege, um vielleicht doch noch direkt den Klassenerhalt zu sichern. Denn im Abstiegskampf der 2. Handball-Bundesliga der Frauen hat der TVB Wuppertal (spielt am Samstag bei Absteiger Freiburg) nach dem 22:21-Coup gegen Lintfort die besseren Karten gegenüber der SG 09 Kirchhof. Am Samstag (17.30 Uhr) ist das Team von Trainer Martin Denk beim TSV Nord Harrislee gefordert.

In der Holmberghalle an der deutsch-dänischen Grenze, in der für Kirchhof bislang noch nie etwas zu holen war. 23:34, 30:35, 27:28 und 19:30 endeten die Vergleiche in der 2. Bundesliga seit 2012. "Wir müssen von der ersten Minute an brennen. Und dann 60 Minuten Gas geben, nicht nur 45 oder 50", betont Denk, dessen Mannschaft es beim 31:25 gegen Freiburg nach zwischenzeitlicher Zwölf-Tore-Führung verpasste, etwas für die Tordifferenz zu tun. Und die zählt bei Punktgleichstand am Ende vor dem direkten Vergleich.

Immerhin: Als Stimmungsaufheller taugte der jüngste Erfolg gleichwohl. "Jeder hat verstanden, um was es geht", sagt der Coach, dem das gleiche Personal zur Verfügung steht wie vor zwei Wochen. Klara Schlegel fehlt wohl erneut, weil sie von ihrem Stammverein Thüringer HC gebraucht wird. Die Außen Hannah Kamp (Innenband) und Katharina Hufschmidt (Handgelenk) sind raus für diese Saison. Rückhalt Nela Zuzic (ebenfalls Innenband) ist frühestens in der Relegation wieder eine Option.

Um so wichtiger wäre für die SG 09, dass Frederikke Siggaard ihre prächtige Form als Bewerbungsschreiben für ihren künftigen Verein konservieren kann. Denn der dänischen Torfrau steht Nahe ihrer Heimat eine große Aufgabe bevor. Mit Lotta Woch (129/37-Tore), die sich nach der Saison Erstligist Frisch Auf Göppingen anschließt, und Top-Talent Madita Karlotta Jeß (155/33) ragen zwei treffsichere Rückraumspielerinnen aus einem stabilen Kollektiv heraus. Das Duo ist zudem wichtig in der knallharten 6:0-Deckung vor der sicheren Torfrau Sophie Fasold.

Und die Nordfrauen haben nichts zu verschenken. "Wir nehmen das Spiel sehr ernst. Wir wollen beweisen, dass die zwischenzeitlichen acht Siege in Serie unser wahres Gesicht sind und nicht die fünf Niederlagen zuletzt", sagt Trainer Olaf Rogge. Innerhalb dieses Super-Laufs waren auch das 25:20 in Melsungen und das 27:24 in Berlin. Bemerkenswert, weil lange fünf Spielerinnen verletzt fehlten. Darunter mit Kreuzbandriss Linksaußen Milena Natusch, Rückraumkraft Jane Andresen und Kreisläuferin Hanna Klingenburg.

Das Patentrezept von Coach Rogge, der von Sylt aus zu den Spielen und drei Trainingseinheiten pro Woche pendelt? "Siege. Nichts ist besser als Erfolg, um Widrigkeiten trotzen zu können." Da wird ihm in Kirchhof niemand wiedersprechen.

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