18.04.2021 16:21 Uhr - 2. Bundesliga - chs mit Vanessa Frey - Kreiszeitung Böblingen

SG H2Ku Herrenberg "einfach eine Nummer zu groß" für Rödertalbienen

Emilia RongeEmilia Ronge
Quelle: Harald Seifert, HCR
Gegen den Tabellendritten SG H2Ku Herrenberg überzeugten die Bienen nur in den ersten 20 Minuten. Am Ende gab es an einem rabenschwarzen Tag ein deutliches 18:30 (8:13). Lediglich die beiden Torfrauen Ann Rammer und Ronja Nühse zeigten starke Leistungen und verhinderten ein schlimmeres Ergebnis.

"Aus diesem Grund und auch wegen der Art und Weise, wie wir dieses Spiel gewonnen haben, freuen wir uns natürlich sehr", erklärte Kuties-Trainer Mike Leibssle der Kreiszeitung Böblingen angesichts der drei Ausfälle von Stammkräften. "Alle Feldspielerinnen haben sich in die Torschützenliste eingetragen, eine super Teamleistung."

"Um ehrlich zu sein, war Herrenberg trotz ihrer Ausfälle heute einfach eine Nummer zu groß für uns. Ich bin mit unserer Deckung noch zufriedener als mit dem Angriff", bilanzierte HCR-Trainerin Egle Kalinauskaite und ergänzte in einer Vereinsmitteilung: "Wir hatten uns vorgenommen, die Deckungsmitte dichtzumachen und das ist uns über weite Strecken auch gelungen. Im Angriff waren es einfach zu viele Fehler, wodurch wir uns dann einfache Konter-Tore einfingen."

Die Rödertalbienen erwischten einen Auftakt nach Maß, bedingt durch die Paraden von Torhüterin Ann Rammer konnten die Gäste die ersten drei Treffer setzen und vor allem Lisa Loehnig und Marlene Böttcher waren Aktivposten. Durch Fehler des HCR kamen die "Kuties ins Spiel und glichen schnell zum 3:3 aus. "Wir haben zu viele Chancen liegen lassen", haderte Mike Leibssle mit dem einzigen großen Manko seiner Schützlinge an diesem Abend. "Das war teilweise zu fahrlässig und muss in Zukunft definitiv besser werden."

Die Gäste fingen sich aber wieder und legten weiter vor. Herrenbergs Trainer Mike Leibssle nahm beim 3:5 seine erste Auszeit und mit einem 3:0-Lauf zum 7:6 waren die Hausherrinnen beim 7:6 erstmals in der Vorlage. Nach Ronges Ausgleich mussten die Bienen aber abreißen lassen, Herrenberg nutzte konsequent seine Chancen und löste sich zum 11:7 und letztlich dem 13:8-Halbzeitstand.

Der HCR blieb aber auch in Halbzeit zwei weiterhin viel zu fehleranfällig, die Kuties rückten mit fünf weiteren Toren in Serie beim 18:9 die Kräfteverhältnisse endgültig zurecht. Einzig nennenswerte Aktion auf der Seite der Bienen war ein weiterer parierter Siebenmeter von Ronja Nühse, welche nun zwischen den Pfosten stand. "Ein sensationeller Start unserseits", war auch der Coach begeistert. "Wir hatten Rödertal in der Abwehr voll im Griff, auch nach vielen Wechseln kam kaum ein Bruch in unser Spiel."

Marie-Christin Beddies markierte mit ihrem siebten Treffer das 26:12 (49.). Die quirlige Rückraum-Mitte war an diesem Abend die beste Torschützin ihres Teams und bekam von ihrem Coach ein Sonderlob: "Marie hat ein überragendes Spiel abgeliefert und gute Entscheidungen getroffen." Auch ihre Mitspielerinnen ließen im weiteren Verlauf der zweiten Hälfte nicht abreißen und blieben auf allen Positionen souverän. Verletzung von Annika Blanke bereitet sorgen.

Auch in der Folgezeit änderte sich an der Dominanz der Württembergerinnen nichts, beim 21:10 (41.) war die Partie praktisch entschieden. Den Rödertalbienen gelang zwischenzeitlich immer etwas Ergebniskosmetik wie beim dem Drei-Tore-Lauf zum 26:15.

Kleiner Wermutstropfen war in der Schlussphase eine Verletzung von Annika Blanke, die fortan mit Problemen an der Wurfarmschulter nicht mehr eingreifen konnte. "Hoffentlich ist es nicht Schlimmes", so Mike Leibssle mit einem bangen Blick auf seine ohnehin schon angewachsene Verletztenliste.