12.04.2021 17:51 Uhr - 2. Bundesliga - PM TSV, red

BSV Sachsen Zwickau eine Nummer zu groß: TSV Nord Harrislee verliert gegen Tabellenführer

Lena Hausherr (hier auf einem Archivbild) traf neunmal für den BSV Sachsen-Zwickau. Lena Hausherr (hier auf einem Archivbild) traf neunmal für den BSV Sachsen-Zwickau.
Quelle: Marko Unger, BSV
Eine mehr als respektable Leistung zeigten der TSV Nord Harrislee bei ihrem Heimspiel gegen den BSV Sachsen Zwickau. Am Ende reichte es beim 24:27 nicht zum Punktgewinn aber Trainer und Mannschaft der "Nordfrauen" waren mehr als stolz auf das starke Spiel und die Paroli, die sie dem Tabellenführer aus Zwickau bieten konnten. Mit der Niederlage des Tabellenzweiten Füchse Berlin haben die Zwickauerinnen jetzt vier Punkte Vorsprung auf die Verfolgerinnen.

Katharina Rahn und Ronja Lauf fehlten den Nordfrauen zusätzlich zu den langzeitverletzten Spielerinnen. Dementsprechend schmal waren die Alternativen auf der Bank, welche der Nord-Coach Olaf Rogge zur Verfügung hatte. Daher spielten die Nordfrauen, bis auf wenige Wechsel, mit der gleichen Formation das Spiel durch. Der Gast konnte eine volle Bank aufbieten und somit aus dem Vollen schöpfen.

Der TSV Nord Harrislee startete gut in das Spiel. Im ersten Durchgang dominierten sie die Begegnung und lagen nahezu immer in Führung. Im Hinterkopf war wohl noch die mäßige erste Halbzeit des Hinspiels. Deutlich besser traten die Nordfrauen nun bei der Partie in Harrislee auf. Über 4:2 und 5:3 gelang Madita Jeß beim 7:4 der erste 3-Tore-Vorspung im Spiel.



Eine Zeitstrafe beim Stand von 11:8 für Madita Jeß und wenig später auch für Leonie Mettner ließen die Gäste auch Zwickau wieder herankommen und gar zum 11:11 ausgleichen. Bis zur Halbzeit zeigten die Nordfrauen aber noch einmal einen starken Schlussspurt. So ging es mit einer Führung von 15:13 in die Pause. Die Gäste vom BSV Sachsen Zwickau zeigten sich beeindruckt von der Leistung des TSV Nord Harrislee. Ob die Körner allerdings 60 Minuten ausreichen sollten, zeigte sich im zweiten Durchgang.

Da der Gästecoach Norman Rentschler seine breite Bank nutzte und munter durchwechselte, konnten seine Spielerinnen Kräfte sparen. Das schlug sich in der zweiten Halbzeit dann auch zu Gunsten von Zwickau nieder. Erst in der 12. Spielminute des zweiten Durchgangs erzielten die Nordfrauen nach Wiederanpfiff ihren ersten Treffer.

Bis dahin hatte Zwickau das Torewerfen aber nicht eingestellt und so war es der Anschlusstreffer zum 16:19 für die Nordfrauen. Mühsam aber effektiv kämpften sich die Nordfrauen in diesem körperlich intensiven Spiel wieder heran. Lotta Woch verkürzte von der Strafwurflinie in der 52. Minute zum 20:21. Am Ende setzte sich der Aufstiegsaspirant aus Sachsen aber durch und entführte beim 24:27 beide Punkte aus Harrislee.



"Wir sind nicht von vorne weg davongezogen. Da hat uns vielleicht auch ab und an das Spielglück gefehlt. Aber wir haben uns gegen eine individuell sehr interessant besetzte Mannschaft zurückgekämpft und gut und routiniert gespielt", wird BSV-Trainer Norman Rentsch in der Freien Presse zitiert.

Aber auch sein Gegenüber, Olaf Rogge, war mit dem Spiel zufrieden. "Es gibt Spiele, da machen selbst Niederlagen ein bisschen Spaß", wird TSV-Coach Olaf Rogge in der FlensborgAvis zitiert. "Ich kann nur stolz auf meine Mannschaft sein. Wir haben mit Herz, Wille und Leidenschaft gespielt. Zudem ist viel von dem geglückt, was wir uns vorgenommen haben. Dass sie eine solche Leistung gegen Zwickau gezeigt haben, dafür kann ich meinen Spielerinnen nur Respekt zollen. Es ist einfach eine tolle Mannschaft, die ich trainieren darf."

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