08.04.2021 10:13 Uhr - 1. Bundesliga - PM HAL, red

SV Union Halle-Neustadt: Laura Winkler beendet Karriere

Laura Winkler (am Ball) hängt die Handballschuhe an den Nagel.Laura Winkler (am Ball) hängt die Handballschuhe an den Nagel.
Quelle: Detlev Keller, SV Union
Laura Winkler legt den Handball zum Ende der Saison zur Seite. Die 24-jährige Rückraumspielerin, welche vor sechs Jahren vom HSV Magdeburg zum SV Union Halle-Neustadt gewechselt ist, wird daher den Bundesligisten verlassen. "Die Corona-Pandemie und das Spielen ohne Zuschauer, die geringen Einsatzzeiten und der Wunsch nach mehr Zeit für Freunde, Familie und Studium sind die Gründe für diesen Schritt", so die gebürtige Magdeburgerin. Mit den Wildcats erlebte sie viel.

Zwei Aufstiege in die 1. Bundesliga sowie die Teilnahme am Olymp Final Four im Jahr 2019 zählen zu den Höhepunkten ihrer Handballkarriere. Neben dem Handball machte sie eine Ausbildung zur Industriekauffrau und hängte anschließend ein Studium dran. Bei dieser Parallelbelastung musste man vieles hintenanstellen, für das sie sich jetzt mehr Zeit nehmen möchte. "Ausdrücklich möchte ich mich bei meiner Familie und bei meiner Mannschaft bedanken, die mich in den letzten Jahren immer unterstützt und begleitet haben".

Bitter ist die Diagnose, welche zu Wochenbeginn von der medizinischen Abteilung gestellt wurde. Nach einer MRT-Untersuchung wurde im rechten Daumen festgestellt, dass das Seitenband und die Kapsel gerissen sind. Für die 1,79 Meter große Spielerin ist damit die Saison beendet, da mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Operation droht. Für den SV Union Halle-Neustadt ist das somit der vierte Saisonausfall.

"Wir als Mannschaft und auch ich bin superstolz darauf, dass wir den Klassenerhalt fast geschafft haben. Wir haben noch sechs Spiele zu spielen und haben unser Ziel bereits erreicht. Das uns dies gelingt in einer Saison ohne Unterstützung der Zuschauer auf den Rängen war so nicht zu erwarten", sagt Winkler.

Die 24-Jährige ergänzt: "Ich werde definitiv, wenn es wieder erlaubt, ist Spiele von den Wildcats besuchen und dann von der Tribüne den Verein und die Mannschaft unterstützen."