29.03.2021 14:58 Uhr - 2. Bundesliga - PM Freiburg, red

Red Sparrows Freiburg reicht gegen Spreefüxxe Berlin "ein sehr gutes Spiel" nicht um zu punkten

Angelika MakelkoAngelika Makelko
Quelle: Red Sparrows Freiburg
Die HSG Freiburg bleibt weiterhin Schlusslicht der 2. Handball Bundesliga Frauen. Die Breisgauerinnen unterlagen vor heimischer Kulisse den Spreefüxxen Berlin mit 20:25 (11:13). Der Hauptstadtklub bleibt damit Tabellenzweiter des Unterhauses und auf dem Relegationsrang.

Wenn der Tabellenletzte und der Tabellenzweite aufeinandertreffen, ist die Favoritenrolle klar verteilt und so waren die Sieghoffnungen bei den Red Sparrows der HSG Freiburg dementsprechend gering im Vorfeld der Partie. Nach einer schlechten Leistung bei der 19:33-Auswärtsniederlage in Lintfort war der Fokus für diese Partie vor allem auf die Leistungssteigerung gelegt. Diese gelang den Freiburgerinnen hervorragend. Gegen die favorisierten "Spreefüxxe" blieben die Red Sparrows, trotz permanenten Rückstandes von ein bis zwei Toren, bis zum Ende des Spiels in Schlagdistanz und hielten die Partie sehr lange offen.

Der Schlüssel dazu war vor allem die herausragende Leistung in der Defensive, welche die offensivstarken Berlinerinnen immer wieder entschlossen stoppen konnte, und an Torhüterin Svenja Wunsch, die mit elf Paraden eine ihrer besten Saisonleistungen zeigte. "Wir haben couragiert verteidigt und hatten mit Svenja Wunsch in vielen Phasen einen sehr guten Rückhalt!", lobte Trainer Ralf Wiggenhauser sein Team.

Der starken Abwehr stand die mit 20 Toren eher ungefährliche Freiburger Offensive entgegen, was auch der starken Berliner Defensive und Torhüterin Sofie Svarrer Hansen, die vor allem über die Außen kurzzeitig unbezwingbar schien, geschuldet war. Den Bann brechen konnte die herausragend spielende Simone Falk.

Normalerweise auf Linksaußen agierend, war sie heute auf ungewohnter Position als Rechtsaußen aufgestellt und spielte wie losgelöst. Mit 7 Toren war sie die beste Werferin des Abends und zeigte dazu vom Siebenmeter starke Nerven. Das Highlight des Abends war sicherlich ihr Siebenmeter zum 19:20 in der 50. Spielminute, welchen sie frech an den Füßen der Torhüterin vorbeidrehte.

Obwohl sie damit auf ein Tor herankamen, gelang es den Freiburgerinnen in der Schlussphase jedoch nicht, das Spiel auszugleichen. Eine aus einer 2-Minuten-Zeitsrafe gegen Christiane Baum (1) resultierende Überzahl nutzten die Füchse Berlin eiskalt aus, trafen zwei Mal ins leere Tor der Red Sparrows, die am Ende nochmal alles in die Waagschale warfen, und setzten sich auf 23:19 ab. Am Ende verlor die Mannschaft von Trainer Ralf Wiggenhauser trotz eines sehr couragierten Auftritts mit 20:25.

"Es war ein sehr gutes Spiel von uns, welches mit Sicherheit nicht mit fünf Toren Unterscheid hätte ausgehen dürfen. Wir haben gegen einen individuell starken Gegner eine sehr gute Leistung gezeigt und es war bis kurz vor Schluss spannend. Insgesamt einfach eine sehr ansprechende Leistung, vor allem in der Abwehr und eine sehr gute Leistung von Simone Falk auf ungewohnter Position", fasste Wiggenhauser das Spiel zusammen und fügte hinzu: "Es ist halt dann die Frage, warum wir gegen die Topteams immer so spielen und diese Leistung nicht gegen die Mannschaften bringen, die in unserer Tabellenregion unterwegs sind."