29.03.2021 15:45 Uhr - 2. Bundesliga - PM Harrislee mit Kreiszeitung Böblingen

SG H2Ku Herrenberg festigt dritten Platz, Nord Harrislee verliert knapp

Aylin Bok setzte sich mit den Kuties knapp durchAylin Bok setzte sich mit den Kuties knapp durch
Quelle: Tobias Baur, H2Ku
Eine starke Leistung legten die Nordfrauen des TSV Nord Harrislee bei der SG H2Ku Herrenberg hin. Am Ende wurde dieser couragierte Auftritt aber nicht mit Punkten belohnt. Die Gastgeberinnen bejubelten am Ende ein knappes 30:29 und festigten ihre Position im Aufstiegskampf.

"Wie zuletzt in Waiblingen lagen wir zu keinem Zeitpunkt in Rückstand", betonte Kuties-Trainer Mike Leibssle gegenüber der Kreiszeitung Böblingen und ergänzte. "Zwar hatten wir in der Abwehr vermehrt Probleme und keinen Zugriff, dennoch steht dem auch eine super Angriffsleistung gegenüber, und am Ende zählen nur die zwei Punkte."

Besser in die Partie fanden die Gastgeberinnen. Das 4:1 in der 5. Spielminute schien die Nordfrauen wachgerüttelt zu haben. Mit viel Druck auf die gegnerische Abwehr wurden die Angriffe durchgeführt. Und die im letzten Spiel bemängelten zahlreichen technischen Fehler konnten minimiert werden. Das war eine gute Grundlage, um in Herrenberg bestehen zu können. Die Nordfrauen waren von den unterschiedlichen Positionen torgefährlich und damit wenig ausrechenbar.

Das 8:8 in der 14. Spielminute durch Sophia Frauenschuh war auch die Konsequenz einer kompakten Abwehrleistung. Dann legte Herrenberg wieder vor. Die Nordfrauen hielten jedoch den Anschluss. Über 11:9, 13:11 und 15:13 konnte sich Herrenberg nicht entscheidend absetzen. Mit einem starken Schlussspurt im ersten Durchgang stellten die Nordfrauen auf 18:17 zur Pause und blieben somit in Schlagdistanz.

"In der Kabine haben wir dann nochmals die Probleme in der Abwehr angesprochen", erklärte Leibssle seine Ansprache. "Mit der eigenen Trefferquote konnten wir durchaus zufrieden sein, doch defensiv wollten wir dem Gegner den Schwung nehmen."

Den letzten Treffer erzielte Madita Jeß von der Siebenmeterlinie mit einem ihrer 11 Tore in der Partie. Beim TSV Nord Harrislee stimmte die Angriffseffektivität. 18 Gegentreffer im ersten Durchgang waren jedoch verhältnismäßig viele Gegentore. Gleichen Blickwinkel auf die eigenen Schwachstellen dürften auch die Gastgeberinnen der SG H2Ku Herrenberg gehabt haben. Zumindest deutet darauf die torärmere zweite Halbzeit hin, die dann folgen sollte.

Nach Wiederanpfiff dann das gewohnte Bild: Herrenberg legte zum 20:17 ein kleines Polster zwischen sich und die Nordfrauen. Es folgte die Aufholjagd und der TSV Nord stellte den 21:21 Gleichstand her. Es sollte das letzte Unentschieden im Spiel bleiben, auch wenn die Nordfrauen in Überzahl erstmals die Chance hatten selbst in Führung zu gehen. Die ein oder andere ungenutzte Möglichkeit im Angriff des TSV Nord leitete den kleinen Zwischenspurt der Herrenbergerinnen ein.

Bis zum 28:25 in der 51. Spielminute verteidigten sie ihren Vorsprung von zwei bis drei Treffern. Zwei Treffer von Madita Jeß ließen zum 28:27 in der 56. Spielminute noch einmal Hoffnung bei den Nordfrauen aufkeimen. Am Ende hielt die SG H2Ku Herrenberg den knappen Vorsprung und sicherten sich einen 30:29-Sieg.

"Ein sehr intensiv geführtes Spiel", resümierte Mike Leibssle. "Leider haben wir in der Abwehr nicht den nötigen Zugriff bekommen und dem starken Rückraum des TSV viele Räume geboten." Diese zu nutzen wussten vor allen Dingen Janne Lotta Woch und Madita Karlotta Jess, die summa summarum 20 der 29 Treffer für das Auswärtsteam erzielten. "Sie haben ihre individuelle Klasse gezeigt, da hätten wir defensiv noch mehr dagegenhalten müssen", meinte Leibssle.