15.10.2007 12:02 Uhr - 2. Bundesliga Süd - Holger Riegel - FAG

Gräfer entnervt Ober-Eschbach

Alex GräferAlex Gräfer
Quelle: fa-frauen.de
Die Zweitligahandballerinnen von Frisch Auf gehen weiter ihren Weg in der 2. Liga Süd. Gegen die TSG Ober-Eschbach landeten die Göppingerinnen mit 40:21 (15:7) den dritten Sieg in Folge und führen die Staffel weiter an. „Es hat einfach Spaß gemacht“, erklärte ein sichtlich erleichterter und zufriedener Emir Hadzimuhamedovic nach dem Kantersieg seiner Mannschaft. Ein bisschen nervös sei er bei seinem Debüt schon gewesen, aber am Ende erreichte der neue FA-Trainer sein Ziel und verließ erstmals als Sieger das Parkett der Hohenstaufenhalle.

Zuvor hatte der Coach ein Spiel gesehen, an dem es aus Trainersicht nicht allzu viel auszusetzen gab. Die Grün-Weißen legten zunächst stark los, gingen schnell mit 2:0 in Führung. Doch Ober-Eschbach hielt dagegen, glich aus und sah sich selbst 3:4 (8.) in Front. Hadzimuhamedovic holte sich nun mit Katrin Schröder seine Abwehrchefin auf die Bank und justierte die Defensive neu. Eine Maßnahme die durchschlagende Wirkung zeigte. Die Abwehr stand nun sicher und konnte zudem auf eine bärenstarke Alexandra Gräfer zwischen den Pfosten bauen. Dreizehn Bälle parierte die Torhüterin im ersten Durchgang und legte so den Grundstein für eine schnell wachsende Führung von Frisch Auf.

Beim Stand von 8:4 (14.) nahm Gästetrainer Thomas Zeitz zwar eine Auszeit um den Spielfluss der Göppingerinnen zu unterbrechen, aber auch dies half nichts. Es dauerte bis zur 23. Minute ehe Ober-Eschbach zum 12:5 den nächsten eigenen Treffer erzielen konnte. Die Partie war bereits zu diesem Zeitpunkt entschieden und Göppingen baute den Vorsprung bis zum Pausentee auf 15:7 aus.

In der zweiten Halbzeit entdeckten die Grün-Weißen dann endgültig ihren Torhunger und vor allem die Fraktion der Linkshänderinnen mit Alena Vojtiskova, Femke Verboven und Verena Breidert drückten dem Spiel nun eindrucksvoll ihren Stempel auf. „Wir haben auf der rechten Seite den Luxus von drei ganz starken Spielerinnen“, äußerte sich Hadzimuhamedovic über das Trio, das am Ende der Begegnung für 22 Tore verantwortlich zeichnete. Doch auch die anderen Göppingerinnen spielten nun wie aus einem Guss. Der Vorsprung erhöhte sich stetig und bereits in der 34. Minute betrug er beim 18:8 zehn Tore.

Die TSG kam nun regelrecht unter die Räder. Die FA-Defensive agierte aufmerksam und so konnten die Hausherrinnen ihr schnelles Konterspiel aufziehen. Nach 54 Minuten war die Führung vor 700 Zuschauern erstmals auf zwanzig Treffer (36:16) angewachsen. Nun kam der große Auftritt von Inga Frey, die mit einem Konter durch einen eigentlich unmöglichen Heber das Publikum aufjubeln ließ. Letztlich gelangen den Gästen noch zwei Treffer und so endete die Begegnung mit einem verdienten 40:21-Erfolg für Frisch Auf.

„Das ist die beste Truppe, die ich in letzter Zeit in der 2. Liga gesehen habe“, zeigte sich TSG-Trainer Zeitz von den Gastgeberinnen beeindruckt. Und auch Emir Hadzimuhamedovic fand nur wenig Kritikpunkte. „Ich habe heute gute Ansätze im Angriff gesehen, unser taktisches Training der vergangenen beiden Wochen beginnt zu greifen“, erklärte der Coach zu seiner Offensive. Glanzpunkt war allerdings eine starke Abwehr, in der sich Katrin Schröder ein Sonderlob verdiente und Torhüterin Gräfer ihre Klasse eindrucksvoll untermauerte.

Nach dem ersten Erfolg von Hadzimuhamedovic in Göppingen, soll mit Blick auf das Derby in Metzingen gleich die nächste Niederlagenserie enden. Noch nie konnte Frisch Auf beim TuS gewinnen, in zwei Wochen könnten die Göppingerinnen auch dieses Trauma endlich zu den Akten legen.