15.03.2021 15:44 Uhr - 2. Bundesliga - PM HSG, PM HCR, red

HSG Freiburg mit erstem Heimsieg der Saison

Die HSG Freiburg konnte das Duell im Tabellenkeller der 2. HBF für sich entscheiden.Die HSG Freiburg konnte das Duell im Tabellenkeller der 2. HBF für sich entscheiden.
Quelle: HSG Freiburg
Am 19. Spieltag der 2. Handball Bundesliga der Frauen war es so weit: Die Red Sparrows der HSG Freiburg konnten ihren ersten Heimsieg der Saison feiern! Lange mussten die Freiburgerinnen auf dieses Erfolgsgefühl verzichten, denn seit dem Auswärtssieg in Rödertal am 6.Spieltag konnten die Red Sparrows keine Punkte mehr holen. Nach 140 Tagen war es nun an der Zeit und die HSG Freiburg holten sich in einer packenden Partie einenHeimsieg über den HC Rödertal.

Das Duell der beiden Tabellenschlusslichter brachte von Beginn an Spannung mit sich. Die Red Sparrows gingen zwar schon früh durch die Treffer von Rebecca Dürr (2), Luciana Villavicencio (1) und Carolin Spinner (3/1) in Führung, doch die Gäste aus Rödertal ließen die Gastgeberinnen nie davon ziehen und brachen immer wieder durch die Verteididung der Red Sparrows. Allen voran zeigte Rabea Pollakowski eine herausragende Leistung und war mit neun Toren die beste Werferin des Abends.

Nach 16 Spielminuten drehte sich die Partie in Richtung der Rödertalbienen. Durch einen Treffer von Pollakowski gingen die Gäste zum ersten Mal in der Partie in Führung und es war nun an den Red Sparrows, diese Führung klein zu halten, was der Mannschaft von Trainer Ralf Wiggenhauser auch gut gelang. Doch der fehlende Zugriff in der Abwehr gestattete den Rödertalerinnen immer wieder freie Würfe und so ging es mit 14:16 aus Freiburger Sicht in die Halbzeitpause.

"Die erste Halbzeit war im Angriff richtig stark. Wir haben ganz oft die Bälle auf den Punkt gespielt und die Situation sehr gut gelöst. In der Abwehr haben wir nicht so richtig Zugriff bekommen und 16 Gegentore sind dann einfach zu viel", fasste Wiggenhauser die erste Halbzeit zusammen.

Mit dem Rückstand im Rücken kamen die Red Sparrows bockstark aus der Kabine. Innerhalb von fünf Minuten drehten die Freiburgerinnen den 14:16-Halbzeitrückstand auf 19:17. Die Partie war jetzt wieder in den Händen der Freiburgerinnen, welche sich vor allem defensiv immens verbessern konnten. Doch auch die Rödertalerinnen steigerten sich, zeigten eine starke kämpferische Leistung und glichen die Partie immer wieder für kurze Zeit aus.



Nach 48 Spielminuten lag dann zum ersten Mal in der Partie der Heimsieg in der Luft, als Marie Lipps mit ihrem Tor zum 25:22 die Freiburgerinnen erstmals auf drei Tore von den Rödertalerinnen wegbrachte. Doch die Rödertalbienen bewiesen ihr Kämpferherz und glichen die Partie in der 53. Minute wieder auf 26:26 aus. Trainer Ralf Wiggenhauser reagierte ohne zu zögern und nahm sein zweites Timeout der Partie. Es waren die ganze Saison über diese Momente, welche die Freiburgerinnen nicht zu ihren Gunsten drehen konnten.

Mit hauptverantwortlich dafür, dass es dieses Mal anders laufen sollte: Torhüterin Debora D"Arca, die mit zwei Paraden die Rödertaler Führung verhinderte, und Kathrin Disch, die mit zwei Toren die offensiven Akzente setzte. Am Ende gewinnen die Red Sparrows damit ihr erstes Heimspiel der Saison und ziehen auf 5:33 Punkte mit den Rödertalerinnen in der Tabelle gleich.

"Wir hatten uns in der zweiten Halbzeit viel vorgneommen und wirklich gut gespielt. Die letzten fünf Minuten waren natürlich geprägt von Debora D"Arca und Kathrin Disch, aber auch unsere Außen haben ein gutes Spiel gemacht und insgesamt war es einfach eine ganz starke Teamleistung! Ich habe selten nach einem Spiel so viele Emotionen erlebt. Man hat gemerkt, was da für eine Last von uns allen abgefallen ist!", sagte Wiggenhauser im Anschluss an die Partie.

Rödertals Trainer Karsten Schneider zeigte sich dagegen unzufrieden: "Es ist nach den Spielen gegen Lintfort und Berlin nun schon die dritte Partie in den letzten Wochen, die wir selbst aus der Hand geben. Erst kommen wir schlecht aus der Pause und fangen uns zu viele einfache Tore. Besonders in der Deckungsmitte waren wir da zu anfällig und haben uns teilweise auch einlullen lassen. Dann haben wir genug Möglichkeiten, um in der Schlussphase das Spiel für uns zu entscheiden. Aber wir verwerfen die einfachen Bälle."