09.03.2021 15:37 Uhr - 2. Bundesliga - chs mit Material Verein

Nadja Bolze mit Karriereende: BSV Sachsen Zwickau verliert "herausragende Spielerin"

Nadja BolzeNadja Bolze
Quelle: Marko Unger, BSV
Trotz der sportlich aussichtsreichen Situation muss Zweitligaspitzenreiter BSV Sachsen Zwickau zur kommenden Spielzeit einen namhaften Abgang vermelden. Wie die Sachsen mitteilten, wird Kreisläuferin Nadja Bolze ihre aktive Karriere beenden.

"Diese Entscheidung ist mir sehr schwer gefallen, aber nach reiflicher Überlegung bin ich zu dieser Erkenntnis gekommen", so die 30-Jährige, die betont: "Ich möchte den Fokus in Zukunft auf meinen beruflichen Werdegang legen und mehr Zeit für mein Privatleben haben. Meinen Lebensmittelpunkt werde ich in Zwickau belassen. Ich fühle mich hier einfach wohl."

Ihre Karriere begann als Achtjährige beim Thüringer HC, wo sie bis 2013 auflief und auch in der Bundesliga debütierte. Unter Cheftrainer Herbert Müller feierte sie ihre sportlich größten Erfolge, wurde zweimal Deutscher Meister und gewann einmal den DHB-Pokal. International spielte sie das Finale des damals noch ausgespielten Challenge-Cups und nahm zweimal an der EHF Champions League teil. Auch in der B-Jugend wurde sie mit dem THC zweifache Deutsche Meisterin.

Nach ihrem Abschied vom Stammverein lief sie für den SV Union Halle-Neustadt und die Bad Wildungen Vipers auf, ehe sie vor vier Jahren nach Zwickau kam. "Als ich 2017 zum BSV gekommen bin, war es mein großes Ziel mit dem Verein aufzusteigen. Ich werde alles dafür tun, dass uns dies mit Ablauf der Saison gelingt", so Bolze und betont: "Das wäre der schönste Abschluss, den man sich vorstellen kann."

"Mit Nadja verlieren wir eine herausragende Spielerin, die die letzten 4 Jahre beim BSV intensiv geprägt hat. Mit ihrem Kampfessgeist, Willen und Einsatzbereitschaft ist sie ein Vorbild für jede Spielerin", so Cheftrainer und Geschäftsführer Norman Rentsch, der ergänzt: "Sie kann auf eine tolle Karriere zurück blicken, wir wünschen ihr für ihren neuen Lebensabschnitt alles Gute."

Nicht nur der Stadt Zwickau, auch dem BSV Sachsen will Bolze nicht gänzlich Lebewohl sagen. "Auch nach der Saison werde ich dem Verein erhalten bleiben,in welcher Form wird sich zeigen. Gespräche dazu hat es bereits mit Norman Rentsch gegeben", verrät Bolze und verspricht: "Eins steht jedoch jetzt bereits fest, in der Saison 2021/2022 wird man mich als BSV-Fan in der Halle sehen, dann hoffentlich in der 1. Bundesliga."