07.03.2021 12:57 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

Buxtehuder SV "sehr glücklich" über Sieg gegen Bad Wildungen

Katharina Filter glänzte mit 17 Paraden im BSV-Tor.Katharina Filter glänzte mit 17 Paraden im BSV-Tor.
Quelle: Dieter Lange, BSV
Obwohl der Buxtehuder SV auf acht Spielerinnen verzichten musste, gewann das Team das Heimspiel gegen die HSG Bad Wildungen Vipers mit 30:26 (13:13). Es war der erste Sieg nach zuvor fünf sieglosen Liga-Spielen.

"Das Spiel in Buxtehude war nicht das was wir uns vorgenommen hatten. Wir standen in der Abwehr nicht zusammen und viel zu passiv, vorne haben wir ohne Mut und Druck zum Tor gespielt. Es ist extrem bitter für uns, denn wir wollten genau gegen diese Gegner auf Augenhöhe Punkte holen", kommentierte Vipers-Trainerin Tessa Bremmer das Spiel enttäuscht.

Nach den vielen negativen Nachrichten der vergangenen Tage und Wochen gab es am Spieltag wieder erfreuliche Personalien. Zwar musste Mailee Winterberg (im Training umgeknickt) passen, dafür stand Caroline Müller-Korn nach ihrer Meniskus-OP erstmals wieder im Kader. Die Spielmacherin kam jedoch nur für fünf Siebenmeter, von denen sie vier verwandelte, zum Einsatz.

Ohne acht Spielerinnen startete der BSV also in die Partie. In der Anfangsphase waren sich beide Teams ebenbürtig. Erst nach etwas mehr als einer Viertelstunde gelang es den Gästen sich erstmals auf drei Tore zum 9:6 abzusetzen. Der BSV scheiterte in dieser Phase an Torfrau Manuela Brütsch, die im ersten Durchgang sechs Bälle teilweise spektakulär parierte.

Doch auch Katharina Filter stand dem in nichts nach. In der Schlussphase der ersten Hälfte parierte sie ebenfalls einige Würfe der "Vipers". Mit einem 4:0-Lauf drehte Buxtehude die Partie auf 10:9. Die Füh- rung konnte jedoch nicht gehalten werden. Stattdessen wurden die Seiten mit 13:13 gewechselt. Mia Lakenmacher hatte mit dem Halbzeitpfiff den erneuten Ausgleich für die Gastgeberinnen erzielt.

Im zweiten Durchgang erwischte Buxtehude den besseren Start. In Überzahl nach der ersten Zeitstrafe der Partie gegen Bad Wildungens Jana Scheib, traf Meret Ossenkopp zum 16:13 (33.). Die Führung hatte allerdings nur wenige Minuten Bestand. Die zuvor hinausgestellte Scheib glich die Partie nach exakt 41 Minuten wieder zum 19:19 aus.

Anders als bei den beiden Remis am vergangenen Wochenende in Leverkusen und Bensheim entwi- ckelte sich dieses Mal jedoch nicht das Gefühl, dass Buxtehude das Feld als Verlierer verlassen könnte. Selbst wenn die Gäste die Gelegenheit zur Führung hatten, scheiterten sie spätestens an Katharina Filter, die insgesamt 17 Bälle abwehrte.

Etwas mehr als sieben Minuten vor dem Ende brachte Johanna Heldmann, mit sechs Tore BSV-Spielerin des Tages, ihr Team auf die Siegerstraße. Die Linkshänderin warf zwei Tore in Folge zum 26:24. Bad Wildungen, bei denen Anna-Maria Spielvogel mit vier Treffer Spielerin des Tages wurde, wehrte sich. Doch spätestens nach dem 29:25 von Teresa von Prittwitz, ebenfalls sechs Tore, 82 Sekunden vor Schluss, war das Spiel entschieden.

Dank des 30:26-Erfolges beendete der BSV seine Serie von wettbewerbsübergreifend sechs sieglosen Spielen. Zudem kletterte das vorübergehend auf Rang acht. Bad Wildungen, dass beim 33:27 im Hin- spiel erstmals gegen Buxtehude gewann, bleibt hingegen auch im neunten Anlauf ohne Punktgewinn in der Halle Nord.

Für die Vipers bleibt nicht viel Zeit für eine lange Spielanalyse, denn bereits am Mittwoch steht schon die nächste sehr wichtige Partie gegen den VfL Oldenburg an.

Stimmen zum Spiel


Tessa Bremmer, HSG Bad Wildungen: Es war ein verdienter Sieg für Buxtehude. Buxtehude hat mit mehr Mut, Druck und Aggressivität gespielt, obwohl sie deutlich weniger Spielerinnen waren. Ich habe meine Mannschaft nicht wiedererkannt. Wir haben zuletzt drei überragende Spiele mit extrem viel Zug zum Tor und aggressiver Abwehr gemacht.

Wir wussten, dass es schwierig wird, weil Buxtehude notgedrungen das Tempo rausnehmen wird. Damit haben wir uns sehr schwergetan. Wir haben im Angriff viel zu sehr in die Breite gespielt. Da müssen wir einiges aufarbeiten. Es ist sehr enttäuschend, dass wir uns nach den guten Spielen heute nicht belohnen konnten.

Dirk Leun, Buxtehuder SV: Wir sind sehr glücklich über den Sieg. Wir haben gesehen, dass die Mannschaft in Takt ist und kämpferisch überzeugt hat. In der Halbzeit haben wir besprochen, dass wir den Rück- raum von Bad Wildungen aus der Distanz mehr zum Zug kommen lassen. Mit Kathis Leistung und den Paraden ist das aufgegangen. Am Ende bin ich sehr froh, dass wir ein endlich ein enges Spiel für uns entschieden haben und die Nerven hatten. Ich kann der Mannschaft nur ein großes Kompliment ma- chen. Sie hat eine überragende Leistung geboten.

Johanna Heldmann, BSV-Spielerin des Tages: Ich glaube alle bestätigen, dass es in der Halle Nord ein anderes Feeling ist und die Heimstärke noch mal mehr aufblüht. Wir haben gesehen, wie kampfstark wir über 60 Minuten waren. Am Ende waren wir clever. Meret fängt den Ball ab und prellt den Gegen- stoß ins leere Tor. Da wusste ich, wir haben das Ding gewonnen.

Wir haben die Räume genutzt, sind bis zum Tor gezogen. Jede hat das gegeben, was sie konnte. Für uns ist jeder Sieg wichtig. Wir haben in den letzten Spielen gesehen, dass wir uns kontinuierlich auf dem richtigen Weg befinden. Wir hatten zuletzt zwei ärgerliche Unentschieden. Aber wenn wir die Verletzten sehen, die wir haben, sind wir super froh, dass wir gegen einen direkten Konkurrenten zwei Punkte mitnehmen konnten.

Buxtehuder SV: Zerlaut, Filter - Süchting 2, Heldmann 6, Lakenmacher 2, Pieszkalla, Antl 1, Dölle 2, Ossenkopp 4, Prior 3, von Prittwitz 6, Müller-Korn 4/4

HSG Bad Wildungen: Brütsch, Schüpbach - Ingenpaß 3, Heusdens 5/3, Platen 5/2, Smits 1, Schmidt- Robben, Mühlner, Schnack, da Silva Pereira, Struijs 3/2, Scheib 3, Blase, Spielvogel 4, Plümer 2