01.03.2021 17:31 Uhr - 2. Bundesliga - PM H2Ku, red

Herrenberg hält den Anschluss an die Tabellenspitze der 2. HBF

Die "Kuties" konnten sich beim direkten Verfolger HSV Solingen-Gräfrath durchsetzen. Die "Kuties" konnten sich beim direkten Verfolger HSV Solingen-Gräfrath durchsetzen.
Quelle: Kreiszeitung Böblingen via SG H2Ku
Die Zweitliga-Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg bleiben weiterhin am Spitzenduo der Liga dran. Nach einem ungefährdeten 28:24-Auswärtssieg beim direkten Verfolger HSV Solingen-Gräfrath am Samstagabend steht die Mannschaft von Trainer Mike Leibssle weiterhin mit einem Punkt Rückstand auf Berlin und Zwickau auf Rang drei in der Tabelle.

"Wir freuen uns natürlich sehr über die beiden Punkte in Solingen", sagte Kuties-Coach Leibssle nach dem insgesamt 13. Sieg der Saison. "Der Schlüssel lag vor allen Dingen in der Abwehr, wir haben in allen Phasen eine geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt, das gibt uns für die kommenden Aufgaben weiter Aufwind." Besonders bemerkenswert war, dass die Gäu-Sieben Vanessa Brandt, die aktuelle Top-Torschützin im Unterhaus, bei nur zwei Treffern aus dem Feld hielt.

"Überhaupt haben wir den HSV nur schwer ins Spiel kommen lassen", war Leibssle zufrieden, vor allem da er nach dem Ausfall vom Marie-Christin Beddies mit nur vier gelernten Rückraumspielerinnen auskommen musste. Dennoch gaben die Kuties in der Klingenhalle in Solingen von Beginn an den Ton an. Saskia Hiller und Annika Blanke vom Siebenmeterpunkt warfen nach knapp neun Minuten erstmals eine Zwei-Tore-Führung zum 4:2 heraus.

Zwar ließen die Herrenbergerinnen den HSV kurzzeitig in Führung gehen, hatten im Anschluss beim 7:5 durch Anika Bissel aber erneut die Oberhand. "Vor allem in der Defensive kauften wir den Solingerinnen den Schneid ab", schilderte Mike Leibssle, "in Kombination mit Laura Waldenmaier im Tor war das der wesentliche Faktor in dieser Phase."



Gestützt auf zahlreiche Paraden ihrer Torfrau erhöhten die Kuties in Folge erstmals auf drei Tore zum 11:8 durch Kreisläuferin Stefanie Schoeneberg nach 24 Minuten. "Zudem hatte Solingen teilweise auch sehr viel Pech", gibt Leibssle zu, "da waren zahlreiche Pfostentreffer dabei." Die Kuties machten es im Angriff dagegen besser und nutzten die Räume, die der Gegner ihnen bot, aus.

"Wir hatten eigentlich mit einer offensiveren Abwehr gegen uns gerechnet", hatte Leibssle nach den offensiven Problemen in den vergangenen Wochen angenommen, "doch der HSV blieb viel defensiver, damit sind wir gut zurechtgekommen". Beim Stand von 12:9 für die Gäste ging es anschließend in die Halbzeit.

Nach Wiederanpfiff arbeiteten die Kuties weiter kompakt in der Abwehr und profitierten von guten Paraden von Laura Waldenmaier. In der 45. Minute erhöhte Kerstin Foth nach einem tollen Wurf aus dem Rückraum auf fünf Tore zum 20:15 für die SG H2Ku. Die Kapitänin war in Solingen mit insgesamt acht Toren beste Werferin ihres Teams.



Mandy Reinarz und Vanessa Brandt vom Siebenmeterpunkt hielten den HSV Solingen-Gräfrath weiterhin auf Schlagdistanz. Dies spürte auch Mike Leibssle, der 13 Minuten vor dem Schlusspfiff seine Mannschaft in einer Auszeit nochmals neu einschwor. "Der HSV hat nochmal auf das Tempo gedrückt", erklärte der Reutlinger diese Maßnahme, "deshalb mussten wir unseren Rückzug stabilisieren und vorne geduldig agieren."

Ein 3:0-Lauf knapp fünf Minuten vor dem Ende brachte die Vorentscheidung. Zwar agierten die Kuties in den Schlussminuten nicht mehr ganz so souverän und produzierten den ein oder anderen technischen Fehler, doch die restlichen Gegentreffer waren dann nur noch Ergebniskosmetik der Mannschaft von HSV-Trainerin Kerstin Reckenthäler. "Das hätte zwar nicht sein müssen, dennoch steht unter dem Strich der 28:24-Auswärtssieg, das ist das Wichtigste", freute sich Leibssle.

Somit haben die Kuties neues Selbstvertrauen für die kommenden schweren Aufgaben gesammelt. Erst muss die Gäu-Sieben nächste Woche bei der SG 09 Kirchhof ran, dann folgen das Spitzenspiel gegen Zwickau und das Württemberg-Derby in Waiblingen. "Diese Partien haben es in sich", blickt der Coach gespannt auf die nächsten Wochen