28.02.2021 07:44 Uhr - 1. Bundesliga - PM VfL, red

VfL-Coach Bötel erwartet "hartes Stück Arbeit" gegen Thüringer HC

Niels Bötel will mit dem VfL beim Thüringer HC überraschenNiels Bötel will mit dem VfL beim Thüringer HC überraschen
Quelle: Marco Wolf
An den Rand einer Niederlage hatte der VfL Oldenburg den Thüringer HC im Hinspiel der Handball-Bundesliga der Frauen im Oktober gebracht. Lange Zeit führte das Team von Trainer Niels Bötel, musste sich in einer nervenaufreibenden Schlussphase am Ende aber geschlagen geben. Am Sonntag, 28. Februar, 15 Uhr, nimmt das Team den nächsten Anlauf, um den ersten Liga-Sieg gegen den THC seit sieben Jahren einzufahren.

"Nach dem Hinspiel könnte es für uns noch einmal schwieriger werden", befürchtet VfL-Trainer Bötel vor dem Auswärtsspiel in Bad Langensalza. "Thüringen wird mit Sicherheit noch einmal etwas draufpacken. Der Favorit sind sie ohnehin."

Doch ganz so chancenlos dürften die Oldenburgerinnen die Reise nach Thüringen wohl nicht antreten - nicht nur aufgrund des guten Hinspiels. Beim Sieg in Bensheim stellten die VfL-Frauen wieder einmal einem Team, das in der Tabelle über ihnen steht, ein Bein. Warum also nicht auch zwei Wochen später gegen den Thüringer HC, der am Freitagabend bei der HSG Blomberg-Lippe unterlag.

"Blomberg hat verdient einen schwer erkämpften, nervenaufreibenden Sieg eingefahren. In der ersten Halbzeit ließen beide Abwehrreihen zu wünschen übrig, das 19:19 sagt alles. Knackpunkt für uns war beim 22:22. Bei fünf Angriffen, da muss man in Führung gehen, das haben wir nicht geschafft und nur zehn Tore in der zweiten Halbzeit. Wir hatten nicht die Nervenstärke, die hat Blomberg dann gezeigt", haderte Herbert Müller nach der Niederlage und fügte an: "Wir spielen keine gute Saison. Uns fehlt einfach Konstanz und eine Führungskraft, die das Spiel leiten kann."

"Nach dem Bensheim-Spiel haben wir noch einmal im athletischen Bereich gearbeitet, am Wochenende hatten die Spielerinnen frei, um sich zu erholen", berichtet Niels Bötel über die Zeit seit dem bis dato letzten Ligaspiel. Zum Wochenstart sei dann der gewohnte Ablauf wie vor jeder Partie gestartet - voller Fokus auf den THC also.

Wichtig werde dabei, so der VfL-Coach, wieder einmal die Arbeit in der Defensive sein. "Im Sechs-gegen-Sechs haben wir auch gegen Bensheim gut gestanden. Darauf wird es auch am Sonntag ankommen", glaubt Bötel. Einen ganz besonderen Fokus werde man dabei auf Marketa Jerabkova legen müssen, die mit 153 Toren in dieser Saison die Liste der Top-Torschützinnen anführt.

"Wir müssen sie in ihrem Spiel einschränken, wissen aber auch, dass sie auch dann noch unglaublich gefährlich bleibt", sagt Niels Bötel. Auch das Zusammenspiel mit ihren Nebenspielerinnen sei stark - insbesondere mit Rechtsaußen Emma Ekenman-Fernis, mit 93 Tore zweitbeste THC-Schützin in dieser Saison.

In der Vorwärtsbewegung werde es für die Huntestädterinnen zudem darauf ankommen, geduldig zu spielen. "Thüringen ist gerade im Block stark. Deshalb ist es wichtig, dass wir nicht gleich aus der ersten Situation zu werfen, sondern uns gute Chancen zu erspielen und diese dann auch zu nutzen", sagt Bötel, der weiß: "Da kommt ein hartes Stück Arbeit auf uns zu. Entscheidend wird sein, wie lange wir dranbleiben können. Wenn das klappt können wir unsere Chance auf Punkte vielleicht nutzen."