27.02.2021 13:39 Uhr - 1. Bundesliga - PM TuS, red

Borussia Dortmund zeigt TuS Metzingen im Spitzenspiel die Grenzen auf

Dortmund setzte sich in Metzingen durch.Dortmund setzte sich in Metzingen durch.
Quelle: Gunar Fritzsche, TuS
Der ungeschlagene Tabellenführer gegen den Tabellenzweiten: Am Freitagabend stand ein echtes Spitzenspiel in der Öschhalle an. Borussia Dortmund bewahrte seine weiße Weste und beendete mit dem 37:30 (20:14) die vierzehn Spiele andauernde Siegesserie der TusSies Metzingen. Inger Smits (7) war beste Werferin der Gäste, für Metzingen erzielten Maren Weigel und Silje Brons Petersen jeweils sechs Treffer.

"Wir haben richtig gute erste 15 Minuten gespielt und danach ein paar Fehler zu viel gemacht", analysierte Linksaußen Bo van Wetering kurz nach Abpfiff. Und damit hatte sie recht, bis zum 8:8 durch Lena Degenhardt waren die TusSies dem Ligakrösus ebenbürtig. Mit viel Tempo schaffte es die Mannschaft von Edina Rott den Gegner in Bewegung zu bringen und nutzte die resultierenden Lücken in der Abwehr.

Dann schlichen sich jedoch ein paar wenige Fehler im pinken Angriffsspiel ein, die der BVB eiskalt ausnutzte. Metzingen musste beim Stand von 8:11 (20.Min) das erste Timeout des Spiels nehmen. Die Gastgeberinnen spielten dennoch munter mit und kamen auch zu Chancen, die ein paar Mal zu oft ans Aluminium flogen oder von Roch im Gästetor pariert werden konnten. Auf der anderen Seite tat sich die TuS schwer die niederländischen Nationalspielerinnen Smits, Freriks und van der Heijden in den Griff zu bekommen, was zu einem 14:20-Halbzeitstand führte.

Dass eine Aufholjagd im zweiten Durchgang, gegen ein mit Topspieler besetztes Dortmunder Team, eine große Herausforderung werden würde, war allen im TusSies-Lager klar. Dennoch hielt die Mannschaft aus dem Ermstal weiter dagegen. Madita Kohorst im Tor konnte zu Beginn der zweiten Halbzeit mit Paraden glänzen. Dennoch blieb der Abstand konstant bei sieben Toren. Den Schlusspunkt einer torreichen Partie setzte Dorina Korsos per Siebenmeter mit Ablauf der Spielzeit zum 30:37.

"Dortmund hat heute verdient gewonnen", kommentierte Edina Rott. "37 Gegentore sind zu viel, in der Abwehr hat es an Aggressivität gefehlt, das muss besser werden. Dafür waren wir offensiv wieder gut unterwegs 30 Tore gegen den BVB sind nicht einfach zu erzielen. Sie haben unsere Fehler eiskalt ausgenutzt und bestraft. Wir haben dennoch bis zum Ende gekämpft und dagegengehalten. Gegen Ketsch wollen wir wieder in die Spur finden und die zwei Punkte hierbehalten. "

"Sie haben unsere Fehler bestraft", analysierte Bo van Wetering. "Wir haben die ersten 15 Minuten richtig gut gespielt und auf Augenhöhe agiert. Nachdem Halbzeitrückstand war es schwierig zurück zu kommen, wir haben uns nicht aufgegeben und bis zum Ende gekämpft. Jetzt fokussieren wir uns auf Ketsch am Sonntag. "