27.02.2021 11:01 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, dpa

HSG Blomberg-Lippe tut nach Sieg gegen Thüringer HC "gut daran, auf dem Boden zu bleiben"

Nele Franz war beste Blomberger WerferinNele Franz war beste Blomberger Werferin
Quelle: Matthias Wieking/HSG
Der Thüringer HC hat den vierten Bundesliga-Sieg in Serie verpasst. Beim Tabellenvierten HSG Blomberg-Lippe unterlag das Team von Trainer Herbert Müller am Freitagabend mit 29:31 (19:19). Beste Werferin des THC war Asli Iskit mit acht Treffern, für Blomberg traf Nele Franz neunmal. Die HSG festigte mit dem Erfolg den dritten Platz, der Thüringer HC rutschte auf den sechsten Rang ab.

Die Tabellennachbarn lieferten sich in der ersten Halbzeit einen spektakulären Schlagabtausch. Hohes Tempo und schnelle Abschlüsse prägten die Partie, wobei sich kein Team absetzen konnte. Auf Seiten der HSG präsentierte sich Ann Kynast stark, beim THC glänzte Iskit sowohl im Gegenstoß als auch im Rückraum mit hoher Durchschlagskraft.

Das hohe Tempo konnten beide Teams nach der Pause jedoch nicht mehr halten, zudem steigerten sich Torhüterinnen und Defensivreihen. Als die HSG sich beim Stand von 26:23 in der 43. Spielminute scheinbar etwas absetzen konnte, sorgte THC-Spielerin Arwen Rühl nur sieben Minuten später für den 27:27-Ausgleich.

Nun begann eine Phase, die Gäste-Trainer Herbert Müller später als den Schlüsselmoment für die Niederlage bezeichnete. "Hätten wir hier eine unserer zahlreichen Chancen genutzt, wäre das Spiel vielleicht in eine andere Richtung gekippt", so Müller. Doch der THC ließ seine Möglichkeiten stattdessen liegen und wurde dafür in der Folge von einer eiskalten Blomberger Mannschaft bestraft, die vorentscheidend auf 30:27 (55.) stellte.

THC-Trainer Herbert Müller präsentierte sich nach dem Spiel als fairer Verlierer. "Glückwunsch zum verdienten, wenn auch schwer erkämpften Sieg an Blomberg! Die HSG hat heute in den entscheidenden Phasen die besseren Nerven und die höhere Durchschlagskraft gezeigt, welche bei uns leider in der letzten Konsequenz gefehlt hat", so Müller.

"Wir wollten die körperlich starke Abwehr des THCs viel bewegen, das ist uns über weite Strecken der Begegnung sehr gut gelungen", freute sich HSG-Coach Steffen Birkner. "Zudem haben wir es heute geschafft, an den Sieg gegen einen großen Gegner zu glauben. Der THC ist für mich immer noch eine absolute Topmannschaft, mit einer unglaublichen Historie. Ich werde es nicht müde zu betonen, dass auch, wenn wir grade richtig gut performen, es nicht normal werden darf, dass wir gewinnen."

Birkner richtet den Blick unmittelbar nach vorne: "Wir müssen dafür jeden Tag im Training und in den Spielen unglaublich hart arbeiten und kämpfen, damit wir weiterhin erfolgreich sein können. Wir tun gut daran, auf dem Boden zu bleiben. Die Mannschaft durfte heute zehn Minuten feiern, nun beginnt bereits die Vorbereitung auf das Spiel am Sonntag!"