26.02.2021 17:05 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

Rödertalbienen wollen sich gegen Spreefüxxe "nicht verstecken"

Im Hinspiel konnten die Bienen die Füchse fordernIm Hinspiel konnten die Bienen die Füchse fordern
Quelle: Heiko Nühse, HCR
Nach drei Heimspielen hintereinander wartet eine kurze, aber sehr schwere Auswärtsfahrt auf die Rödertalbienen. Am Samstag, den 27. Februar 2021, sind sie in der Bundeshauptstadt bei den Spreefüxxen Berlin gefordert. Das Spiel startet um 19:30 Uhr und wird ebenfalls im Livestream über sportdeutschland.tv zu sehen sein.

Die Spreefüxxe spielen bisher eine überragende Saison. Mit 29:5 Punkten grüßen sie von der Tabellenspitze. Allerdings konnten sie dem bisherigen Kalenderjahr noch nicht ganz ihren Stempel aufdrücken. Denn bereits zwei Niederlagen musste die Mannschaft von Cheftrainerin Susann Müller hinnehmen. Unter anderem verloren sie das Spitzenspiel beim BSV Sachsen Zwickau (31:26). Die restlichen drei Minuspunkte kassierten sie allesamt im heimischen Fuxxbau. Völlig überraschend konnten die "Nordfrauen" aus Harrislee beide Punkte aus Berlin mitnehmen (24:27).

Vorher war es nur dem TuS Lintfort gelungen, einen Punkt aus der Sporthalle Charlottenburg zu entführen. Am vergangenen Spieltag überrollten die Berlinerinnen die TG Nürtingen mit 21:35. Ein Schicksal, dass HCR-Cheftrainer Karsten Schneider vermeiden möchte: "Im letzten Spiel haben die Füchse eine deutliche Reaktion auf die unvorhergesehene Niederlage gegen Harrislee gezeigt. Das war schon eine deutliche Ansage an den Rest der Liga. Trotzdem dürfen und wollen wir uns nicht verstecken. Schließlich konnten wir sie schon einmal überraschen."

Worauf der Bienen-Coach anspricht, ist die zweite Hälfte des Hinspiels. Die Rödertalbienen verloren ihr Heimspiel damals knapp mit 26:29 (9:16). Allerdings gestaltete der HCR die zweite Hälfte offen und entschied sie sogar mit 17:13 für sich. Dafür muss die Offensive der Gäste wieder ins Rollen kommen. Das sieht auch Schneider ähnlich: "20 Tore sind in einem Heimspiel zu wenig. Uns hat die Präzision gefehlt. Was wir im Spiel gegen Lintfort frei vor dem Tor verworfen haben, reicht eigentlich für drei Partien. Daran werden wir im Training intensiv arbeiten. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass unser Deckungssystem gut funktioniert hat."

Auch gegen die Berlinerinnen wird es auf eine gute Abwehr ankommen. Schließlich warfen die Hauptstädterinnen in fünf der letzten sechs Spiele mehr als 30 Tore. Zu den erfolgreichsten Schützinnen bei den Spreefüxxen gehören Leona Svirakova (79/36 Tore), Kreisläuferin Bo Dekker (55/19 Tore), Anais Gouveia (53 Tore), Rückraumspielerin Simona Kolosove (52 Tore) und Vesna Tolic (66/2 Tore). Letztere ist auch die Mannschaftskapitänin und gab Ende Januar ihre Vertragsverlängerung um zwei weitere Jahre bekannt.

Blickt man auf den Kader der Gäste, so sticht vor allem Rabea Pollakowski hervor. Die gelernte Linksaußen, die beim HCR auch auf Rückraummitte zum Einsatz kommt, konnte bisher 68 Treffer erzielen. Ebenso eine tolle Saison spielt die erst 17 Jahre alte Emilia Ronge, die mit 69 Treffern auf Platz zwei der mannschaftsinternen Torschützenliste steht.

"Unser letztes Heimspiel hat wieder einmal gezeigt, dass unsere Zuordnung in Unterzahl-Situationen nicht stimmt. Da sind wir einfach zu anfällig. Im Angriff brauchen wir mehr einfache Tore. Wir spielen schöne Kombinationen, aber reiben uns auch ein Stück weit an der gegnerischen Deckung auf", bilanziert HCR-Cheftrainer Schneider. Ohnehin kommen auf die Rödertalbienen in Berlin jede Menge Aufgaben zu. Das Tempo-Spiel der Gastgeberinnen ist gefährlich.

Doch auch aus dem Positionsangriff heraus generieren die Füchse viele Torchancen. "Außerdem haben sie mit Dekker eine sehr versierte Kreisläuferin, die gute Sperren stellen kann, aber auch stark im Abschluss ist", fügt Bienen-Coach Schneider noch hinzu. Aber er freut sich auch auf das Spiel: "Im Gegensatz zu Berlin haben wir nichts zu verlieren. Nur wenn man sich mit starken Gegnern misst, kann man auch wachsen. Wir wollen die Köpfe oben behalten, die Spreefüxxe ärgern und natürlich voll auf Sieg spielen. Gegen Herrenberg haben uns das auch die wenigsten zugetraut. Wir haben nichts mehr zu verschenken, auch nicht gegen den Tabellenführer."

Die Partie im Livestream auf Sportdeutschland.TV