28.02.2021 09:30 Uhr - 1. Bundesliga - red mit Material Vereine

Doppelspieltag Teil 2: Volles Programm in der Handball Bundesliga Frauen

"Das ist natürlich ein krasser Gegensatz", so Edina Rott, die mit Metzingen keine 48 Stunden nach der Niederlage gegen Spitzenreiter Dortmund auf Schlusslicht Ketsch trifft."Das ist natürlich ein krasser Gegensatz", so Edina Rott, die mit Metzingen keine 48 Stunden nach der Niederlage gegen Spitzenreiter Dortmund auf Schlusslicht Ketsch trifft.
Quelle: TuS Metzingen
Keine 48 Stunden nach den Spielen am Freitag stehen für die meisten Teams der Handball Bundesliga Frauen bereits wieder neue Herausforderungen an: Bei den acht Begegnungen am heutigen Sonntag sind alle sechzehn Mannschaften im Einsatz, die acht Partien werden von Sportdeutschland.TV im kostenfreien Livestream gezeigt - der direkt am Ende der News aufgerufen werden kann. Der Thüringer HC steht nach der Niederlage in Blomberg dabei gegen Oldenburg unter Druck, Dortmund will sich gegen Göppingen ebenso wenig einen Ausrutscher leisten wie Bietigheim in Halle und Blomberg gegen Buchholz. Metzingen ist gegen die Kurpfalz Bären in der Favoritenrolle, Neckarsulm ebenso gegen Mainz. Bei Bensheim gegen Buxtehude und Bad Wildungen gegen Leverkusen handelt es sich hingegen um direkte Duelle im Mittelfeld.

Thüringer HC - VfL Oldenburg 15.00 Uhr

"Nach dem Hinspiel könnte es für uns noch einmal schwieriger werden", befürchtet Niels Bötel vor dem Auswärtsspiel in Bad Langensalza. Denn im Hinspiel hatte der VfL Oldenburg den Thüringer HC am Rande der Niederlage, doch die Gäste behaupteten sich und wollen auch im Rückspiel in eigener Halle die Punkte behalten. Allerdings kassierte der THC am Freitag bereits die siebte Niederlage der Saison, nach dem 29:31 bei der HSG Blomberg-Lippe steht der frühere Meister bei bereits 15 Minuspunkten.

"Wir spielen keine gute Saison. Uns fehlt einfach Konstanz und eine Führungskraft, die das Spiel leiten kann", haderte THC-Coach Herbert Müller nicht nur mit dem letzten Auftritt seines Teams. Gegen Oldenburg, das mit ausgeglichenen 18:18 Punkten im Mittelfeld der Tabelle steht, ist der Thüringer HC denoch in der Favoritenrolle - allerdings waren die Gäste am Freitag spielfrei und reisen ausgeruht an.

"Nach dem Bensheim-Spiel haben wir noch einmal im athletischen Bereich gearbeitet, am Wochenende hatten die Spielerinnen frei, um sich zu erholen", berichtet Niels Bötel. Zum Wochenstart sei dann der gewohnte Ablauf wie vor jeder Partie gestartet. Wichtig werde gegen den THC, so der VfL-Coach, wieder einmal die Arbeit in der Defensive sein. Einen ganz besonderen Fokus werde man dabei auf Marketa Jerabkova legen müssen, die mit 153 Toren in dieser Saison die Liste der Top-Torschützinnen anführt. "Wir müssen sie in ihrem Spiel einschränken, wissen aber auch, dass sie auch dann noch unglaublich gefährlich bleibt", sagt Niels Bötel.

In der Vorwärtsbewegung müsse der VfL geduldig sein. "Thüringen ist gerade im Block stark. Deshalb ist es wichtig, dass wir nicht gleich aus der ersten Situation zu werfen, sondern uns gute Chancen zu erspielen und diese dann auch zu nutzen", sagt Bötel, der anfügt: "Da kommt ein hartes Stück Arbeit auf uns zu. Entscheidend wird sein, wie lange wir dranbleiben können. Wenn das klappt können wir unsere Chance auf Punkte vielleicht nutzen."

Union Halle-Neustadt - SG BBM Bietigheim 16.00 Uhr

Mit einem deutlichen 43:22 gegen die Kurpfalz Bären hat Bietigheim am Freitag seine Ambitionen untermauert. Nach einem Tag Ruhepause geht es am heutigen Sonntag zum SV Union Halle-Neustadt. Das Team aus Sachsen-Anhalt befindet sich auf Platz zwölf liegend im Abstiegskampf. Fünf Siege, ein Unentschieden und elf Niederlagen stehen derzeit zu Buche, wobei der ein oder andere Überraschungssieg eingefahren wurde. Das Hinspiel entschied Bietigheim allerdings mit 36:17 für sich und auch heute will sich der Favorit nicht überraschen lassen.

Markus Gaugisch, Cheftrainer der SG BBM Bietigheim warnt allerdings davor, den Aufsteiger auf die leichte Schulter zu nehmen: "Halle hat ein sehr wichtiges Spiel um den Klassenerhalt gegen die Kurpfalz Bären gewonnen und damit natürlich Rückenwind erhalten. Um den Doppelspieltag erfolgreich abschließen zu können, wollen wir konzentriert auf uns schauen und von Beginn an hellwach sein."

Für Halle startete der Doppelspieltag unterdessen mit einem 30:35 bei der Neckarsulmer SU, mit 12:26 Punkten liegt der Club weiterhin auf dem zwölften Tabellenplatz - mit einem Überraschungscoup könnte der Vorsprung auf die Rote Zone der Tabelle noch weiter vergrößert werden.

"Wir werden im Kader für das Spiel was verändern und dann das Spiel genießen. Nachdem Bietigheim Spiel warten auf uns zwei ganz entscheidende Partien", so Halles Coach Jan-Henning Himborn nach der Niederlage in Neckarsulm mit Blick auf die heutige Partie, auf die mit dem Auswärtsspiel beim 1. FSV Mainz 05 und der Partie gegen die HL Buchholz 08-Rosengarten zwei richtungsweisende Begegnungen gegen schlechter platzierte Teams der Tabelle folgen.

HSG Bensheim/Auerbach - Buxtehuder SV 16.00 Uhr



Die Flames der HSG Bensheim/Auerbach gehörten am Freitag zu den Gewinnern - in einer rasanten Partie und nach einem 19:19 zur Pause behielten die Gäste bei den Vipers in Bad Wildungen mit 33:32 knapp die Oberhand. "Das Spiel hätte vielleicht auch Unentschieden oder für Bad Wildungen ausgehen können", erklärte Flames-Coach Heike Ahlgrimm nach der Partie. Die Freude wurde allerdings durch die Verletzung von Alicia Soffel getrübt, die kurz vor Ende vom Parkett geleitet werden musste und den Flames vermutlich länger fehlen wird.

"Gegen Buxtehude müssen wir schauen, wie die Kräfte noch vorhanden sind. Aber das betrifft ja alle. Auch das ist ein Spiel auf Augenhöhe. Diese Spiele kommen jetzt Schlag auf Schlag. Buxtehude ist so eine Mannschaft, wie wir, wo es hoch und runter geht. Sie können an guten Tagen alle schlagen. Im Poakl ist ihnen ja die Sensation gegen Dortmund gelungen. Wir sind gut beraten auf uns zu schauen und in beiden Spielen unser Potential abzurufen, dann kann man in beiden Spielen was mitnehmen", gab sich Ahlgrimm auch für die nächste Aufgabe optimistisch.

"Bensheim hat sich zu einer soliden Mittelfeldmannschaft entwickelt und spielt auf Tempo und geht kompromisslos in den Tempogegenstoß. Da müssen wir gut zurückarbeiten", blickte BSV-Coach Dirk Leun nach dem 20:20 bei Bayer Leverkusen voraus auf die nächste Partie. Die Norddeutschen fuhren dabei am Wochenende nicht nach Hause, sondern reisten direkt weiter nach Bensheim um die Belastung des Doppelspieltags an diesem Wochenende gering zu halten.

BSV-Coach Dirk Leun begrüßt diese Entscheidung: "Ich finde das sehr positiv. Die Mannschaft weiß, wie wichtig die Spiele sind. Da sind Teamgeist und Zusammenhalt gefragt. So können wir den Fokus das gesamte Wochenende auf die beiden Spiele legen." Zudem spart sich die Mannschaft dank der Übernachtungen in Bensheim eine Fahrtstrecke von mehr als 700 Kilometer. "Ich hoffe, dass wir das nutzen können und uns ausgeschlafen am Samstag optimal auf das Spiel vorbereiten können."

HSG Bad Wildungen Vipers - Bayer 04 Leverkusen 16.00 Uhr

Nach der knappen Niederlage am Freitag, bei der sich die Vipers mit nur einem Tor gegen Bensheim geschlagen geben mussten, haben die Spielerinnen aus Bad Wildungen nur wenig Zeit zu regenerieren. Dies gilt allerdings auch für die Gäste aus Leverkusen, die vor zwei Tagen beim 20:20 gegen Buxtehude eine Achterbahn erlebten. Nach einem 15:18 brachte eine Umstellung auf eine 5:1-Deckung in den letzten Minuten beim 20:19 die Führung - doch am Ende setzte es noch den Ausgleichstreffer.

"Wir sind zufrieden mit dem Punkt", erklärte Martin Schwarzwald nach der Partie. Leverkusens Trainer verteilte dabei ein Sonderlob an Vanessa Fehr, die neben der neunfachen Torschützin Marianna Lopes mit einer starken Leistung in der zweiten Halbzeit "zu großen Teilen dafür mitverantwortlich war, dass wir überhaupt wieder in der Situation waren, noch einen Punkt mitzunehmen". Am heutigen Sonntag sollen es unterdessen ruhig zwei werden, mit einem Sieg könnte sich Leverkusen weiter in Richtung vorderes Mittelfeld orientieren.

Ein Sieg könnte allerdings die Vipers unterdessen auch auf einen Punkt an den Tabellenachten aus Leverkusen heranbringen - mit sechzehn Pluspunkten hat das Team aus Bad Wildungen einen ordentlichen Vorsprung auf die Abstiegszone und kann ohne größeren Druck in die Partie gehen. Allerdings ist die Erinnerung an das Hinspiel schmerzhaft, in Leverkusen verloren die Vipers mit 18:33. Eine Revanche steht sicherlich auf der Wunschliste der Gastgeberinnen.

"Nachdem wir gegen Bensheim ein tolles Spiel mit viel Kampfgeist und Emotionen abgeliefert haben und leider keine Punkte holen konnten, sind wir natürlich umso heißer auf das Spiel. Wir müssen uns in der Abwehr steigern und in manchen Situationen einfach cleverer agieren. Wir werden heute konzentriert trainieren und morgen nochmal alles raushauen", kommentierte Vipers-Coach Tessa Bremmer vor der zweiten Partie des Doppelspieltags.

Borussia Dortmund - Frisch Auf Göppingen 16.00 Uhr



Mit dem 37:30 gegen Metzingen hat Borussia Dortmund am Freitag einmal mehr seine Klasse unter Beweis gestellt, 38:0 Punkte stehen zu Buche und entsprechend sind die Gastgeberinnen der klare Favorit im heutigen Duell mit Frisch Auf Göppingen, das mit 8:32 Punkten auf dem vierzehnten Platz der Tabelle liegt - zuletzt allerdings aufsteigende Form zeigte. "Wenn alles normal läuft, wird der BVB das Spiel gewinnen", gibt sich der Göppinger Coach Nico Kiener keinen Illusionen hin. Das Wörtchen "Wenn" gestaltet die ganze Sache zumindest ein klein wenig hoffnungsvoller.

In Ehrfrucht erstarren wollen die Frisch Auf Frauen vor dem Branchenprimus nicht, sondern sich ordentlich aus der Affäre ziehen. "Wir wollen lange mitspielen und vor allem gut spielen. Dazu müssen wir anders als gegen Metzingen besser in der Abwehr dagegenhalten", sagt der Göppinger Coach. Das jüngste 34:24 gegen Mainz habe das Selbstbewusstsein seines Teams anwachsen lassen. "Wir haben gezeigt, dass wir völlig verdient gewonnen haben, ohne dass es knapp oder Glück im Spiel war."

Am Sonntag wartet der krasse Gegensatz auf die Kiener-Schützlinge. Von ganz unten in der Tabelle geht es nach ganz oben. Die von Andre Fuhr trainierten Dortmunderinnen schwimmen auf einer Erfolgswelle - lediglich die überraschende Pokal-Niederlage in Buxtehude ist ein kleiner Schönheitsfehler. Göppingens Eigengewächs Sina Ehmann weiß, was sie und ihre Mitspielerinnen erwartet: "Dortmund kommt ähnlich wie Metzingen über die schnelle Mitte und den Rückraum. Im Angriff agiert der BVB mit sehr viel Druck und Schnelligkeit, aber auch die Abwehr geht aggressiv zu Werke."

"Das ist eine ganz hohe Hausnummer, aber wir wollen versuchen, dem Primus so lange wie möglich die Stirn zu bieten", so Sina Ehmann. Doch wenn man gut ins Spiel finde, eine gute Abwehr stelle und wenige technische Fehler begehe, könne man mithalten, so die 20-Jährige, die selbstbewusst anfügt: "Wir haben in den vergangenen Spielen und auch beim Derby gegen Bietigheim gezeigt, was in uns steckt."

HSG Blomberg-Lippe - HL Buchholz 08-Rosengarten 16.00 Uhr

Mit einem 31:29-Erfolg gegen den Thüringer HC konnte die HSG Blomberg-Lippe am Freitag den dritten Tabellenplatz festigen - und liegt bei einem mehr absolvierten Spiel sogar an Pluspunkten gleichauf mit dem Tabellenzweiten aus Bietigheim. Am heutigen Sonntag will die HSG nachlegen, allerdings kommt mit Buchholz-Rosengarten ein ausgeruhter Gegner - die mit 8:30 Punkten auf dem dreizehnten Platz der Tabelle liegenden Handball-Luchse waren am Freitag spielfrei. Blomberg ist in der Favoritenrolle, hatte beim 27:26 im Hinspiel allerdings einige Mühe.

"Unsere knappe 27:26 Niederlage aus dem Hinspiel ist für mich kein Maßstab, denn durch die vielen Verletzungen ist mein Team verunsichert und erreicht nicht ihr volles Leistungspotential. Ich hoffe, dass meinen Mädels die Trainingswoche gut getan hat und sie physisch und psychisch regenerieren konnten. Wir können befreit in dieses Spiel gehen, denn der Druck, beide Punkte einzufahren, liegt bei unserem Gegner. Wir werden uns aber nicht kampflos ergeben, sondern möglichst mit Selbstvertrauen und der unerlässlichen zuversichtlichen Körpersprache diese Partie bestreiten. Dann muss meine Mannschaft allerdings auch die Vorgaben erfolgreich umsetzen", erklärt Dubravko Prelcec, Trainer der HL Buchholz 08-Rosengarten.

"Buchholz-Rosengarten macht in das in dieser Saison bislang als Aufsteiger sehr gut und wird es uns am Sonntag erneut sehr schwer machen - da bin ich mir sicher! Sie verfügen über eine sehr Bundesliga-erfahrene Truppe und werden alles in die Waagschale werfen, um noch einmal mächtig Druck auf den ersten Nichtabstiegsplatz auszuüben", erwartet Birkner ein hartumkämpftes Spiel. "Wir gehen aber mit der klaren Zielsetzung in die Begegnung, die zwei Punkte in Blomberg zu behalten", so der HSG-Trainer weiter.

Das Liga-Duell wird dabei eine Generalprobe für das Halbfinale des OLYMP Final4 sein. "Dieses Spiel ist noch in weiter Ferne. Daran verliere ich aktuell noch keine Gedanken", erklärte Birkner und fügte an: "Jede Mannschaft, die es in das Final4 geschafft hat, steht absolut verdient dort und wird schwierig zu schlagen sein. Unser voller Fokus gilt nun erst einmal dem Ligaspiel gegen Buchholz-Rosengarten am Sonntag. Dort gilt es wichtige Punkte zu holen. Der Sieg heute ist nur etwas wert, wenn wir ihn in den kommenden zwei Spielen mit weiteren Siegen bestätigen."

Neckarsulmer SU - FSV Mainz 05 17.00 Uhr



Die Handballerinnen des 1. FSV Mainz 05 müssen am Sonntag bei der Neckarsulmer Sportunion antreten. Gegen den Fünften ist der Vorletzte der Tabelle klar in der Außenseiterrolle, zumal die Gastgeberinnen mit dem 35:30-Erfolg gegen Halle-Neustadt am Freitag nach zuvor zwei Niederlagen gegen die Topteams aus Bietigheim und Blomberg wieder in die Spur fanden - 27:13 Punkte stehen für das Team von Tanja Logvin zu Buche.

Für Neckarsulm stand nach dem kräftezehrenden Heimsieg am Freitagabend vor allem die Regeneration an oberster Stelle: "Wir können vor dem Spiel gegen Mainz nicht trainieren, denn dieses Spiel heute Abend hat uns viel Kraft gekostet und wir müssen die Mädels bis zum Heimspiel am Sonntag pflegen. Mit dieser Belastung an einem Wochenende müssen wir aufpassen, dass nichts passiert aber ich bin mir sicher, dass wir am Sonntag als Mannschaft wieder gut auftreten werden", erklärte Trainerin Tanja Logvin nach dem 35:30..

Die Dynamites hatten einen Tag mehr zur Erholung, mussten am Donnerstag aber eine empfindliche Niederlage in Göppingen quittieren. "Zu schwach im Abschluss und nicht genügend Konsequenz im Abwehrverhalten waren die Ursachen. Im Hinspiel, das die Sportunion mit 21:26 gewann, waren die Dynamites lange in Schlagdistanz. Allerdings genügten eine kämpferische Einstellung und die Bereitschaft, auch körperlich dagegenzuhalten, nicht, um erfolgreich zu sein. Die gut herausgespielten Chancen müssen künftig besser genutzt werden - so das Fazit damals", berichtet der Verein.

"Neckarsulm hat eine richtig gute Mannschaft. Gerade die Rückraumachse mit Moser, Kretschmer und Perez in Verbindung mit der Kreisläuferin baut enormen Druck auf. Hier müssen wir ansetzen und die Würfe aus der Distanz stoppen. Selbst müssen wir sehen, dass wir möglichst schnell den Kopf wieder hoch bekommen, unsere Chancen nutzen und uns so gut wie möglich verkaufen. Die Enttäuschung wollen wir abklopfen und dann möglichst viel Schwung mitnehmen für das kommende Spiel gegen Halle", so der Mainzer Trainer Florian Bauer.

TuS Metzingen - Kurpfalz Bären 17.00 Uhr

Unterschiedlicher könnten die Gegner der Ermstälerinnen nicht sein: Am Freitag musste sich die TuS Metzingen mit 30:37 gegen Spitzenreiter Borussia Dortmund geschlagen geben, am heutigen Sonntag geht es gegen das Schlusslicht der Liga. Gewarnt vor den Kurpfalz Bären sollten die TuSsies dennoch sein, denn die Gäste boten beispielsweise der Neckarsulmer Sportunion oder auch der HSG Blomberg-Lippe lange Paroli. Am Freitag gab es für das Team aus Ketsch allerdings ein deutliches 22:43 in Bietigheim.

"Das ist natürlich ein krasser Gegensatz: Zuerst spielen wir gegen eine Mannschaft die in der Champions League spielt und dann gegen Ketsch, die gegen den Abstieg kämpfen", erklärte auch Edina Rott. Mit ihrem Team rutschte sie durch die Niederlage gegen Dortmund auf den vierten Platz - ein Sieg ist Pflicht, wenn der Anschluss an die Top-3 nicht verloren gehen soll. "Auch hier müssen wir vollkonzentriert arbeiten, um die zwei Punkte hierzubehalten", betonte Rott, dass die Gastgeberinnen die Pflichtaufgabe nicht auf die leichte Schulter nehmen werden.

Als "lehrreiche Trainingseinheit unter erschwerten Bedingungen" bezeichnete die TSG Ketsch die deutliche Niederlage in Bietigheim. "Wir waren Teil des Spiels, aber eher in der Zuschauerrolle", so Bären Trainer Adrian Fuladdjusch nach dem 22:43 - bei dem aber einige junge Akteurinnen auch positive Aktionen verbuchten. Johanna Wiethoff parierte einen Siebenmeter, Marlene Herrmann erzielte ihr erstes Tor in der HBF, Elena Winnewisser erzielte gar drei Treffer und auch Leonie Moormann verbuchte enen erfolgreichen Versuch ins verwaiste Tor des Gegners.

Positive Aspekte, an die die Kurpfalz Bären für ihre Entwicklung anknüpfen wollen. Denn in Metzingen hängen die Trauben erneut hoch, das Hinspiel endete mit einem 14:35 deutlich - nach einem Fehlstart mit nur einem Sieg aus vier Spielen starteten die TuSsies damals ihre Aufholjagd in der Tabelle. "Nach dem schweren Spiel gegen Bietigheim gilt es in Ketsch die Köpfe wieder frei zu bekommen und zu regenerieren, denn die Partie gegen die `Tussies` wird nicht leichter. Wir werden genauso sehr gefordert sein, wie gegen Bietigheim, aber wer weiß, vielleicht kriegen wir diesmal ein besseres Ergebnis hin, als im Hinspiel", so der Pressdienst der Kurpfalz Bären.

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