22.02.2021 19:02 Uhr - 2. Bundesliga - PM Zwickau und Erdinc Özcan-Schulz - Westdeutsche Zeitung, red

BSV Sachsen Zwickau wird Favoritenrolle gegen TVB Wuppertal gerecht

4 Tore: Diana Dögg Magnusdottir4 Tore: Diana Dögg Magnusdottir
Quelle: Marko Unger, BSV
Die Zwickauer Handballfrauen haben am 16.Spieltag der 2.Handball-Bundesliga Frauen nach einem schleppenden Start am Ende einen überzeugenden Heimsieg eingefahren. Gegen den TVB Wuppertal feierte das Rentsch-Team mit 33:17 (18:11) Toren seinen 13 Liga-Sieg. Beste Werferin an diesem Tag war Kreisspielerin Alisa Pester, die sechsmal einnetzte.

Doch nicht nur das Ergebnis, sondern auch der Auftritt der beiden Teams am Samstag bekräftigte die jeweils aktuellen Tabellenplätze in der 2. Handball-Bundesliga der Frauen. Während die Wuppertaler Handballgirls nach 30 Minuten durchaus mit etwas knapperem Rückstand als 11:18 in die Pause hätten gehen können, gelangen der Mannschaft von Trainer Dominik Schlechter im zweiten Durchgang lediglich sechs Treffer.

Dem 30-jährigen Cheftrainer fehlten besonders im Rückraum die Alternativen. Dennoch stellte sich Schlechter vor seine Mannschaft. "Das war heute keine Sache des Willens. Zwickaus Spielstärke hat eben bestätigt, warum sie um den Aufstieg in die Bundesliga spielen", sagte der Bochumer, der eingestand, dass Zwickau mit dem ehemaligen Handballgirl Pia Adams nicht die Kragenweite seiner Mannschaft sei.

"Zwickau hat gezeigt, warum sie eine Top-Mannschaft sind. Sie konnten jede Position wechseln wie sie wollten, es war überhaupt kein Leistungsabfall zu erkennen", stellte auch Beyeröhdes verletzte Co-Kapitänin Michelle Stefes den Gastgeberinnen ein gutes Zeugnis aus. "Das war keines der Spiele, das wir gewinnen müssen. Die kommen noch. Bis dahin müssen wir solche Spiele als gute Einheiten nutzen, damit wir sehen, was klappt und was nicht", sagt die Allrounderin.

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Der Spielbeginn gestaltete sich etwas zähflüssig für die Gastgeberinnen, so war es Ramona Ruthenbeck für den TVB, die das 0:1 und in Folge auch den jeweiligen Ausgleich zum 2:2 und 3:3 (9.) erzielte. Danach kam der BSV-Express dann ins Rollen. Die Damen um Alisa Pester hatten in Abwehr und Angriff ihre Einheit gefunden und setzten sich kontinuierlich bis zum 7:3 (13.) ab. Die Tordifferenz bauten die Zwickauerinnen bis zum Halbzeitpfiff auf sieben Tore aus.

Zwickaus Trainer Norman Rentsch wechselte relativ zeitig seine Reihen durch, ohne das Druck auf den Gegner nachließ. Dieser erspielte sich aber immer wieder Situationen, die von den Schiedsrichterinnen mit Siebenmeterentscheidungen belohnt wurden. Diese nutzte jeweils Ramona Ruthenbeck kaltschnäuzig zur Resultats-Verbesserung.

"Ich mache der Mannschaft keine Vorwürfe. Schon gar nicht einzelnen Spielerinnen. Natürlich würden wir bei allen gegen so einen Gegner genug Fehler entdecken", sagte Schlechter, stellte sich aber schützend vor seine Spielerinnen und Zwickaus Trainer Norman Rentsch erklärte: "Natürlich wären 40 möglich gewesen, aber mit 16 Toren Differenz kann man auch gut leben."

Ein Lob hatte Trainer Rentsch für Elaine Rode und Simona Stojkowska parat. "Die Zwei haben in den letzten Wochen nicht viel Einsatzzeiten bekommen, es heute gut gemacht. Das gilt aber für den gesamten Kader, unsere Geschlossenheit ist eine große Stärke von uns", so der BSV-Coach.