21.02.2021 14:17 Uhr - 1. Bundesliga - dpa, PM Vereine, red

Bei den Handball-Luchsen Buchholz 08-Rosengarten hat gegen Bad Wildungen "der Kopf nicht mitgespielt"

Dubravko PrelcecDubravko Prelcec
Quelle: Andrea Müller, Flames
Nach dem 20:30 im Bundesliga-Nachholspiel der Handball-Luchse Buchholz 08-Rosengarten bei der HSG Bad Wildungen Vipers machte Trainer Dubravko Prelcec keinen Hehl aus der Enttäuschung über seine Spielerinnen. "Wir waren nicht in der Lage, das Niveau aus dem Spiel gegen Thüringen zu wiederholen, da der Substanzverlust zu groß war", sagte der Kroate am Samstagabend.

Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung zeigte das Bremmer-Team gestern eine deutliche Reaktion auf das Hinspiel in Rosengarten, welches noch mit 20:24 verloren ging. Am vergangenen Mittwoch hatte der Aufsteiger nach starker Vorstellung mit 26:27 gegen den Thüringer HC verloren, doch in Bad Wildungen konnten die im Abstiegskampf steckenden "Luchse" nicht an diese Leistung anknüpfen. "Der Wille war zwar da, aber der Kopf hat nicht mitgespielt, denn leider haben sie nicht das abrufen können, was vorgegeben war", sagte Prelcec. "Und wenn die Mädels sich nicht an den Matchplan halten, dann haben wir keine Chance."

Geschäftsführer Sven Dubau zeigte sich derweil wenig überrascht vom Ausgang der Partie. "Leider ist das eingetreten, was ich befürchtet habe, denn viele Spielerinnen sind angeschlagen und dann vom Kopf her nicht in der Lage ihr Potenzial abzurufen." Mit Blick auf die nächste schwere Aufgabe für den Tabellen-13. am kommenden Sonntag in Blomberg ergänzte Dubau: "Ich hoffe, dass sich die Mädels wieder schnell regenerieren und bereit sind."

Trotz einer schwachen Vorstellung beider Teams in der ersten Halbzeit nutzte die Heimmannschaft in den ersten Minuten die Fehler der Luchse und kamen zu leichten Toren, so dass beim Spielstand von 6:3 für die HSG Dubravko Prelcec in der zehnten Spielminute seine erste Auszeit nahm, dennoch zogen die Vipers auf 8:4 davon.

Bis zur 18. Minute gelang dem Aufsteiger durch Marleen Kadenbach noch einmal der Anschluss zum 8:6, aber weder im Angriff, noch in der Abwehr fanden die Gäste erfolgreichen Zugriff auf den hoch motivierten Gegner, so dass die Vipers mit einem Vier-Tore-Vorsprung zum Spielstand von 13:9 in die Pause gehen konnten.



Im zweiten Abschnitt der Partie war der Aufsteiger beim Stand von 15:13 wieder in Schlagdistanz und die Partie hätte kippen können, aber drei Ballverluste in Folge mit erfolgreichen Abschlüssen für die Heimmannschaft bedeuteten die 18:13 Führung in der 36. Minute.

Die Luchse gaben sich aber noch nicht geschlagen und konnten durch Louise Cronstedt und Maj Nielsen noch einmal auf 18:15 verkürzen, aber elf torlose Minuten der Norddeutschen bedeuteten die 24:15 Führung für die Vipers. Bei ihren Abschlüssen scheiterten die Luchse immer wieder an der überragenden Manuela Brütsch, die bis zum Ende des Spiels ihre Quote der gehaltenen Bälle auf 48 Prozent steigerte.

Für die Gäste konnte es in der verbleibenden Spielzeit nur noch um Schadensbegrenzung gehen. So kämpften die Norddeutschen unverdrossen weiter, auch wenn das Spiel schon längst entschieden war. Fatos Kücükyildiz gelang mit ihrem überraschenden Wurf eine Sekunde vor Schluss noch eine Ergebnisverbesserung zum 30:20-Sieg der Vipers.

Ein besonderes Lob verdiente sich an diesem Abend an Kreisläuferin Maxi Mühlner, die sowohl in der Abwehr wie auch im Angriff eine wichtige Stütze für die Nordhessinnen war. Zudem zeigten auch Marieke Blase und Torfrau Manu Brütsch zeigten eine sehr starke Performance. Erfreulich war auch das kurze Comeback von Spielmacherin Maxime Struijs, die nach ihrem verletzungsbedingten Ausfall schon wieder erste Spielminuten sammeln konnte.

"Es war toll zu sehen, dass die ganze Mannschaft die Emotionen der vergangenen Wochen so positiv umgesetzt hat. Wir haben gezeigt, dass wir dieses Spiel unbedingt gewinnen wollen. Alle Spielerinnen haben füreinander gespielt und es ist zurzeit ein positiver Konkurrenzkampf entstanden. Wir freuen uns auf die nächsten Spiele, in denen wir ohne Druck aufspielen können", kommentiert Bremmer die gelungene Revanche.

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