20.02.2021 11:36 Uhr - 2. Bundesliga - Vanessa Frey, Kreiszeitung Böblingen via SG H2Ku

Ziel der Kuties ist der neunte Heimsieg

Die Kuties wollen ihren Heimnimbus wahrenDie Kuties wollen ihren Heimnimbus wahren
Quelle: Kreiszeitung Böblingen via SG H2Ku
Die Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg sind weiterhin das einzige Team der 2. Bundesliga, das zu Hause noch ohne Punktverlust ist. Damit diese Serie weiterhin Bestand hat, muss die Gäu-Sieben auch am Samstagabend gegen den SV Werder Bremen als Sieger von der Platte gehen (20 Uhr, Markweghalle).

Die Gäste von der Weser stehen aktuell auf Rang neun, das Hinspiel im September vergangenen Jahres gewannen die Kuties knapp mit 32:29. "Die Mannschaft von damals ist mit der jetzigen absolut nicht mehr zu vergleichen, ich habe mich auf ein komplett anderes Team vorbereitet", zeigt sich Trainer Mike Leibssle nach einem ausführlichen Videostudium beeindruckt. "Werder befindet sich auf dem aufsteigenden Ast. Die Tendenz zeigt steil nach oben, das sieht man auch an den letzten Ergebnissen."

Die Werderanerinnen haben sich im Laufe der Hinrunde vom vorletzten Platz wieder auf Rang neun vorgearbeitet. Zuletzt ließen sie mit einem 26:24-Heimsieg gegen den Vierten HSV Solingen-Gräfrath aufhorchen. "Sie haben auch gegen Leipzig und Zwickau starke Leistungen gezeigt, gegen uns werden sie sicher ebenfalls hochmotiviert sein", erwartet Leibssle, "ihre individuelle Weiterentwicklung ist sehr beeindruckend."

Maßgeblich verantwortlich dafür sind in der Mannschaft von Gäste-Coach Robert Nijdam vor allem Naomi Conze, Nina Engel und Rabea Neßlage. "Diese drei Spielerinnen sind absolute Dreh- und Angelpunkte", so Leibssle weiter, "insgesamt bestechen sie mit starken Eins-gegen-eins-Aktionen und kommen über ein einwandfreies Tempo."

Deshalb gilt für die Kuties erneut die Maßgabe, in der eigenen Offensive die Fehler zu minimieren. "Gleichzeitig muss auch unser Rückzugsverhalten stimmen", fordert Leibssle, "aber zunächst dürfen wir keine unvorbereiteten Würfe nehmen."

Nach zuletzt schwankenden Leistungen haben sich die Herrenbergerinnen beim 32:27-Auswärtserfolg in Wuppertal im Angriff wieder stabilisiert. "In Bezug auf die defensive Ausrichtung von Bremen lasse ich mich überraschen", sagt Mike Leibssle mit einem Schmunzeln. "Wuppertal hat zuletzt eigens eine offensive Abwehrformation gegen uns gestellt, in der Regel deckt Werder in einer 6:0-Formation. Aber wer weiß."

Seinerseits kann der Reutlinger erneut auf einen vollen und gesunden Kader bauen. Auch Youngster Maileen Seeger wird auf der Rechtsaußenbahn wieder dabei sein. Die Kuties stehen aktuell punktgleich mit dem Zweiten Sachsen Zwickau auf Rang drei. "Auf den vierten Platz haben wir momentan sechs Punkte Vorsprung", so Leibssle, "unser oberstes Ziel für Samstag ist dennoch erstmal, unsere tadellose Heimbilanz weiter auszubauen."