19.02.2021 16:56 Uhr - 2. Bundesliga - PM Nürtingen, red

TG Nürtingen hat im Spiel gegen Spreefüxxe Berlin "nichts zu verlieren"

Julia Bauer kehrte aus Wolfschlugen zurückJulia Bauer kehrte aus Wolfschlugen zurück
Quelle: Marco Schultz
Die TG Nürtingen trifft am Samstag in der heimischen Theodor-Eisenlohr-Sporthalle auf Tabellenführer Füchse Berlin. Mit Blick auf die Tabelle sagt TG-Trainer Simon Hablizel: "Wir haben in diesem Spiel nichts zu verlieren." Denn mit 10:14 Punkten rangiert sein Team derzeit auf Platz zehn, hat allerdings auch vier Spiele weniger absolviert. Die Mannschaft von Susann Müller musste letztes Wochenende einen Dämpfer wegstecken. Mit 24:27 unterlagen die Berlinerinnen in eigener Halle den Nordfrauen aus Harrislee.

In Summe war dies zwar erst die zweite Niederlage für Berlin, doch Verfolger Zwickau - mit einem Spiel weniger auf dem Konto - bleibt hartnäckig dran. Müller konnte dann auch weder mit der Leistung ihrer Mannschaft noch mit dem Ergebnis zufrieden sein. "Berlin kommt mit Wut im Bauch", ist sich Hablizel sicher. "Die wollen bei uns Wiedergutmachung betreiben."

Wie ist es um die TG bestellt? Nach fünf sieglosen Partien in Folge, möchten die Nürtingerinnen endlich wieder auf die Siegerstraße einbiegen. Doch da gibt es einige Fragezeichen: Wie hat die Mannschaft die Corona-Pause weggesteckt? Werden die Nürtingerinnen ihren Rhythmus finden und rechtzeitig auf Wettkampfmodus schalten können? Erst am Dienstag sind die TGlerinnen wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. Und hatten dann auch gleich mit den Folgen eines Stromausfalls in der Halle zu kämpfen.

Eine Schonfrist gibt es nicht, schließlich kommt der Tabellenführer. Die Mädels wollen es den Gästen aus der Hauptstadt nicht leichtmachen. Der TG-Coach ist von der Trainingsleistung seiner Mannschaft angetan. Außerdem stimmt ihn seine Kader-Besetzung optimistisch. So wird Rückkehrerin Julia Bauer wohl ihr Debüt geben, ebenso werden Ronja Slawitsch und Mathilda Häberle im Nürtinger Dress auflaufen. "Ich hoffe, dass wir gut aus den Startlöchern kommen und dagegenhalten werden", so Hablizel. Berlin ist gut - aber eben auch schlagbar.

Wenn man gegen die individuelle Klasse der Gäste mannschaftliche Geschlossenheit und den unbändigen Willen zum Sieg dagegenhält. "Wenn wir uns kämpferisch stark präsentieren und es gemeinschaftlich angehen, dann haben wir eine Chance." Ein schwerer Weg, der da vor den TGlerinnen liegt, aber kein unmöglicher. Pluspunkte werden auch am Neckar dringend gebraucht.

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