19.02.2021 10:21 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

Meenzer Dynamites wollen gegen Blomberg-Lippe weitere Schritte machen

Durchsetzungsstark: Nele FranzDurchsetzungsstark: Nele Franz
Quelle: Matthias Wieking, HSG
Die Handballfrauen des 1. FSV Mainz 05 bestreiten am Samstag ihr Heimspiel gegen die HSG Blomberg-Lippe, die aktuell mit 25:7 auf dem 4. Tabellenplatz liegt.

Mit dem 27:20-Sieg im Viertelfinale gegen den Buxtehuder SV zog die HSG zum sechsten Mal in der Vereinsgeschichte in die Endrunde um den DHB-Pokal ein und freut sich nun im Mai auf eine Teilnahme am OLYMP Final4 in Stuttgart. Für die kommende Saison ist das Team aus der Nelkenstadt bereits gut aufgestellt, hat man doch zuletzt mit der 19-jährigen Laetitia Quist eines der Top-Talente des deutschen Handballsports verpflichtet.

Am Mittwoch gewann die HSG gegen den Tabellennachbarn Neckarsulmer Sportunion mit 30:29. Aktuell sind Nele Franz (123), Malina Marie Michalczik (71), Ann Kynast (55), Laura Rüffieux (47). Trainer Florian Bauer hat alle Spielerinnen bis auf die länger verletzten an Bord. "Wir haben gemeinsam mit den Spielerinnen das letzte Spiel beim THC aufgearbeitet, haben darüber geredet, wieso der Einbruch in der 2. Halbzeit kam, inwieweit der Kopf nicht wirklich bei der Sache war. Daraus haben wir Punkte abgeleitet, die wir im Training umsetzen, wo wir ´den Finger in die Wunde´ legen können und daran arbeiten wollen, dass wir besser werden", so Bauer.

Im Hinspiel schafften es die Gastgeberinnen immer wieder, mit Tempo ihre Angriffe vorzutragen. Egal ob die Mainzerinnen erfolgreich waren oder nicht - stets ging es mit Volldampf ins Umschaltspiel nach vorne. Am Ende erzielten sie etwa 50% aller Tore durch Gegenstöße zum Endstand von 45:25.

"Mit Blomberg erwartet uns eine Mannschaft, die aus ihren Möglichkeiten ganz, ganz viel rausholt und enorm aufs Tempo drückt. Ich hoffe, dass wir am Samstag gedankenschnell sind, nicht so viel in die Fehler reinlaufen und dementsprechend unser Rückzugsverhalten von Beginn an etwas geordneter ist", so Bauer über den Kontrahenten.

Für die Dynamites wird dies eine weitere Herausforderung gegen eine Spitzenmannschaft der Bundesliga. Insbesondere wird man das eigene Rückzugsverhalten deutlich verbessern müssen, um das schnelle Umschaltspiel zu attackieren. In den vergangenen Spielen ist dies teilweise gut gelungen - allerdings fehlt die Konstanz.

Ende Januar schien der Knoten beim kommenden Gegner jedoch geplatzt zu sein. Erst siegte das Team von Trainer Florian Bauer deutlich gegen die Kurpfalz Bären Ketsch (34:22), nur eine Woche später behielten sie auch bei den Halle-Neustadt Wildcats die Oberhand (28:22). Doch zuletzt musste die Mainzer Mannschaft erneut vier deftige Niederlagen in Serie verkraften. Sowohl gegen Bensheim/Auerbach (24:37), Dortmund (23:38), Bad Wildungen (22:38) als auch gegen den Thüringer HC (18:38) hatte Mainz nicht den Hauch einer Chance.

Die HSG reist als klarer Favorit in den Süden, ist jedoch nach dem Zittersieg gegen die Kurpfalz Bären vor zwei Wochen vorgewarnt. "Mainz hat gegen uns nichts zu verlieren und kann befreit aufspielen. Das sind meistens gefährliche Spiele. Wir treten die Reise mit hohem Respekt vor dem Gegner an. Uns ist absolut bewusst, dass wir auch gegen Gegner aus der unteren Tabellenregion einen hundertprozentigen Einsatz an den Tag legen und unsere beste Leistung abrufen müssen. Wir wollen aus dieser Woche mit 4:0-Punkten rausgehen. Dazu haben wir am Mittwoch die Tür aufgestoßen und werden am Samstag alles dafür geben, um auch durchzugehen", weiß HSG-Trainer Steffen Birkner, dass erneut ein hartes Stück Arbeit vor seinem Team liegt.

"Wir wollen zeigen, dass wir besser sind als das, was wir dort abgeliefert haben. Wir müssen jedes Spiel dahin kommen, eine gewisse Zufriedenheit zu haben, in den Spiegel schauen und sagen zu können, alles gegeben zu haben - das muss unser Anspruch sein", so Bauer abschließend.

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