19.02.2021 08:20 Uhr - 1. Bundesliga - PM Buxtehude, HBF red

Buxtehude empfängt den BVB - am Freitag live bei Eurosport

Buxtehude und Dortmund standen sich schon zweimal gegenüberBuxtehude und Dortmund standen sich schon zweimal gegenüber
Quelle: Stefan Michaelis
Der 19. Spieltag der Handball Bundesliga Frauen (HBF) steht vor der Tür und bringt eine Live-Übertragung im Free-TV bei Eurosport 1 mit sich. Hierzu empfängt der Buxtehuder SV am Freitag, 19. Februar, Borussia Dortmund in der EWE Arena in Oldenburg. Der Anpfiff erfolgt um 19.30 Uhr. Als Kommentator ist Uwe Semrau für Eurosport im Einsatz, Isabell Klein unterstützt ihn wie gewohnt als Expertin.

Noch nie in seiner Vereinsgeschichte musste der Buxtehuder SV 145 Kilometer für ein Heimspiel zurücklegen. Wegen der TV-Übertragung kann das Spiel nicht in der Halle Nord stattfinden und in die Sporthalle Hamburg darf das Team wegen der Corona-Auflagen nicht ausweichen. Auch wenn es eine ungewohnte Situation ist, wollen sich BSV-Trainer Dirk Leun und seine Spielerinnen davon nicht aus dem Konzept bringen lassen.

"Wir können die Sache nicht ändern und müssen es ausblenden. Auch in Oldenburg sind es 40×20 Meter Spielfeld", sagt Leun, "vielmehr sind wir dem VfL Oldenburg dankbar, dass wir die Möglichkeit bekommen, ein Eurosport-Spiel gegen eine Champions-League-Mannschaft wie Dortmund machen zu können. Die Vorfreude ist da vorhanden, weil es etwas Besonderes ist."

Derzeit ist der Buxtehuder SV die einzige deutsche Mannschaft, die den BVB in dieser Saison schlagen konnte: Im November 2020 gewann das Team von Cheftrainer Dirk Leun im Achtelfinale des DHB-Pokals mit einem Treffer in letzter Sekunde 26:25 gegen die Westfälinnen. "Eine klare Niederlage ist im Bereich des Möglichen. Es hängt davon ab, wie viel Revanchegelüste Dortmund hat oder, ob sie nur die zwei Punkte wollen", sagt Leun. In der Hinrunde des Ligabetriebs fiel das Ergebnis jedoch eindeutig zugunsten des BVB aus: Dortmund gewann in der heimischen Sporthalle Wellinghofen deutlich mit 36:19.

Kampflos wird Leun die Punkte jedoch nicht herschenken. "Wir versuchen die Emotionen auf die Platte zu bringen und werden bereit sein, falls Dortmund uns die Möglichkeit gibt." Viel wichtiger als das Ergebnis sei Leun allerdings die Leistung seines Teams. "Wir wollen da weitermachen, wo wir in Metzingen aufgehört haben. Wir wollen mit voller Überzeugung die Zweikämpfe annehmen, mit Power, mutig und selbstbewusst spielen."

Personell muss Buxtehude allerdings einige Ausfälle verkraften. So stehen Caroline Müller-Korn (Aufbautraining nach Meniskus-OP), Lea Rühter (Knorpelschaden), Luisa Scherer (Außenbandriss) und Lynn Schneider, die am Freitag wegen eines gebrochenen Fingers operiert wird, nicht zur Verfügung. "Außerdem kann Anni wegen ihren Schulterproblemen nur in der Abwehr spielen", ergänzt Leun.

Die Gastgeberinnen haben von ihren 16 bis dato absolvierten Spielen acht gewonnen und acht verloren, das ausgeglichene Punktekonto bedeutet aktuell Tabellenplatz 10. Dortmund bringt es auf 17 punktverlustfreie Partien und ist damit alleiniger Spitzenreiter im HBF-Oberhaus. Während sich der Buxtehuder SV nach der Viertelfinal-Niederlage im DHB-Pokal gegen die HSG Blomberg-Lippe vollumfänglich auf den Ligabetrieb konzentrieren kann, muss Champions League- Teilnehmer Dortmund im März zwei Play-off-Spiele gegen das französische Spitzenteam aus Metz bestreiten. Der Gewinner zieht in das Viertelfinale des höchsten europäischen Pokalwettbewerbs ein.

Im Nachholspiel des 13. Spieltags waren die BVB-Damen bereits gestern (Mittwoch, 17. Februar) bei der HSG Bensheim/Auerbach gefordert, konnten dort einen 38:28-Sieg einfahren.