15.02.2021 10:07 Uhr - 2. Bundesliga - Vanessa Frey, red

SG H2Ku Herrenberg "sehr glücklich" über zwei Punkte gegen Wuppertal

Saskia Hiller erzielte sechs Tore für die "Kuties".Saskia Hiller erzielte sechs Tore für die "Kuties".
Quelle: Mario Koberg, Harrislee
Die Zweitliga-Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg konnten beim TV Beyeröhde Wuppertal einen souveränen Start-Ziel-Sieg einfahren. Gegen den Tabellenzwölften setzten sie sich mit 32:27 (16:12) durch. Nach dem Geschmack von Trainer Mike Leibssle waren das zwar einen Tick zu viele Gegentore, dennoch war er vor allem mit der Offensivleistung seiner Mannschaft zufrieden.

"Alle Spielerinnen haben sich in die Torschützenliste eingetragen", freute er sich, "wir sind sehr glücklich über diese zwei Punkte." Mit dem insgesamt zwölften Sieg der Saison halten die Kuties weiterhin Gleichschritt mit der Spitzengruppe und stehen punktgleich mit dem Zweiten BSV Sachsen Zwickau auf Platz drei.

Vor leeren Rängen in der Sporthalle Langerfeld-Buschenburg starteten die Gäste optimal in die Partie und gingen nach neun Minuten erstmals durch einen Treffer von Rechtsaußen Saskia Hiller mit zwei Toren zum 4:2 in Führung. TVB-Coach Dominic Schlechterer hatte sich taktisch etwas Neues ausgedacht und begegnete H2Ku, unüblich für die Gastgeberinnen, mit einer offensiv ausgerichteten Abwehrformation.

"Das haben sie nach unseren holprigen Leistungen zuletzt gegen Rödertal und Freiburg extra einstudiert", schilderte Mike Leibssle, "sehr untypisch, aber eine taktische Maßnahme." Sein Team ließ sich davon allerdings nicht vom eigenen Matchplan abbringen. Über eine standfeste Defensive zog die SG das Tempo an und schraubte den Spielstand nach 15 Minuten auf 9:2 durch Annika Blanke nach oben. "Dieser Lauf in der Anfangsphase hat den Grundstein für den Sieg gelegt", wusste Leibssle.

Die Hausherrinnen hatten vor allem im Angriff mit einigen Problemen zu kämpfen, kamen im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit dennoch besser ins Spiel. "Beim TVB waren zudem zwei wichtige Spielerinnen verletzungsbedingt nicht dabei, das hat sich durchaus bemerkbar gemacht", so Leibssle. Beim Stand von 16:12 aus Sicht der Gäste ging es anschließend in die Pause.

Nach Wiederanpfiff hielt Herrenberg die "Handballgirls" aus dem Bergischen Land zunächst bei diesem Vier-Tore-Abstand. Ein Doppelschlag von Saskia Hiller, die an diesem Abend mit insgesamt sechs Treffern die beste Torschützin ihres Teams war, und eine Parade von Torhüterin Laura Waldenmaier sorgten in der 40. Minute für eine 22:16-Führung. Im weiteren Verlauf schlich sich dann auch bei den Kuties der Schlendrian an, was eine Vielzahl an technischen Fehlern zur Folge hatte.

"Dadurch haben wir Wuppertal nochmals etwas rankommen lassen", ärgerte sich Mike Leibssle, "das hätte nicht mehr sein müssen." Youngster Maileen Seeger brachte mit ihrem ersten Zweitligatreffer drei Minuten vor Schluss die Vorentscheidung zum 30:26 für die SG. Der letzte Treffer der Partie zum 27:32-Endstand durch Leonie Schmitz war aus Sicht der Gastgeberinnen nur noch Ergebniskosmetik.

"Ich wollte von meinen Spielerinnen eine deutliche Steigerung zu den Leistungen zuletzt sehen", schilderte Mike Leibssle, "das habe ich über weite Strecken wahrgenommen, darauf können wir aufbauen."

SG H2Ku Herrenberg: Waldenmaier, Elbert; Schoeneberg (3), Bissel (1), Blanke (5/davon 2 Siebenmeter), Tuc (2), Bok (2), Bühler (1), Seeger (1), Foth (4), Neubrander (4), Hiller (6), Beddies (3).