15.02.2021 11:15 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

Red Sparrows Freiburg findet gegen BSV Sachsen Zwickau "keinen Zugriff in der Abwehr"

Toptorjägerinnen im Duell: Carolin Spinner und Pia AdamsToptorjägerinnen im Duell: Carolin Spinner und Pia Adams
Quelle: Red Sparrows Freiburg
Die Red Sparrows der HSG Freiburg verloren gegen den Aufstiegsaspiranten BSV Sachsen Zwickau mit 21:29, zeigten jedoch abermals eine kämpferische Leistung und konnten trotz deutlichem Halbzeitrückstand das Spiel offen halten.

Die Kräfteverhältnisse waren zu Beginn der Partie schnell geklärt. Die Freiburgerinnen gingen zwar in den Anfangsminuten zweimal in Führung, doch der Tabellenzweite aus Zwickau nahm das Spiel schnell in die Hand und setzte sich mit einem 5:0-Lauf auf 6:2 ab. Den Red Sparrows misslang es, ihr Tempospiel konsequent zu Ende zu spielen und sie zeigten in der ersten Halbzeit gerade defensiv zu wenig.

Nach 15 Minuten stellte Trainer Ralf Wiggenhauser von der anfänglichen 3:3- auf die gewohntere 6:0-Verteidigung um. Die Offensivgewalt der Zwickauerinnen war dennoch nicht zu stoppen. Angeführt von Pia Adams (7/4) und Jenny Choinowski kamen die Gäste immer wieder zu freien Würfen auf das Freiburger Tor und gingen verdient mit 15:9 in die Halbzeitpause.

"Wir hatten keinen Zugriff in der Abwehr und konnten keinen unserer Tempogegenstöße nutzen. Da wird es natürlich für jede Mannschaft schwierig, gegen Zwickau zu treffen. Ich habe in der Pause gesagt, es fühle sich ein bisschen so an, wie wenn ein Leichtgewichtsboxer gegen einen Schwergewichtsboxer kämpft. Zwickau hat eine herausragende Mannschaft mit einem erstligareifen Kader. Nichts desto trotz ärgert es mich natürlich, wenn wir in der Abwehr die Basics nicht bringen", äußerte sich Red-Sparrows-Coach Ralf Wiggenhauser zur ersten Halbzeit.

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Mit dem deutlichen Rückstand im Rücken kamen die Freiburgerinnen mutig und kämpferisch aus der Kabine. Mit zunehmender Sicherheit in der 6:0-Abwehr und wichtigen Defensivstopps sich kämpften sich die Red Sparrows wieder in die Partie. Angeführt von Kapitänin Carolin Spinner, welche mit zehn Toren und einer 100%-Quote bei ihren acht Siebenmetern überzeugte, kamen die Freiburgerinnen wieder Stück für Stück an die Zwickauerinnen ran.

In der 53. Minute brachte Leonie Hartl (3) die Red Sparrows auf 20:23 ran und für ein paar Minuten schien die Sensation greifbar nahe. Doch die Gäste ließen in den letzten Minuten nichts mehr anbrennen und beendeten das Spiel mit einem 5:0-Lauf in den letzten fünf Minuten.

Am Ende eine klare Angelegenheit, das war Ausdruck einer geschlossenen Teamleistung. Ein besonderer Höhepunkt war allerdings das erste Tor auf Bundesligaebene von Jasmina Gierga. Die noch 16-Jährige ist Mitglied des BSV-Perspektivkaders trainiert damit seit einigen Monaten mit dem Bundesliga-Kader.

"Am Ende haben wir deutlich verloren, doch das ist für mich zweitrangig. Bis zur 55. Minute war es ein offenes Spiel und wir haben uns wirklich bravourös zurück ins Spiel gekämpft. Der Schlüssel in der zweiten Halbzeit war ganz klar die Abwehr. Wir haben dort Sicherheit gewonnen und wurden auch offensiv besser. Wir konnten uns kämpferisch zeigen und haben das Spiel lange offen gehalten, das waren ja auch gerade unsere Ziele vor der Partie", so Wiggenhauser über die deutlich bessere zweite Halbzeit seiner Red Sparrows.

Red Sparrows: Carmen Maggi, Svenja Wunsch;
Hannah Person, Christiane Baum (2), Angelika Makelko (2), Johanna Chaumet, Carolin Spinner (10/8), Kathrin Disch (1), Simone Falk, Maja Zeides (2), Liza Ehret, Luciana Villavicencio, Jessica Peter, Marie Lipps (1)

BSV Sachsen Zwickau: Charley Zenner, Eva Szott;
Anna Lena Hausherr (5/2), Diana Dogg Magnusdottir (2), Katarina Pavlovic, Pia Adams (7/4), Jasmina Gierga (1), Nadja Bolze, Lisa Felsberger (3), Petra Nagy(4), Jenny Choinowski (4), Alisa Pester (1), Rebeka Ertl (2), Elaine Rode