10.10.2007 20:57 Uhr - 1. Bundesliga - Heiner Lehmann – handball-world.com

FHC festigt Platz 6 mit Sieg über Oldenburg

Mandy Hering spielte stark auf und warf acht Tore.Mandy Hering spielte stark auf und warf acht Tore.
Quelle: sportseye.de
Duelle zwischen dem Frankfurter HC und dem VfL Oldenburg scheinen sich zu stets spannenden und sehenswerten Handballspielen zu entwickeln. Auch heute abend in der Frankfurter Brandenburghalle bestätigte sich diese These. In einem äußerst fairen und beiderseits auf viel Tempo und das spielerische Element ausgerichteten Spiel konnten sich diesmal die Oderstädterinnen knapp mit 34:33 durchsetzen und sich so für die Niederlage im Siebenmeterwerfen bei der letzten Begegnung im Spiel um Platz 5 der Saison 2006/07 revanchieren. Die Frankfurterinnen setzen damit ihre Siegesserie fort und halten mit nur zwei Punkten Rückstand auf Platz 4 den Anschluß an die Spitzengruppe der Bundesliga.

Mit sieben Treffern erfolgreichste VfL-Schützin: Natalja Parchina.Mit sieben Treffern erfolgreichste VfL-Schützin: Natalja Parchina.
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Das Spiel entwickelte sich schnell zu der von beiden Seiten erwarteten offenen Begegnung. Wechselnde Führungen prägten die ersten zwanzig Minuten der ersten Halbzeit. Dabei hielten beide Mannschaften das Tempo hoch und boten den gut 1100 Zuschauern in der Brandenburghalle sehenswerten Handball mit gelungenen Spielzügen und schönen Toren. In der Schlussphase des ersten Abschnitts wendete sich das Blatt dann vor allem dank der sich steigernden Katja Schülke im FHC-Tor zugunsten der Gastgeberinnen. Musste diese zuvor noch einige unglückliche Treffer hinnehmen, kaufte sie den Oldenburger Angreiferinnen nun mehrfach den Schneid ab.

Die daraus resultierenden Ballgewinne für den FHC ermöglichten den Gastgeberinnen ab der 22. Minute sechs Tore in Folge. So stellte zuerst Kreisläuferin Arjenne Paap den Ausgleich zum 14:14 her, danach trafen Jochin, Mietzner (2), Scheidemann und Hering. Diese Fünf-Tore-Führung konnten die Schützlinge von Dietmar Schmidt auch mit in die Pause nehmen. Doch eine Vorentscheidung war damit noch nicht gefallen.

VfL findet nach der Pause zurück ins Spiel


Nach dem Seitenwechsel konnten die FHC-Frauen ihren Vorsprung zwar noch auf sechs Tore ausbauen, das Spiel verlief allerdings wieder deutlich ausgeglichener als in der Schlussphase von Halbzeit Eins. Auf Oldenburger Seite war nun vor allem eine deutliche Steigerung in der Abwehr zu vermerken. Auch Tatjana Surkova hielt nun einige wichtige Bälle, so dass die Gäste aus dem Norden Tor um Tor aufholen konnten und in der 44. Minute beim 26:26 den Ausgleich erzielen und das Spiel wieder offen gestalten konnten.

FHC-Coach Dietmar Schmidt reagierte prompt mit seiner Auszeit, um den Vormarsch des VfL zu stoppen. Danach kamen die Oldenburgerinnen zwar zunächst zu einem Tempogegenstoß, doch Dagmara Kowalska scheiterte im Abschluss. Christine Beier nutzte die Gelegenheit, um die Frankfurterinnen wieder in Führung zu werfen. Im Tempogegenstoß legte Anja Scheidemann nach Anspiel von Mandy Hering zum 28:26 nach. Trotz des folgenden Anschlusstreffers der Ex-Frankfurterin Sabrina Neuendorf gelang es der Schmidt-Sieben, sich erneut auf vier Tore abzusetzen.

Knapp vier Minuten vor dem Schlusspfiff versuchte VfL-Trainer Leszek Krowicki beim Stand von 32:29 und Überzahl für sein Team, dem Spiel noch eine Wendung zu geben. Doch zunächst traf die stark aufspielende Mandy Hering für Frankfurt und auch das Siebenmeter-Tor von Alexandra Temp beantwortete Susann Schneider prompt für den FHC. Parchina, Fagerhus und Scholl konnten den VfL zwar noch einmal nahe heranbringen, den Frankfurter Sieg jedoch nicht mehr gefährden.

Stimmen zum Spiel

Dietmar Schmidt (Trainer FHC):
Wir sind natürlich glücklich, das Spiel gewonnen zu haben. Wir haben in der 1. Halbzeit eine super Endkampfgestaltung hingelegt und uns auch in der 2. Hälfte wieder absetzen können. Das hat uns am Ende die Punkte gebracht. Mit nun 8:8 Punkten sind wir genau im Plan.

Leszek Krowicki (Trainer VfL):
Es ist schwierig, ein solches Spiel zu kommentieren. Wir haben zu viele Bälle verworfen und vor allem in den entscheidenden Phasen waren beide FHC-Torhüterinnen glücklicher und besser als unsere. Mit der kämpferischen Einstellung bin ich zufrieden und auch auf unserer spielerischen Leistung von heute können und wollen wir aufbauen.