08.02.2021 13:26 Uhr - 2. Bundesliga - Denis Geger, SVW und Sebastian Schmidt, HNA Schwalm-Eder-Sport, Melsungen

Niederlage bei SG 09 Kirchhof "einfach ein schlechtes Spiel" für SV Werder Bremen

6 Tore: Nina Engel6 Tore: Nina Engel
Quelle: Richard Kasiewicz, SG09
Gegen die SG 09 Kirchhof gab es für die Werder-Handballerinnen keine Punkte, zum Rückrundenauftakt unterlagen die Bremerinnen in Hessen mit 21:33. Beste Torschützinnen beim SV Werder waren Maren Gajewski und Rabea Neßlage mit jeweils sechs Toren.

"Wir waren eine Einheit und ich wüsste nicht, wie man uns hätte stoppen sollen. Wir haben mit Kopf gespielt und in jeder Szene bewiesen wie geil es ist, einfach wieder spielen zu dürfen", frohlockte Diana Sabljak, die Kapitänin, für die die unverhofften zwei Punkte ein schönes Geschenk einen Tag nach ihrem 29. Geburtstag waren.

"Wir waren am Boden und haben ´Alles oder Nichts´ gespielt. Dass wir jeden Tag nur mit Zoom trainieren konnten statt gemeinsam in der Halle, hat uns nur noch mehr zusammen geschweißt", lobte Nela Zuzic den neuen Teamgeist, der in der schwierigen Zeit entstanden ist. Verbunden mit viel Lob für ihre Vorderleute für "200 Prozent Einsatz in der Abwehr", die es ihr leicht machten zu glänzen. Ein Dutzend Paraden zeigte sie vor der Pause, ein halbes Dutzend danach. Macht in Summe 14 mehr als die beiden Bremerinnen Danique Trooster und Viktoria Nigbur zusammen zu bieten hatten.

Kirchhof zeigte eine seiner stärksten Saisonleistungen. Da zeigte Greta Kavaliauskaite in Innenblock mit Kapitänin Sabljak ebenso ihre stärkste Saisonleistung wie das Team an sich. Da verschoben auch alle anderen Akteurinnen geschickt, so dass beim Gegner nur Junioren-Nationalspielerin Nina Engel und Rechtsaußen Maren Gajewski mehr als zwei Tore aus dem Feld gelangen. Da traf Klara Schlegel, deren Abwehr/Angriff-Wechsel mit Kavaliauskaite sich bezahlt machte, mit jeden Wurf.

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Zu Beginn zwang Werder dabei aber die Gastgeberinnen zum ersten Handeln, bereits nach gut vier Minuten nahm Kirchhof die erste Auszeit, da führten die Bremerinnen mit 2:1. In der Folge geriet der SVW aber mit 2:6 (12.) in Rückstand. Werder kam nun etwas besser ins Spiel und blieb bis zum 9:12 (22.) auf Schlagdistanz, scheiterte aber ein ums andere Mal an der starken Nela Zuzic. Bis zur Pause konnte Kirchhof die Führung durch die stark aufspielenden Diana Sabljak und Klara Schlegel weiter ausbauen und Bremen ging mit einem 11:17-Rückstand in die Pause.

In der Halbzeit dürfte Werder-Trainer Robert Nijdam deutliche Worte gefunden haben, doch diese zeigten leider nicht die erhoffte Wirkung. Beim 13:23 (38.) wuchs der Rückstand auf zehn Tore an und Werder konnte den Rückstand auch nicht wieder verkürzen. Im Angriff fehlte die Durchschlagskraft und Deckung und Torhüterinnen gaben keinen Impuls für eine Aufholjagd. Am Ende kassierte Werder eine deutliche 21:33 Niederlage.

Robert Nijdam fiel es schwer direkt nach dem Spiel die passenden Worte zu finden: "Es war heute einfach ein schlechtes Spiel von uns, ich kann da aktuell nichts Positives sehen." Nun heißt es die Niederlage aufzuarbeiten und am kommenden Wochenende im Heimspiel gegen den HSV Solingen-Gräfrath 76 eine passende Antwort auf der Platte zu geben.

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