31.01.2021 09:32 Uhr - DHB-Pokal - dpa, PM BLO, red

Buxtehuder Leistung "bei weitem nicht ausreichend": BSV verpasst Final4 gegen Blomberg-Lippe klar

Melanie Veith und die HSG Blomberg-Lippe haben sich für das OLYMP Final4 qualifiziert.Melanie Veith und die HSG Blomberg-Lippe haben sich für das OLYMP Final4 qualifiziert.
Quelle: Matthias Wieking, HSG Blomberg-Lippe
Die Bundesliga-Handballerinnen der HSG Blomberg-Lippe haben sich am gestrigen Samstagnachmittag erfolgreich für das Finalturnier des DHB-Pokals qualifiziert. Im Viertelfinale setzten sich die Lipperinnen souverän mit 27:20 (14:7) gegen Ligakonkurrent Buxtehude durch und dürfen sich nun im Mai auf eine Teilnahme am OLYMP Final4 in Stuttgart freuen.

Vom Start weg hellwach waren die Torfrauen auf dem Feld. Melanie Veith parierte gleich beim ersten Angriff der Gäste aus dem Alten Land drei Wurfversuche. Auch auf der Gegenseite fand Torfrau Katharina Filter, deren Kollegin Lea Rüther verletzungsbedingt nur von der Tribüne zusehen konnte, gut in die Begegnung und parierte die ersten Würfe der HSG mühelos.

Ganze vier Minuten mussten sich die Fans beider Lager bis zum ersten Treffer des Tages gedulden. BSV-Spielerin Annika Lott fasste sich ein Herz und platzierte den Ball unhaltbar im rechten Toreck. Nach sechs Minuten brach dann auch HSG-Kapitänin Laura Rüffieux den Bann für ihr Team und glich zum 1:1 aus. Die Mannschaft aus der Nelkenstadt legte die Nervosität der ersten Minuten nun nach und nach ab.

Gewohnt sicher verwandelte HSG-Spielmacherin Nele Franz nach acht Minuten einen Siebenmeter und sorgte somit beim Stand von 3:2 für die erste Führung des Heimteams. Der Buxtehuder SV leistete sich auch in der Folgezeit viele einfache Fehler im Angriff, welche Marie Michalczik nach 18 Minuten mit den Treffern zum 8:5 und 9:5 eiskalt bestrafte.

Das junge Blomberger Team fand nun zunehmend Gefallen an dem Viertelfinal-Spiel. Wie aus einem Guss spielte die HSG den Buxtehuder SV zum Ende der ersten Halbzeit an die Wand. Linksaußen Ndidi Agwunedu sorgte kurz vor dem Pausentee für eine komfortable 14:7-Führung.



Dass die HSG ihren Vorsprung nicht mehr aus der Hand geben wollte, machten sie dann nach Wiederbeginn eindrucksvoll klar. Nach neun Minuten führten die Blombergerinnen bereits mit 20:10. Wohl kaum ein Zuschauer rechnete zu diesem Zeitpunkt noch mit einer Aufholjagd der Gäste aus Buxtehude. Zu stark präsentierte sich die HSG, zu wenig Durchschlagskraft bewies der BSV in der Offensive.

Während die Blombergerinnen nun langsam in den Verwaltungsmodus schalteten, nutzte Buxtehude in den letzten fünf Minuten noch einmal technische Fehler zu einfachen Tempogegenstoßtoren. Letztendlich waren es jedoch die Spielerinnen der HSG, die nach Ablauf der Spielzeit jubelnd aufeinander zuliefen und den Einzug in das Final4 feierten.

Mit 27:20 ließ die HSG kaum einen Zweifel über den verdienten Sieger aufkommen und darf sich nun auf eine Teilnahme am OLYMP Final4, welches voraussichtlich am 15. und 16. Mai in der Stuttgarter Porsche-Arena ausgetragen wird, freuen. Beste Werferin bei den Nelkenstädterinnen war Franz mit neun Treffern.

"Unsere Leistung war heute bei weitem nicht ausreichend, um Blomberg ernsthaft in Gefahr zu bringen", stellte ein enttäuschter BSV-Trainer Dirk Leun nach dem Spielende fest und gratulierte der HSG zum "verdienten Sieg". Gründe für die Niederlage sah Leun u.a. in der "schwachen Wurfleistung" seines Teams.



Sein Gegenüber Steffen Birkner zeigte sich nach dem Spiel bestens gelaunt, hatte er doch soeben einen der größten Erfolge seiner Trainerzeit bei der HSG eingefahren. "Wir haben das heute über 60 Minuten sehr gut gemacht und haben uns aus einer starken Abwehr heraus diesen Erfolg verdient. In der Offensive haben wir nicht nur gute Lösungen gefunden, sind aber jederzeit mutig zum Tor gegangen", lässt der HSG-Trainer das Spiel Revue passieren.

Nun darf sein Team "bis Montag auf Wolke sieben schweben, ehe die Vorbereitung auf die kommenden wichtigen Aufgaben in der Liga startet", so Birkner weiter.

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