29.01.2021 12:42 Uhr - DHB-Pokal - PM Vereine, red

DHB-Pokal: Werkselfen und Luchse wollen ins Final4

Jennifer Kämpf im LigaspielJennifer Kämpf im Ligaspiel
Quelle: Jörg Dembinski / Spielbilder TSV Bayer 04 Leverkusen
Am 31.01.2021 treffen die HL Buchholz 08-Rosengarten in der zweiten Runde des DHB-Pokals auf den TSV Bayer 04 Leverkusen. Das Spiel beginnt um 16.00 Uhr und findet in der Leverkusener Ostermann-Arena statt. Der Sieger dieser Begegnung qualifiziert sich für das Olymp Final-Four, das am 15./16. 05. 2021 in der Stuttgarter Porsche-Arena ausgetragen wird.

Wer an den DHB-Pokal der Frauen denkt, kommt an Renate Wolf nicht vorbei. Mit acht Erfolgen als Spielerin und zwei als Trainerin hat die Handball-Geschäftsführerin des TSV Bayer 04 Leverkusen Geschichte in diesem Wettbewerb geschrieben.

Dass die Leverkusenerinnen mit neun Titel nach wie vor Rekordpokalsieger sind, ist naturgemäß auch ganz eng mit dem Namen Wolf verknüpft. An acht von neun Pokalsiegen der Werkselfen hatte die ehemalige Kreisläuferin von Spitzenformat ihren Anteil. Lediglich beim Pokalsieg im Jahr 1991 war Wolf nicht beteiligt. In der Saison stand sie beim TV Lützellinden unter Vertrag und gewann mit den Hessinnen den Europapokal der Landesmeister.

Der letzte Pokalerfolg der Leverkusenerinnen datiert aus dem Jahr 2010, als man mit der Trainerin Wolf das Final4-Turnier in Riesa überlegen für sich entschied. Nun bietet sich am Sonntag dem aktuellen Team aus Leverkusen die Chance, sich mit einem Sieg gegen die Handball-Luchse Buchholz 08-Rosengarten erneut für das Pokal-Endturnier, welches im Mai zum zweiten Mal in Stuttgart stattfinden soll, zu qualifizieren.

Beide Teams haben in der 1. Bundesliga die letzten drei Partien verloren und werden deshalb bestrebt sein, wieder ihr volles Leistungspotential abzurufen, obwohl beide Mannschaften aufgrund der bekannten Verletzungen von Führungsspielerinnen nicht in bester Besetzung antreten können.

Dubravko Prelcec, der Trainer der HL Buchholz 08-Rosengarten, ist gespannt auf die Partie: "Ich wünsche mir, dass die Mädels wieder so eine beherztes Spiel abliefern können wie bei der knappen 26:24 Niederlage im Pflichtspiel, wo wir an unserer Chancenverwertung gescheitert sind. Die schlechte Leistung in Dortmund ist für mich kein Maßstab, denn die Begegnung war für uns das unwichtigste Spiel des Jahres. In Leverkusen müssen wir wieder an uns und unsere Chance glauben, denn im Pokal ist vieles möglich."

"Dieser Pokalpartie am Wochenende fiebern wir alle entgegen, bietet sich doch durch einen Sieg die Chance auf die Teilnahme am Olymp FINAL4. Wer einmal beim Finalturnier um den begehrten Cup dabei gewesen ist, möchte dort unbedingt erneut unter den letzten vier Mannschaften stehen. Die Chance, eine Überraschung und damit etwas Außergewöhnliches zu schaffen, ist nirgends so groß wie in Stuttgart", so Renate Wolf.

Dass ein Sieg gegen den Aufsteiger aus der Nordheide kein Selbstläufer wird, ist in Leverkusen spätestens nach dem knappen 26:24-Erfolg in der Ostermann Arena zu Jahresbeginn jedem klar. "Um uns den Traum von der Final-Teilnahme zu erfüllen, müssen wir gegen die Handball-Luchse alles in die Waagschale werfen. Mit der Mannschaft von Dubravko Prelcec hatten wir vor drei Wochen ein enges Match und müssen auf der Hut sein und voll konzentriert zu Werke gehen."

Elfentrainer Martin Schwarzwald hofft, dass sein Team an die couragierte Leistung vom Mittwoch anknüpfen kann. Gegen das Topteam von Borussia Dortmund zeigte seine Mannschaft nach zuvor zwei schwächeren Partien in Oldenburg und Halle eine deutliche Steigerung: "Wenn wir annähernd die Performance wiederholen, dann sehe ich gute Chancen auf ein Weiterkommen."

Sven Dubau, der Geschäftsführer der Luchse sieht Leverkusen in der eindeutigen Favoritenrolle: "Für uns wäre der Einzug in das Endturnier im Mai der größte Erfolg in unserer Vereinsgeschichte, aber das wird sehr, sehr schwer. Trotz der letzten Niederlagen sind die Elfen der klare Favorit, da sie über die besseren Einzelspielerinnen verfügen. Wenn wir eine Partie auf Augenhöhe liefern wollen, dann müssen wir geduldig agieren und uns nicht so viele unüberlegte Fehlwürfe leisten wie in den letzten Spielen. Ich setze aber auch auf den Faktor Pokal, der immer wieder für Überraschungen sorgt, leider kann ich mich aber nicht darauf verlassen, aber wir wollen alles dafür tun."

Die Partie im Livestream auf Sportdeutschland.TV