28.01.2021 10:59 Uhr - 1. Bundesliga - red

"Immer eine Lösung gefunden": Verdienter Sieg der Neckarsulmer Sport-Union über den Thüringer HC

Die Neckarsulmer Sport-Union hat die Hinrunde der Frauen Handball Bundesliga mit einem 38:32 (16:13)-Sieg gegen den Thüringer HC beendet. Der THC kam dabei nie richtig ins Spiel, besonders im Deckungsverhalten hatten die Gastgeber immer eine Antwort parat. Thüringens Trainer Herbert Müller brachte es nach Spielschluss auf den Punkt: "Mit 32 geworfenen Toren hätten wir hier eigentlich gewinnen müssen, aber wenn man in der Abwehr keinen Zweikampf gewinnt und die Basics nicht klappen, funktioniert das nicht."

"Wir haben heute den schnelleren Handball gespielt und gewinnen das Spiel vor allem erneut durch unseren Angriff. 32 Gegentore sind wieder nicht wenig, aber man muss sagen, dass wir erst in der Schlussphase mit etwas Müdigkeit und mehr unkonzentrierten Situationen dann das ein oder andere Tor zu viel bekommen haben", lautete das Fazit von Sport-Union Trainerin Tanja Logvin nach Spielende.

Zu Beginn der Begegnung konnte sich keine Mannschaft absetzen, auf den Führungstreffer der Gastgeber folgte prompt die Antwort des THC. Bis zur 9. Minute blieb die Begegnung ausgeglichen, anschließend setzten sich die Gastgeber auf 6:5 ab (11.).

Weil Thüringen nun einige technische Fehler unterliefen und zudem mehrere Würfe nicht den Weg ins Tor fanden, zog Neckarsulm auf 9:6 davon (15.). Nach einer Auszeit von Trainer Müller schienen die Gäste wieder in die Spur zu finden, auch Dank Torhüterin Marie Skurtveit Davidsen, die einige wichtige Paraden zeigte, vergrößerte sich der Vorsprung nicht.



Dennoch war die fehlende Konstanz im Deckungsverbund des THC deutlich zu bemerken. Dies nutze Neckarsulm eiskalt aus, nach einem zwischenzeitlichen 13:12 konnten sich die Gastgeber bis zur Halbzeit auf 16:13 absetzen. Bereits dort habe der Angriff der Sport-Union richtig gut funktioniert, fand Trainerin Logvin.

Auch in die zweite Halbzeit starteten die Gastgeber besser, nach drei Toren in Folge stand es 19:13 (33.). Herbert Müller nahm zwar früh eine Auszeit, was dem Angriffsspiel des THC gut tat. Weil aber Neckarsulm im Angriff immer wieder Lösungen fand und die sich bietenden Chancen nutze, blieb aber Abstand stets bei fünf bis sechs Toren.

Bis zur 45. Minute hatten die Gastgeber bereits 28-mal getroffen (28:23, 45.), wobei besonders die vorgezogenen Abwehr der Mannschaft von Herbert Müller im weiteren Verlauf Probleme bereitete. Gestützt auf diese hielten die Knippenborg, Perez und Co. den Vorsprung. Auch neun Treffer von Marketa Jerabkovas konnten nicht verhindern, dass spätestens nach dem 34:29 (55.) die Begegnung endgültig entschieden war.



"Ich denke, das war ein verdienter Sieg, der auch in der Höhe in Ordnung geht", befand THC-Trainer Müller nach Spielende. "Neckarsulm hatte heute immer die richtigen Antworten und ein gutes Zweikampfverhalten im Angriff".

Tanja Logvin freute sich zwar über die beiden Punkte, betonte aber, dass die Meisterschaft weiterginge. Dennoch zeigte sich die Übungsleiterin auch zufrieden nach Spielende: "Wir haben immer eine Lösung gegen den THC gefunden und waren heute einfach ein bisschen schneller."

Neckarsulmer Sport-Union: Isabel Cristina Figueira de Gois, Sarah Wachter (1); Selina Kalmbach (3), Sara Senvald (2), Nathalie Hendrikse (4), Lynn Knippenborg (8/2), Chantal Wick, Irene Espinola Perez (8), Jill Kooij (5), Anouk Nieuwenweg, Lucie-Marie Kretzschmar (2), Carmen Moser (5)

Thüringer HC: Laura Kuske, Marie Skurtveit Davidsen, Petra Blazek; Emma Ekenman-Fernis (4), Beate Scheffknecht (6), Asli Iskit (4), Ina Großmann, Arwen Rühl (1), Kerstin Kündig (2), Jolina Huhnstock, Nina Neidhart (3), Marketa Jerabkova (9/4), Josefine Huber (3)

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