27.01.2021 09:19 Uhr - 1. Bundesliga - PM Leverkusen

Werkselfen: Ohne Thomaier in die kommenden Wochen

Mareike ThomaierMareike Thomaier
Quelle: Jörg Dembinski / Spielbilder TSV Bayer 04 Leverkusen
Wer Mareike Thomaier am vergangenen Samstag bei der 22:25-Niederlage des TSV Bayer 04 Leverkusen bei UNION Halle-Neustadt schmerzverzerrt am Boden liegen sah, hatte sofort ein ungutes Gefühl. Die Rückraumspielerin der Werkselfen krachte nach einem Schubser in eine Gegenspielerin und verletzte sich an der linken Hand. Zwar kehrte die 21 Jahre alte Nationalspielerin noch einmal auf das Parkett zurück und erzielte in der Schlussphase sogar noch einen Treffer, doch nun ist es erst einmal wieder vorbei mit der Jagd nach Toren und Punkten.

Eingehende Untersuchungen ergaben einen Bruch des linken Daumens, der eine Operation nach sich ziehen wird. Damit wird Thomaier ihrem Team und ihrem Trainer Martin Schwarzwald in den nächsten vier bis sechs Wochen nicht zur Verfügung stehen.

"Wir nehmen es wie es ist. Ich verschwende keine Energie auf Dinge, die ich nicht beeinflussen kann", versucht Schwarzwald die Verletzung halbwegs nüchtern zu betrachten. Doch der erneute Ausfall Thomaiers, die bereits in der Hinrunde wochenlang verletzt passen musste, trifft die Werkselfen und ihren Coach naturgemäß hart, da auch Nationalspielerin Mia Zschocke noch nicht wieder einsatzfähig ist.

So geht es für die Werkselfen mit ausgedünntem Kader jetzt in zwei Heimspiele innerhalb von fünf Tagen. Am Mittwoch stellt sich mit Borussia Dortmund der verlustpunktfreie Titelkandidat Nummer eins in der Ostermann Arena (Anwurf: 19.30 Uhr) vor, am Sonntag folgt das Viertelfinale im DHB-Pokal gegen die HL Rosengarten-Buchholz 08 mit der großen Chance, sich für das Olymp FINAL4 im Mai in Stuttgart zu qualifizieren.

"Dortmund ist uns derzeit individuell und taktisch weit voraus. In diesem Spiel müssen wir couragiert auftreten und geduldig im Angriff agieren, da der BVB ansonsten Fehler gnadenlos bestraft. Es geht auch darum, unser eigenes Spiel weiter nach vorne zu bringen und viel Positives für die Partie am Sonntag mitzunehmen", so Schwarzwald vor dem Duell gegen die Schwarz-Gelben, die am Wochenende mit 32:31 gegen den kroatischen Vertreter Podravka Vegeta ihren ersten Heimsieg in der Champions League feiern konnten.

Elfen-Geschäftsführerin Renate Wolf sieht die Dinge vor den beiden Heimspielen ähnlich: "Gegen den BVB gehen wir als Underdog in die Partie. Das Team von André Fuhr ist bislang in der Liga das Maß aller Dinge und hat auch zuletzt in der Champions League ein Ausrufezeichen gesetzt. Das wird ist unserer personellen Lage eine echte Herausforderung. Wir benötigen nicht nur gegen Dortmund eine disziplinierte Leistung mit unbändigem Einsatz und Kampfeswillen, sondern auch am Sonntag gegen die Handball-Luchse."

Die Partie im Livestream auf Sportdeutschland.TV