24.01.2021 17:57 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

Thüringer HC nach holprigem Start mit klarem Heimsieg über Kurpfalz Bären

4 Tore: Josefine Huber4 Tore: Josefine Huber
Quelle: Thüringer HC
Der Thüringer HC hat deutlich mit 31:18 (17:10) gegen die Kurpfalz Bären gewonnen. Nach holprigem Start spielten die Gastgeberinnen ab der 20. Minute ihre Erfahrungen aus und setzten die Gäste mit ihrem schnellen Spiel unter Druck. Auf beiden Seiten vergaben die Spielerinnen zahlreiche Chancen. Marketa Jerabkova erzielte sechs Tore für den THC. Saskia Fackel war mit vier Treffern beste Werferin der Bären.

Mit einem schnellen Tor eröffnete Kerstin Kündig das Spiel für den THC. Emma Ekenmann-Fernis scheiterte bereits in der 3. Minute von der Strafwurflinie an Leonie Moormann. Nach 5 Minuten führte der Gastgeber mit 3:0. Ketsch fand zu Beginn der Partie nicht die richtigen Mittel gegen die offensiv agierende Mannschaft des THC. Erst Cara Reuthal erzielte in der 7. Minute per Siebenmeter den ersten Treffer.

Das Tor wirkte wie ein Weckruf in den Reihen der Bären und sie glichen in wenigen Minuten zum 4:4 aus. Beim Thüringer HC schlichen sich einige technische Fehler ein. Ketsch nutzte diese für sich, um selbst in Führung zu gehen (4:5). Der Tabellenletzte versteckte sich nicht. Im Gegenteil, sie rissen das Spiel an sich und zwangen durch den 7:5-Führungstreffer Herbert Müller zum Team-Timeout.

Zum Ende der 18. Minute parierte Petra Blazek bereits den zweiten Strafwurf gegen die Gäste, auf der Gegenseite übernahm der THC wieder die Führung - 8:7. Ketsch zeigte sich gegenüber dem Favoriten unbeeindruckt und spielten bis zur 23. Minute auf Augenhöhe. In der Schlussphase der ersten Halbzeit erhöhte der Gastgeber den Druck und provozierte die Ketscher Spielerinnen zu mehr Fehlern im Spielaufbau. Mit einer für den Spielverlauf überraschenden 17:10-Führung ging es in die Halbzeitpause.

Weiterlesen unter der Werbung




In der Kabine musste es wohl ernste Worte gegeben haben. Von Beginn an agierte der THC druckvoller im Angriff und offensiv in der Abwehr gegen die Ketscher Bären. Fünf Minuten nach Wiederanpfiff baute der Thüringer HC seine Führung zum 20:10 aus. Zählt man die erste Spielhälfte mit, benötigten die Gäste ca. 15 Minuten für den elften Treffer, während der THC selbst mit 23:11 in Führung lag.

Trotz allem vergab der THC immer wieder leichtfertig eigene Chancen, so scheiterte Marketa Jerabkova zweimal hintereinander von Strafwurflinie. Nach ihrem zweiten Versuch fand zumindest der abgefangene Abpraller noch den Weg ins Tor der Bären. Im dritten Siebenmeterversuch platzierte sie den Ball direkt ins rechte obere Eck zum 26:12.

Neben sehenswerten Paraden trug sich Marie Skurtveit Davidsen nach dem Treffer zum 28:13 in die Torschützenliste ein. Nach dem Tempogegenstoßtor von Ina Großmann zum deutlichen 31:14, parierte Laura Kuske ihren ersten Strafwurf gegen die Ketscher Bären. Die Gäste betrieben in den letzten drei Minuten Ergebniskosmetik und verkürzten zum Endstand von 31:18.

"Wir haben ein neues Motto für die Rückrunde ausgerufen. Wir jagen jetzt Highlights und genießen es Teil der 1. Bundesliga zu sein", so Bären-Trainer Adrian Fulajddjusch. Auch von THC-Chefcoach Herbert Müller gab es Lob für den Trainer der Gäste. "Ich ziehe meinen Hut vor dem Mut und der Konsequenz wie du das 7-gegen-6-Spiel durchziehst", so Müller, der betont: "Es ist das einzige Mittel, das du einsetzen kannst, wenn es nichts zu holen. gibt. Ketsch hat die ersten 20 Minuten wirklich tollen Handball gespielt."