24.01.2021 16:26 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

Neckarsulmer Sport-Union gewinnt Offensivspektakel gegen Buxtehuder SV

Carmen MoserCarmen Moser
Quelle: Larissa Eisele, NSU
Die Neckarsulmer Sport-Union feiert mit 37:34 (22:19) gegen den Buxtehuder SV nach zwei Niederlagen den nächsten Sieg in der Handball Bundesliga Frauen (HBF). Zum Auftakt der Rückrunde kann die NSU damit die nächsten Punkte verbuchen und klettert in der Tabelle wieder nach oben.

Buxtehude startete mit einem 3:0-Lauf in die Partie. Neckarsulms Trainerin Tanja Logvin legte daraufhin bereits in der vierten Minute die Grüne Karte und justierte nach. Bereits in der Anfangsphase zeigte sich, dass beide Mannschaften Probleme in der Defensive haben und sich das Spiel zu einem Offensivfeuerwerk entwickelte.

Der BSV war dabei vor allem immer wieder über Lisa Antl am Kreis erfolgreich, die mit dem fünften Treffer ihrer insgesamt zehn Toren bereits das 7:9 erzielte. Mit einer Umstellung auf die 5:1-Deckung und Isabel Gois im Tor bekam Neckarsulm nach 20 Minuten in der Defensive mehr Zugriff und erreichte somit durch einen Doppelschlag von Carmen Moser und Nathalie Hendrikse erstmals den Ausgleich.

Auch die Paraden der Portugiesin, wie auch BSV-Torfrau Lea Rühter konnten nicht über die Defizite der Teams in der Defensive nicht ausgleichen. In der Folge kippte die Partie und die Sport-Union sicherte sich mit drei Toren in Folge beim 22:19 die Pausenführung.

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In der zweiten Hälfte blieb die NSU angeführt von Spielmacherin Lynn Knippenborg weiterhin sehr effektiv im Angriff und baute die Führung auf fünf Tore Unterschied aus. Buxtehude reagierte in der 40. Minute mit einer Auszeit, stellte in der Folge auf eine offensivere Abwehrvariante um und brachte die Sport-Union so phasenweise aus dem Konzept.

Die Umstellung zeigte Wirkung. In wenigen Minuten verkürzten die Gäste auf ein Tore (28:27), da Lone Fischer mehrfach Pässe der Sport-Union abfing. Der Ausgleich sollte allerdings nicht gelingen. Einige Fehlwürfe brachten den BSV wieder Rhythmus. Neckarsulm nutzte dies, um sich wieder auf 32:28 abzusetzen.

"Die 37 Gegentore waren der Knackpunkt. Es war ein gebrauchter Tag in der Abwehr. Wir haben in den ersten Minuten halbwegs gut verteidigt, danach sind wir aber viel zu passiv. Die Rückraumspielerin kann locker über unsere größten Spielerinnen werfen", so Buxtehudes Trainer Dirk Leun.

Leun haderte vor allem mit der Defensive: "Trotz Ansagen von außen ist es uns nicht gelungen, aggressiv zu decken. Da haben wir die Torhüterinnen auch allein gelassen", so der BSV-Coach, der ergänzte: "Mit der 5:1-Deckung haben wir gefightet und uns herangearbeitet auf ein Tor. Wir hatten die Möglichkeit, dass Spiel zu drehen, aber wir haben es selbst weggeworfen. Wir haben überhastete Fehler gemacht und hatten nicht die Ruhe. Es ist ärgerlich, weil 34 Tore auswärts normalerweise genügen müssen, um zu gewinnen."

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"Wir haben gewonnen und es war heute wirklich ein Arbeitssieg für uns. Beide Mannschaften haben gekämpft und das Spiel hat uns gezeigt, dass wir noch einige Sachen verbessern müssen. Aber ich gratuliere meiner Mannschaft zu den zwei Punkten. Wir haben die Aufgabe erledigt und letztendlich zählt nur der Sieg, das ist das Wichtigste", freute sich NSU-Trainerin Tanja Logvin über den ersten Sieg im Jahr 2021.

"Aus diesem Spiel müssen wir lernen, denn es muss ein Ausrutscher bleiben, dass wir so verteidigen. Wir müssen den Mund abwischen und neu angreifen. Nächste Woche haben wir ein wichtiges Spiel, in dem wir unser Ziel vom Final Four erreichen können", so Leun abschließend.

Auch Logvin blickte schon voraus, am kommenden Mittwoch kommt der Thüringer HC zum Nachholspiel. "37 Tore sind eine gute Leistung, aber 34 Gegentore zuhause gefallen mir natürlich nicht und bereiten uns für die nächsten Tage auf jeden Fall viel Arbeit. Unsere 5:1-Abwehr hat nach der Umstellung gut funktioniert, aber die 6:0-Deckung war heute nicht akzeptabel. Dennoch sieht man, dass solche Spiele auch mit einer starken Angriffsleistung gewinnen werden können", so Logvin.